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Blasenentzündung homöopathisch behandeln 

Blasenentzündung ist schmerzhaft. Viele Frauen leiden unter wiederkehrenden Beschwerden der unteren Harnwege wie Blasentzündung (Zystitis, N30.0 nach ICD-10), Blasenreizung oder Reizblase. Frauen sind aufgrund ihrer körperlichen Gegebenheiten häufiger betroffen als Männer. Einerseits, weil die Harnröhre bei Frauen viel kürzer ist als bei Männern (2,5 cm- 4cm bei Frauen, bis zu 20 cm bei Männern) und auch wegen der anatomischen Nähe zum After. So können sich Bakterien leichter ausbreiten. Ein häufiger Erreger von Harnwegsinfekten ist der Darmkeim Escherichia coli. Lesen Sie hier, was die Gründe für eine Blasenentzündung sein kann und wie man diese homöopathisch behandelt.

Symptome für eine Blasenentzündung

Typische Symptome sind unter anderem vermehrter Harndrang, sowie häufiges und teilweise schmerzhaftes Wasserlassen. Im Urintest beim Hausarzt finden sich meist Hinweise auf Bakterien oder auch Blut im Urin. In diesem Fall legt der Arzt eine sogenannte Urinkultur an, bei der die Art der verursachenden Bakterien und ihre Empfindlichkeit auf antibiotische Medikamente getestet wird.

Was kann man bei Blasenentzündung tun

Wenn die Beschwerden nicht rasch mit Hilfe von viel Trinken, Warmhalten, Blasentees und pflanzlichen Mitteln wie Cranberry Saft abklingen, erfolgt in der Regel schulmedizinisch bei Blasenentzündung eine Behandlung mit einem Antibiotikum. Vorsichtig muss man natürlich sein, wenn Fieber auftritt oder Schmerzen in die Rückengegend ausstrahlen. Die Komplikation einer Nierenbeckenentzündung ist unbedingt im Auge zu behalten und ihre Behandlung gehört in ärztliche Hände.

Alternative und komplementäre Behandlungen von Blasenentzündung

Da die betroffenen Frauen aber meistens immer wieder unter Blasenentzündungen leiden und entsprechend häufig auch ein Antibiotikum verabreicht bekommen, suchen viele nach alternativen oder komplementären Behandlungsmöglichkeiten. Neben den weiter oben bereits erwähnten naturheilkundlichen Maßnahmen wie Warmhalten, viel Trinken, ansteigende Fußbäder oder der Behandlung mit probiotischen Mitteln, gibt es auch Heilpflanzen und fertige phytotherapeutische Arzneimittel, die antientzündlich und antibakteriell wirksam sind. Zur Vorbeugung und auch im Akutfall. Die Homöopathie kann bei der Behandlung von Blasenentzündungen ebenfalls eine wirksame Hilfe sein.

Wichtige Heilpflanzen bei Blasenentzündung

Wichtige Heilpflanzen sind unter anderem Meerrettich, Kapuzinerkresse, Bärentraubenblätter, Goldrute, Ackerschachtelhalm und Brennnessel. Bei einer Blasentzündung ist es wichtig, gleich bei den ersten Anzeichen zu reagieren, so lassen sich Komplikationen und eine Antibiotika Gabe oft vermeiden.

Akute Blasenbeschwerden homöopathisch behandeln

Sehr hilfreich bei akuten und chronischen Blasenbeschwerden ist der Einsatz von homöopathischen Arzneimitteln. Bei der Behandlung von akuten Beschwerden – die Schmerzen können bei einer akuten Cystitis extrem stark sein – ist es wichtig, diese Beschwerden genau zu erfragen und zu differenzieren:

  • Wie ist der Schmerzcharakter: brennend (dann Cantharis oder Sarsaparilla), stechend (Berberis), krampfartig (Colocynthis, Nux vomica)
  • Wo genau sitzt der Schmerz oder wohin strahlt er aus: in der Blasengegend, in der Nierengegend, am Harnröhrenausgang oder der ganzen Harnröhre entlang
  • Wann tritt der Schmerz auf: vor, während oder nach dem Wasserlassen, oder wenn dem Harndrang nicht nachgegeben werden kann
  • Fühlt sich der Urin heiß an, ist er in Geruch oder Farbe verändert…

Neben den Modalitäten ist der Auslöser der Blasenbeschwerden besonders wichtig für die homöopathische Mittelauswahl:

  • Kälte, kalte Füße oder Sitzen auf einem kalten Stein (Pulsatilla, Dulcamara, Lycopodium)
  • Geschlechtsverkehr (Honeymoon Zystitis, eine Form der Harnwegsinfektion, die bei sexuell aktiven Frauen vorkommt)
  • Psychische Ereignisse wie Kummer, Streit, Demütigung ( Natrium muriaticum, Staphysagria)
  • Hormonelle Umstellungsphasen, Pubertät, Schwangerschaft, Wechseljahre (Sepia, Pulsatilla)

In den Wechseljahren, kommt es zudem durch die hormonelle Umstellung zu einer Veränderung der Vaginalflora, welche Blaseninfektionen begünstigt. Hier können auch probiotische Präparate unterstützen. Auch andere gynäkologische Erkrankungen wie eine Blasensenkung durch viel Geburten oder nach einer Gebärmutterentfernung könne die betroffenen Frauen anfälliger für Infekte der Harnwege machen.

Auch immer hilfreich für die homöopathische Mittelwahl: 

  1. Was bessert die Beschwerden: Trost, Wärme, Druck, Zusammenkrümmen, in Ruhe gelassen werden…
  2. Welche Begleiterscheinungen treten auf: Reizbarkeit, Weinerlichkeit, Infekte der oberen Atemwege…

Hinweise zur Wahl der richtigen Potenz und Dosierung bei homöopathischen Mitteln:

in der Selbstmedikation wird sehr häufig auf die Potenzen D6 und D12 zurückgegriffen. Bei starken und wiederkehrenden Beschwerden oder einem chronischen Verlauf ist der Gang zum homöopathisch arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker unbedingt angezeigt.

Chronische Blasenentzündungen homöopathisch behandeln

Neben der Behandlung der akuten Symptome einer Blasenentzündung, ist es natürlich Ziel einer ganzheitlichen und homöopathischen Therapie, den Kreislauf der immer wiederkehrenden Beschwerden zu unterbrechen. Hierfür müssen mit Hilfe einer sorgfältigen, schulmedizinischen Diagnostik Ursachen wie Fehlbildungen der ableitenden Harnwege oder auch entzündliche Prozesse oder Autoimmunerkrankungen ausgeschlossen werden. Aber auch bei Vorliegen einer entsprechenden Diagnose kann ergänzend zur allopathischen Medikation eine homöopathische Begleitbehandlung unter miasmatischen Gesichtspunkten erfolgen.
Bei einer konstitutionellen homöopathischen Behandlung spielt die Gesamtheit der Symptome eine besondere Rolle. Unter welchen Erkrankungen oder Beschwerden leidet der Patient neben seinen chronischen Harnwegsinfekten: Infektanfälligkeit, chronisch-rezidivierende Entzündungen der Nebenhöhlen (Silicea), rheumatische Erkrankungen oder Gelenkbeschwerden. Gibt es relevante biographische Ereignisse in der Kindheit oder auch im späteren Leben, wann und in welcher Lebensphase traten die chronischen Blasenbeschwerden das erste Mal auf.

Die Blase und die Seele

Viele Auslöser finden sich im seelischen Bereich. Gerade Trauer, Kummer, enttäuschte Liebe oder eine unglückliche Partnerschaft spielen häufig eine Rolle. Man sagt auch „der oder die Betroffen weint durch die Blase“. Pulsatilla, Natrium muriaticum und Staphysagria sind hier besonders wichtige Mittel.
Bei der sogenannten Honeymoon-Zystitis denken wir an „Frauenmittel“ wie Pulsatilla oder Staphysagria.

>hier zum Mittel Pulsatilla

Blasenentzündungen bei Kindern

Gerade bei Kindern, die häufig an einer Blasenentzündung, verlängertem oder wiederaufgetretenem Einnässen oder an einer Reizblase leiden, können seelische Ursachen oder bestimmte Entwicklungsphasen eine Rolle spielen. Hier kann ergänzend auch eine systemische Familienberatung unterstützend wirken.

Wie erkenne ich eine Blasenentzündung bei Kindern

Eine Harnwegsinfekt bei Säuglingen oder Kleinkindern verursacht zwar die gleichen Beschwerden wie bei Erwachsenen, aber die Kinder können häufig ihre Symptome nicht klar zuordnen. Weinen beim Wasserlassen, aber auch Gereiztheit und Quengeln können Zeichen sein. Evtl. klagt das Kind aber auch über Bauchschmerzen oder Übelkeit und hat keine Lust zu trinken. Fieber und Erbrechen sind Alarmzeichen, das Kind gehört zum Kinderarzt! Wiederkehrende oder komplizierte Blaseninfekte beim Kind sollten ohnehin sorgfältig abgeklärt werden, um angeborene Fehlbildungen der Harnwege auszuschließen.