Globuli von G bis I

Ignatia Globuli

© PantherMedia / Heiko Eschrich

Ignatia amara (Strychnos ignatii) gewonnen aus der Ignatiusbohne, von der der getrocknete Samen verwendet wird, ist pflanzlichen Ursprungs und wirkt auf das Nervensystem, die Gesamtheit aller Sinne aber auch auf die Atemwege des Menschen. Angewendet wird Ignatia beispielsweise bei Depressionen, Asthma, Analprolaps („Vorfall“ der Analschleimhaut vor den Schließmuskel) und Epilepsie, Essstörungen, Kopfschmerzen sowie Hysterie, psychosomatischen Beschwerden und Tics. Ignatia kann schon beim Säugling und auch bis ins hohe Alter verwendet werden. Ignatia eignet sich für die Selbstbehandlung bei akuten Problemen, wohingegen bei chronischen Konstellationen eher eine professionelle Behandlung erfolgen sollte.[1][2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Ignatia eignet sich bei Personen, bei denen folgende Erkrankungen vorliegen: Analprolaps (Vorfall der Analschleimhaut), Asthma, Depression, Epilepsie, Essstörungen, Hysterie, Kopfschmerzen, Psychosomatische Beschwerden, Tics.

Wo wirkt es?: Ignatia wirkt an folgenden Organsystemen: Atemwege, Gesamtheit der Sinne, Nervensystem.


I
n welchem Alter?: Die Anwendung von Ignatia ist in jedem Lebensalter geeignet.[1][2]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Leitsymptome von Ignatia sind Beschwerden, die durch stillen Kummer, enttäuschte Liebe oder verletzte Gefühle verursacht werden, ebenso Hysterie und wechselhafte Stimmung aber auch wechselhafte und widersprüchliche Symptome. Auch unwillkürliches Seufzen oder Schluchzen, Fremdkörpergefühl (Globusgefühl) im Hals und Schluckstörungen sowie krampfartige Beschwerden gehören zu den Leitsymptomen von Ignatia. Dies gilt ebenso für eine bestehende Abneigung gegen Obst und Schweiß im Gesicht beim Essen.


Verbesserung: Wenn die Beschwerden durch Weinen, Alleinsein, körperliche Anstrengung, tief Atmen und Reisen, Wärme, Druck, Lagewechsel, Rückenlage, während des Essens oder durch saure Speisen verbessert werden, ist Ignatia angezeigt.


Verschlechterung: Dies ist auch der Fall, wenn die Symptome durch Trost,Kummer, Schock, Sorgen, Enttäuschung oder Kälte, Gerüche, Berührung, körperliche Anstrengung sowie Lärm, Kaffee, Tabakgeruch und Süßigkeiten verschlechtern werden oder eine Abneigung gegen Trost besteht.

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ignatia hat hohe Ideale und Erwartungen, ist pflichtbewusst, genau in Kleinigkeiten und kritisch, verträgt keinen Widerspruch und erwartet Perfektion. Es besteht ein Widerspruch zwischen Wunsch und Realität, Ignatia leidet an der Unvollkommenheit der Welt. Romantische Liebe, alle Emotionen werden auf einen Partner gesetzt und auch heimliche Liebesbeziehungen gehören zu den wahlanzeigenden Symptomen. Auch bei Beschwerden durch Kummer, Liebeskummer und Zurückweisung sowie Enttäuschung, Eifersucht, Heimweh, aber auch bei Unfall oder Tod eines nahen Menschen sowie Kummer durch lange zurückliegende Beleidigungen ist Ignatia angezeigt. Essstörungen, wie z.B. Fettsucht, Bulimie oder Anorexie durch Kummer oder Ärger, stiller Kummer, über Probleme wird nicht gesprochen, es wird nicht geklagt, es kann nicht geweint werden, auch wenn eine Traurigkeit besteht, über Problemen wird gebrütet, Tränen werden „tapfer“ zurückgehalten, anschließend verzweifelt geweint und geschluchzt – dies sind ebenfalls Ignatia anzeigende Symptome. Dies gilt ebenso für Ablehnung von Trost, der Wunsch, alleine zu sein, wenn Tränen kommen, Überempfindlichkeit, Person bricht schnell zusammen, Empfindlichkeit selbst gegen freundliche Ermahnungen ebenso gegen Streit. Ignatia fühlt sich schnell angegriffen und beleidigt, ist oft nachtragend und immer noch beleidigt wegen lang zurückliegender Beleidigungen. Ignatia wird hysterisch nach vergeblichen Versuchen, die Gefühle zu kontrollieren, ist dann hemmungslos erregt und macht eine Szene. Und auch bei labiler und widersprüchlicher Stimmung, unwillkürlichem, krampfhaftem, lautem oder hysterischem Lachen ist Ignatia angezeigt (indiziert). Ignatia braucht und gibt Zuwendung und Aufmerksamkeit, ist kontaktfreudig, spontan und redselig, aber Trost verschlimmert die Symptome. Furcht besteht vor Vögeln, vor Spinnen, in engen Räumen, vor Räubern beim Erwachen um Mitternacht oder vor dem Näherkommen, vor Berührung, Untersuchung oder Ärzten. Gemütssymptome wechseln auch häufig mit körperlichen Symptomen ab.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Kopfschmerzen und Epilepsie.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ignatia schluckt ständig, beißt sich in die Wange und hat Zuckungen um den Mund.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Asthma.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es besteht ein Verlangen nach Unverdaulichem wie Erde, Kalk, Stifte, aber auch nach kräftigem Käse, Obst, Rohkost, Tomaten, Brot, Butter, oft aber auch ein unbestimmtes Verlangen, bei dem nicht angeben werden kann, wonach verlangt wird und alles Angebotene zurückgewiesen wird. Dem entgegen gesetzt besteht eine Abneigung gegen Obst, Milch, warme Speisen und Fleisch.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Ignatia ist kälteempfindlich, am warmen Ofen bessern sich die Symptome.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Es besteht Gliederzucken beim Einschlafen, Ignatia liegt auf dem Rücken, die Hände unter dem Kopf, schläft unruhig und ruhelos. Während des Schlafs fallen Schluck- und Kaubewegungen, Schluckauf und Zähneknirschen auf, Stampfen mit den Füßen oder sogar Schlafwandeln. Ignatia erwacht mit durchdringendem Schrei und zittert am ganzen Leib, hat sich wiederholende Albträume.

[1][2]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Natrium muriaticum

Natrium muriaticum ist frühreif und verantwortungsvoll, zurückgezogen und introvertiert, defensiv, kann z. B. nicht in der Nähe anderer urinieren. Natrium muriaticum ist auch verletzlich und nachtragend, trägt einen stillen Kummer, der sich auch durch Trost verschlechtert. Natrium muriaticum wird auch hysterisch, lacht bei ernsten Dingen.Herpes oder Aphten, rissige Lippen, das Verlangen nach Salz und klare Absonderungen, die wie Eiweiß wirken sowie Niednägel gehören zu den Leitsymptomen von Natrium muriaticum. Modalitäten sind Verschlechterung durch Sonne und Hitze (anders als bei Ignatia) und morgens um 10.00.

Sepia

Sepia officinalis ist unkommunikativ, mag keinen Trost und auch keine Zärtlichkeiten, ist schnell überfordert, gereizt und sarkastisch und gleichgültig gegenüber geliebten Personen. Sepia officinalis hat das Gefühl eines Abwärtsdrängens der Organe, eine Hyperpigmentierung um die Nase, das Verlangen nach Saurem und Essig. Zudem fallen milchige Absonderungen auf. Modalitäten sind Verschlechterung der Symptome durch hormonelle Umstellungen und Menstruation sowie Verbesserung abends und durch körperliche Anstrengung und Beschäftigung.

Arsenicum album

Arsenicum album hat verweifelte Angst und eine starke Abhängigkeit von anderen sowie eine große Unruhe, ist erschöpft durch kleinste Anstrengungen, weist zwanghaftes Verhalten und Perfektionismus auf. Arsenicum album hat bösartige oder schwere Erkrankungen und einen großen Durst auf kleine Mengen warmer Getränke. Zu den Leitsymptomen gehören zudem brennende Schmerzen, die durch warme Anwendungen verbessert werden und dünnflüssige Absonderungen, die scharf und übel riechen. Modalitäten sind Verschlechterung durch Kälte (sind sehr verfroren) und nachts zwischen 01.00 und 03.00.

Aurum metallicum

Aurum metallicium hat eine depressive und melancholische Stimmung, ein ausgeprägtes Pflichtgefühl (Workaholic) und ist sehr verschlossen. Aurum metallicium wird zornig durch Widerspruch und bekommt dann heftige Wutausbrüche. Knochenschmerzen, Knochenerkrankungen, Kongestion (Zunahme der Blutmenge in einem bestimmten Gebiet des Körpers) verschiedener Organe und Herz-Kreislaufprobleme wie z.B. Herzfehler, Bluthochdruck (Hypertonus) und ungewöhnliche Herzaktionen (Palpitationen) gehören ebenso zu den Leitsymptomen. Bei Aurum metallicium besteht eine Verschlechterung der Symptome nachts.

Acidum phosphoricum

Acidum phosphoricum ist apathisch, schwach, mager, ist zu rasch gewachsen und hat Beschwerden durch Kummer. Verlangen nach Obst und erfrischenden, saftigen Dingen, reichlich Absonderungen (Urin, Schweiß, Durchfall), Wachstumsschmerzen sowie Schulkopfschmerzen gehören auch zu den Leitsymptomen.

Pulsatilla

Pulsatilla ist weinerlich, hat aber im Gegensatz zu Ignatia die Verbesserung durch Trost. Pulsatilla hat ein starkes Verlassenheitsgefühl, ist gefühlsbetont und nachgiebig, hat viele Ängste, u.a. alleine, im Dunkeln, in engen Räumen und hat wechselhafte Stimmungen und Beschwerden. Pulsatilla veträgt jedoch keine Hitze, ist durstlos und hegt eine Abneigung gegen Fett und fette Speisen. Dicke, milde, gelbgrüne Absonderungen sowie die Besserung durch sanfte Bewegung und im Freien und Verschlechterung abends und in der Dämmerung gehören ebenso zu den Leitsymptomen.[2][1]

Hintergrundinformationen

Botanische Bezeichnung, Gattung & Familie

Die Ignatiusbohne, auch Ignatius-Brechnuss oder Ignatius-Bohnenbaum (Strychnos ignatii) gehört der Gattung der Brechnüsse (Strychnos) aus der Familie der Brechnussgewächse (Loganiaceae) an.

Herkunft der Pflanze und Wachstumsbedingungen

Natürlicherweise wächst die Ignatiusbohne in tropischen Gebieten wie bspw. in Thailand, einigen Provinzen Chinas, Indonesien, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Zu den Wachstumsbedingungen des Ignatius-Bohnenbaumes zählen sandige Böden und Kalksteinböden. Er bevorzugt Wälder, ist manchmal aber auch an Flussufern zu finden und kommt bis in Höhen von 1500 Metern vor.

Blüte- und Erntezeit

Blütezeit der Ignatiusbohne ist von April bis Juni. In dieser Zeit sind die Blüten in Form von zehn- bis zwanzigblütigen Traubendolden zu sehen. Die gelben, hartschaligen Beeren enthalten bis zu 40 Ignatiusbohnen im Fruchtfleisch, die mit hellen Haaren bedeckt sind.

Verwendeter Teil der Pflanze

Die kieselstein-ähnlichen, schweren und kantigen Samen werden getrocknet verwendet.

Wirkung der Pflanzenstoffe auf den Menschen

Je nach exakter Herkunft können die pflanzlichen Inhaltsstoffe leicht variieren, wesentliche Inhaltsstoffe, die in allen Pflanzenteilen enthalten sind, sind Strychin und Brucin, beides giftige Indolalkaloide.[1][4][5]