Anwendungsgebiete - Alltagsprobleme

Globuli zum Einschlafen (Schlaflosigkeit)

© PantherMedia / Dario Lo Presti

Etwa ein Drittel aller Deutschen leidet regelmäßig unter Schlaflosigkeit oder Schlafstörungen (Agrypnie oder Insomnie). Darunter werden verschiedene Beeinträchtigungen des Schlafes verstanden, wie z. B. Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Ausreichender und vor allem erholsamer Schlaf ist für ein gesundes und aktives Leben unerlässlich und länger bestehende Störungen der Nachtruhe können dieses erheblich beeinträchtigen. Erwachsene können Globuli zum Einschlafen anwenden, um besser zu schlafen.

Gelegentlich treten Schlafprobleme bei nahezu jedem Menschen auf und können beispielsweise durch Stress, Aufregung, Ärger oder auch Infekte verursacht sein.

Wenn Schlafstörungen jedoch längerfristig und regelmäßig auftreten und sie auf keine erkennbare Ursache zurückzuführen sind, wird von einer chronischen Schlafstörung gesprochen. Sie äußert sich darin, dass Betroffene keinen erholsamen Schlaf mehr finden und sich tagsüber erschöpft, kraftlos, unkonzentriert und gereizt fühlen.

Insomnien können durch viele Faktoren ausgelöst werden, die von bestimmten Lebensgewohnheiten oder der Schlafumgebung bis hin zu verschiedenen Krankheitsbildern reichen können.[1]

Angewendete Globuli

Schlafstörungen können mit homöopathischen Mitteln oftmals reduziert werden. Auch die verschiedenen Symptome, die durch Schlafmangel und Übermüdung entstehen, können häufig damit gemildert werden.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Schlaflosigkeit, Wachheit, Unruhe, unregelmäßiger Herzschlag, schneller Puls

Auslöser sind Erregung von Körper und Geist.

Verbesserung:

Durch Hinlegen, Ruhe und Wärme.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Coffea

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schlaflosigkeit, Unruhe, Angst

Auslöser sind Albträume durch seelische Belastungen.

Verbesserung:

Durch Ruhe, frische Luft und Wärme.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Aconitum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hin- und Herwälzen, Unruhe

Auslöser sind Übermüdung nach körperlicher Anstrengung und Muskelschmerzen.

Verbesserung:

Durch Liegen und Ruhe.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Arnica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Einschlafstörungen aufgrund von Traurigkeit und Kummer

Auslöser ist Kummer.

Verbesserung:

Durch frische Luft, Fasten und kaltes Wasser.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Natrium chloratum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schlaflosigkeit, Unruhe, Wachliegen

Auslöser sind übermäßiger Konsum von Alkohol, Kaffee und Nikotin.

Verbesserung:

Durch Wärme.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Nux vomica

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Unruhiger, oberflächlicher Schlaf trotz Erschöpfung,

Begleiterscheinungen sind Einschlafschwierigkeiten und häufiges Aufwachen. Auslöser sind Unruhe, Nachdenken, und „Gedankenkreisen“.

Verbesserung:

Durch Bewegung und frische Luft.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Ambra

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Schlaf über längeren Zeitraum gestört

Weitere Symptome sind starke Geräuschwahrnehmungen und grüblerisches Nachdenken. Auslöser sind Grübeln und Stress.

Verbesserung:

Durch Bauchlage.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Carcinosinum

Potenz: C30

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Leichter Schlaf, mangelnde Tiefschlafphasen

Die Einschlafprobleme werden ausgelöst durch Grübeleien.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Avena sativa

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Schlafstörungen können nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die Gesundheit erheblich beeinträchtigen und gefährden. Sollten die Schlafprobleme sich trotz homöopathischer Selbstbehandlung über einen längeren Zeitraum hinweg nicht verbessern und ist kein plausibler Auslöser bekannt, so sollte zur Abklärung möglicher Ursachen ein Arzt hinzugezogen werden.Auch psychische Probleme, wie z. B. Depressionen, oder andere Krankheiten, wie Schilddrüsenunterfunktionen, Fehlfunktionen der Nebennierenrinde sowie Herz-Kreislauf-Störungen, können als mögliche Auslöser infrage kommen und eine medizinische Behandlung notwendig machen.[10]