Globuli von P bis Q

Prunus spinosa Globuli

© panthermedia.net / Andreas Zieher

Die Pflanze Prunus spinosa ist die Grundsubstanz zur Herstellung der gleichnamigen homöopathischen Arznei. Sie gehört botanisch zu den Rosengewächsen (Rosaceae) und bildet einen ca. 1-3 Meter hohen Busch. Die Farbe der Schlehenrinde ist schwarz-braun, die länglich-elliptisch geformten Blätter sind ca. 4 cm lang. Die weißen Schlehenblüten stehen so dicht, dass die sehr dornenreichen Zweige normalerweise nicht sichtbar sind. Bei der Schlehenfrucht handelt es sich um eine kugelige-ellipsoidische Steinfrucht mit dunkelblauer Farbe. Die Frucht wächst aufrecht und ist ca. zehn Millimeter dick. Schlehen sind fast überall in Europa zu finden. Bevorzugt wachsen sie auf kalkhaltigem Boden in Hecken, an Waldrändern und auf Hügeln. Sie blüht von April bis Mai und trägt reife Früchte im September und Oktober/Anfang November. Schlehe ist nicht nur in Prunus spinosa Globuli zu finden, sondern auch in anderen Arzneimitteln. Der aus Blüten hergestellte Schlehentee stärkt den Magen, dient der Blutreinigung, beugt Nierensteine vor, wirkt leicht abführend, lindert die Symptome der Prostatahypertrophie, ist ein schleimlösendes Hustenmittel und hilft auch bei Hautproblemen.

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Prunus spinosa ist für Patienten geeignet, die an einem blitzschnell einschießenden Kopfschmerz leiden. Auch Nervenschmerzen im Bereich der Augen (Ziliarneuralgie) sind eine weitere Heilanzeige. Kurzatmigkeit, Beklemmung und Herzrasen sowie Beschwerden der Harnwege während und nach dem Urinieren werden von den Patienten geschildert. Die Haut neigt zu Herpes Zoster Infektionen. [1][2]

Wo wirkt es?: Prunus spinosa wirkt auf die Harnorgane, die weiblichen Geschlechtsorgane, auf Herpes Infektionen der Haut, auf starke Kopf- und Augenschmerzen und auf die Atmungsorgane (Herz, Lunge). [1][2]

In welchem Alter?: Prunus Spinosa kann generell in jedem Lebensalter eingenommen werden. Die Schlehe ist in Prunus Spinosa Globuli verarbeitet, kann aber auch als Schlehentee, Schlehensaft, Schlehenmus und Schlehenmarmelade konsumiert werden. [5]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Prunus spinosa wirkt auf unruhige Personen mit vielfältiger Symptomatik:

  • Der Patient klagt über starke Augenschmerzen, v. a. im rechten Augapfel.
  • Plötzlicher einschießender Schmerz in die rechte Schläfe, der bis in den Hinterkopf schießt.
  • Der Kopf scheint dabei zu platzen.
  • Starke Kopfschmerzen werden außerdem von heftigen Zahnschmerzen begleitet.
  • Den Patienten plagen vielerlei Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen, Verstopfung oder Durchfall, Hämorrhoiden).
  • Auch Herzrasen oder Krampfanfälle (Angina pectoris) mit Wassereinlagerungen werden von Patienten beschrieben.
  • Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden. Die Menstruation setzt meist schon in der Mitte des Zyklus ein und dauert über mehrere Wochen an.
  • Der Patient leidet unter starken, brennenden Schmerzen beim Harn ablassen mit dem Gefühl eines Rückstaus in die Harnröhre. [1][2]

Verbesserung: Durch Entspannungsübungen, autogenes Training, Ruhe, Zusammenkrümmen, Zusammenbeißen der Zähne.

Verschlechterung: Durch Bewegung, Erschütterung, Wärme, Berührung, in der Nacht.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Prunus Spinosa-Patienten sind mürrisch und unruhig. Sie haben einen stetigen Drang umherzugehen. [1] [2]

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Prunus spinosa-Patienten schildern plötzlich einschießende, rechtsseitige Kopfschmerzen, die bis in den Hinterkopf dringen und der Kopf scheint dabei zu zerbersten. Die Schmerzen verlaufen von innen nach außen. Begleitend beschreiben sie starke Zahnschmerzen, als ob die Zähne gezogen werden. [1][2]

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Prunus spinosa-Patienten spüren plötzliche, einschießende starke Schmerzen im rechten Augapfel. Sie haben das Gefühl, das Auge würde jeden Moment auseinander springen und der Schmerz kann bis zur Nase ziehen (Ziliarneuralgie). Diese Schmerzen werden durch eine Entzündung oder Reizung der Ziliarnerven, die das Auge mit Imulsen versorgen, ausgelöst. [1][2]

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Betroffenen klagen über pfeifenden Atem, Kurzatmigkeit und Atemnot bei geringster körperlicher Betätigung. Außerdem spüren sie ein beklemmendes Gefühl auf der Brust und leiden unter Herzklopfen bei der geringsten Bewegung. [1][2]

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Der Stuhl ist in der Regel eher hart und knotig, geht in kleinen Stücken ab. Dabei empfindet der Patient einen stechenden Schmerz im Rektum. Auch schleimig- durchfall artige Stühle kommen vor. [17] Ein sehr schnelles Sättigungsgefühl nach der geringsten Menge Speise stellt sich ein. Bauchwassersucht (Aszites) mit Abneigung gegen Essen, der Stuhl ist hart und knotig, dabei schwer abzusetzen. Eingeklemmte, schmerzhafte Blähungen nötigen den Patienten, sich zu krümmen und gebückt zu laufen. [17]

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Das Harnen ist krampfartig schmerzhaft: Die Blase und die Harnröhre brennen so stark, dass der Patient sich krümmen muss und unfähig sein kann, Wasser zu lassen. Bei Männern tritt das Gefühl des Harn- Rückfluss auf, ohne sich zu entleeren: Der Urin scheint unter krampfartigen Schmerzen bis in die Eichel zu fließen und dann wieder zurück. Erleichterung stellt sich erst beim Harnen ein. [1][2][17]

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Weibliche Genitalien: Die Menstruation setzt meist in zu kurzen Abständen ein und dauert zu lange. Das Blut ist dünn und wässrig in der Konsistenz. Der normale Ausfluss ist gelb und wundmachend. [1][2][17]

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kleine eitrige Bläschen (Herpes Zoster), die sehr schmerzhaft sind, können auftreten.[1][2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Crataegus

Der deutsche Begriff für Crataegus ist Weißdorn oder Mehlbeere. Aus den reifen Früchten dieser Pflanze werden Crataegus Globuli hergestellt. Crataegus-Patienten sind nervös, leicht reizbar, niedergedrückter Stimmung und bei sind der geringsten Anstrengung erschöpft. Crataegus wirkt wie Prunus spinosa auf das Herz, den Magen und den Verdauungstrakt. Crataegus wird zur unterstützenden Behandlung diverser Herzerkrankungen wie z.B. einer Herzmuskelschwäche mit schnellem Puls, plötzlich auftretendem Vernichtungsschmerz am Herz (Angina pectoris), mit nachfolgenden Wasseransammlungen in den Füßen und Verengungen der Arterien am Herzen empfohlen. Crataegus wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus, sowohl bei Magenproblemen, Verstopfung und Durchfall, v. a. wenn die Verdauungsbeschwerden durch das Herzleiden verursacht werden. [8]

Phytolacca

Phytolacca Globuli werden aus der Essenz der frischen Wurzel der Kermesbeere hergestellt. Phytolacca wird wie Prunus spinosa zur Behandlung von rheumatischem Leiden, Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane, ansteckenden Erkrankungen, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden und Beschwerden des Herzes eingesetzt.

Personen, die an chronischen, rheumatischen Beschwerden leiden und nervöse, ziehende, drückende, stechende Schmerzen nachts verspüren, könnten von Phytolacca profitieren.Frauen, die an krampfartigen und langandauernden Schmerzen während der Menstruation mit übermäßiger Blutung (Dysmenorrhöe) klagen oder bei denen die Menstruation verlängert ist (Menorrhagie), sprechen vielleicht gut auf Phytolacca an. Phytolacca-Patientinnen leiden oft an entzündeten Brustdrüsen, die verhärtet sind. Auch bei eiternden, entzündeten Brüsten und wunden Brustwarzen mit eingeschränkter Milchbildung ist Phytolacca oft hilfreich.Im Verdauungstrakt hilft Phytolacca bei Magenproblemen und dadurch verursachtes Erbrechen, chronischer Verstopfung, Afterfisteln und Hämorriden.Ein weiterer Indikator für Phytolacca sind Herzbeschwerden, die durch Fetteinlagerungen in den Herzgefäßen (Arteriosklerose) verursacht werden. [9]

Scilla

Scilla Globuli werden aus der frischen roten Meerzwiebel hergestellt. Scilla wirkt genau wie Prunus Spinosa auf die Nieren, das Herz, den Magen und hilft auch bei rheumatischen Beschwerden, Erkältungen, Hauterkrankungen und Fieber. Eine zusätzliche Wirkung hat Scilla auf die Schleimhäute der Atmungsorgane. Scilla Patienten verspüren dumpfe Schmerzen im ganzen Körper, welche rheumatischen Schmerzen ähneln.Für Verdauungs- und Stoffwechselbeschwerden wie morgendliche Durchfälle und Übelkeit, aber auch Appetitlosigkeit und starkem Durst wird ebenfalls eine Therapie mit Scilla empfohlen. Scilla wirkt harntreibend, deshalb ist es bei starkem Harndrang, stetigem Druck auf der Blase und unwillkürlichem Harnverlust manchmal hilfreich. Scilla-Patienten leiden oft auch unter einer Herzschwäche, hohem Blutdruck, niedrigem Puls, was zu kalten Händen und Füßen führt. Eine bestehende Herzinsuffizienz kann zu Wasseransammlungen führen. Verschlimmerung: durch das Trinken von kaltem Wasser, in der Nacht und am Abend und bei Bewegung. [10]

Nux vomica

Die deutsche Übersetzung für Nux vomica ist „Brechnuss. Nux vomica wirkt, wie Prunus Spinosa, auf den Magen-Darm-Trakt, den Bewegungsapparat, Schlafstörungen, auf Schnupfen sowie Kopf- und Augenschmerzen.Nux vomica-Patienten leiden häufig an Übelkeit und Erbrechen. Manchmal besteht auch nur ein Würgereiz ohne Erbrechen. Verschlimmerung durch kalorienreiches Essen, Alkohol- und Tabakkonsum. Oft wird von Magenbeschwerden mit saurem-bitterem Aufstoßen berichtet. Nux vomica-Patienten leiden außerdem unter Verstopfung mit Blähungen. Nach dem Stuhlgang haben sie das Gefühl, dass der Stuhlgang nicht erfolgreich war und Kot im Darm verbleibt. Auslöser: verdorbene Lebensmittel, sitzende Arbeit, starker Kaffee-, Alkohol-, Tabak- und/oder Nikotingenuss, wenig Bewegung, viel Beanspruchung, geschäftliche Sorgen und Hetze. Nux vomica-Patienten klagen häufig über Schwindel mit Würgereiz. Der Schwindel ist begleitet von Kopfschmerzen über den Augen oder im Hinterkopf. [13][14]

Hintergrundinformationen

Gegen Verstopfung hilft nicht nur der Schlehentee, sondern auch zu Mus verarbeitete Früchte. Die abgekochte Schlehenrinde kann zum Fieber senken eingesetzt werden. Schlehensaft ist sehr Vitamin C reich. Vitamin C ist die zweitwichtigste Antioxidans (die wichtigste ist Glutathion). Antioxidantien wirken entzündungshemmend und schützen den Körper vor reaktiven Verbindungen, die der Erbinformation, den Proteinen und den Fetten schaden können. Deshalb wird Gurgeln mit Schlehensaft bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum empfohlen. Schlehenmarmelade wirkt Appetit fördernd. Das Schlehenblütenöl kann als wärmender Badezusatz verwendet werden oder zum Massieren der Haut. [5]