Globuli von G bis I

Hydrastis Globuli

© PantherMedia / Tristan Berlund

Hydrastis canadensis, das aus der Kanadischen Gelbwurz gewonnen wird und zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) gehört, wirkt durch die pflanzlichen Wirkstoffe Berberin und Canadin, zwei Alkaloide, auf die Schleimhäute. Diese wirken gefäßerweiternd (vasodilatatorisch) und entzündungshemmend (antiinflammatorisch). Somit wird es bei diversen Entzündungen angewandt, beispielsweise bei Entzündungen der Nasenschleimhaut, der Nasennebenhöhlen, des Außen- und Mittelohrs, der Magenschleimhaut, der Leber und der Gallenblase. Auch Hämorrhoiden und Zwischenblutungen können mit Hydrastis canadensis behandelt werden.[1] Bei Hydrastis handelt sich um ein homöopathisches Mittel, welches bei akuten Beschwerden eingesetzt wird. Die Einnahme sollte daher nicht länger als zwei Wochen am Stück betragen.[2]

Anwendungsmöglichkeiten

Zusammenfassung

Bei wem?: Da Hydrastis auf die Schleimhäute des Körpers wirkt, wird es vor allem bei Entzündungen dieser angewendet. Eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) sowie eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) mit reichlich zäher Sekretion stellen genauso wie die sogenannte Stinknase (Rhinitis atrophicans oder Ozaena), eine Erkrankung der Nasenschleimhaut mit zunehmendem Gewebeschwund der Nasenschleimhaut, eine Heilanzeige dar. Bei vorliegender Außen- und Mittelohrentzündung, die sich durch beständige Sekretion, Ohrgeräusche, Bindehautentzündung und Entzündung der Augenlider sowie geschwollene und verklebte Augen bemerkbar macht, kann Hydrastis heilend wirken. Auch eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) und ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) stellen eine Heilanzeige dar genauso wie das Absinken des Magens (Gastroptose) mit anschließendem Tiefstand. Schmerzen im Zuge einer Gallenkolik können mit Hydrastis behandelt werden. Außerdem ist Hydrastis wirksam bei einer Gallenblasenentzündung (Cholezystitis), bei einer Entzündung der Leber (Hepatitis) und des Dünndarms (Enteritis) sowie bei einem Reizdarmsyndrom (Colitis mucosa). Des Weiteren können Verstopfungen (Obstipation), Hämorrhoiden und schmerzhafte Einrisse der Schleimhaut des Afters (Analfissuren) mit Schmerzen beim Stuhlgang durch die Einnahme von Hydrastis behandelt werden. Frauen können von der Einnahme von Hydrastis bei Blutungen eines gutartigen Tumors in der Gebärmutter (Myom) und bei Zwischenblutungen (Menometrorrhagie) profitieren. [ 1]

Wo wirkt es?: Hydrastis canadensis wirkt histiotrop auf die Schleimhäute, das heißt, dass es einen Einfluss auf die Zellen der Schleimhaut und nicht auf das Blut hat. Vor allem das enthaltene Alkaloid Hydrastin hat eine gefäßverengende (konstriktorische) Wirkung, wodurch Entzündungen geheilt werden können. [1][2]

In welchem Alter?: Es gibt keine Altersgruppe, die nicht von der Einnahme von Hydrastis canadensis profitieren kann. Kinder mit Fließschnupfen und Neigung zu chronischem Schnupfen können mit dem Arzneimittel behandelt werden. [3] Ebenso hilft es Schwangeren bei Verstopfungen und älteren Menschen bei diversen bereits beschriebenen Beschwerden sowie bei körperlicher Schwäche und Abmagerung. [2]

Wahlanzeigende Beschwerden

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie kann die hier beschriebene Arznei bei all jenen Betroffenen hilfreich sein, die mindestens zwei der folgenden körperlichen Beschwerden aufweisen. Diese müssen in Verbindung mit mindestens einem der genannten Umstände stehen, unter welchen sich die Beschwerden verschlechtern. Je mehr der aufgeführten Punkte auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der beschriebenen Arznei.

Hauptbeschwerden Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Für eine erfolgreiche homöopathische Behandlung ist es sehr wichtig, den Patienten genauestens zu beobachten und die Symptome richtig einzuordnen. Folgende Leitsymptome stellen eine Heilanzeige für die Therapie mit Hydrastis canadensis dar [4]:

  • Der Patient klagt über ein flaues Gefühl mit anschließenden dumpfen Schmerzen im Magen.
  • Der Patient hat das Gefühl, dass sich sein Magen absenkt und hat zusätzlich heftiges Herzklopfen.Der Patient leidet an saurem Aufstoßen.
  • Der Patient fühlt sich wie betrunken und hat dumpfe Kopfschmerzen über dem Auge.
  • Der Patient hat in den Schläfen und über dem Auge schneidende Kopfschmerzen, eine Besserung wird durch Druck erzielt. Der Patient leidet unter Verdauungsstörungen, Verstopfungen oder Hämorrhoiden.
  • Die Patientin hat bekannte Erkrankungen des Uterus.Der Patient hat nässende Ekzeme am Haaransatz, die sich durch Waschen verschlimmern.
  • Der Patient klagt über ein Schweregefühl der oberen Augenlider.Der Patient hat einen gesteigerten Tränenfluss mit weißlicher Sekretabsonderung.
  • Der Patient ist taub.Der Patient leidet unter dickem, weißem, gelbem Schnupfen, der wund macht.
  • Der Patient hat ein gelbliches, müdes Gesicht.Der Patient berichtet von einer geschwollenen, gelb belegten Zunge und einem bitteren Geschmack im Mund.
  • Der Patient hat in der letzten Zeit viel Gewicht verloren. Er hat keinen Appetit und will kein Brot und Gemüse essen.
  • Der Patient beklagt Verstopfungen, oft während der Schwangerschaft.Der Patient leidet unter Hämorrhoiden und Verstopfungen.
  • Die Patientin leidet unter Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr. Außerdem beobachtet sie wässrige Absonderungen aus der Gebärmutter und einen unregelmäßigen Zyklus.

Verbesserung: Es liegen keine charakteristischen Möglichkeiten der Verbesserung der Symptome vor.

Verschlechterung: Eine Verschlechterung der Symptome wird durch Kälte, Wind und in einem warmen Raum erzielt. Auch Bettwärme verschlimmert die Symptome des Patienten. [1]

Geist / Gemüt Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten, die mit Hydrastis behandelt werden, sind niedergeschlagen und reizbar. Oft sind sie vergesslich und haben das sichere Gefühl, sterben zu müssen.

Kopf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten leiden unter starken Kopfschmerzen sowie Ekzemen an der Kopfhaut. Die Augen tränen schnell, brennen und es werden verklebte Lider beobachtet. Aus der Nase kommt ein dickes, zähes Sekret, was wund macht. Die Absonderungen kommen vor allem aus den Nebenhöhlen und sind dickflüssig und fadenziehend.Der Hals ist rot, brennt und verursacht ein wundes Gefühl. Er ist entzündet und der Patient räuspert einen gelben, zähen Schleim heraus.

Gesicht Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Hydrastis-Patienten fallen durch einen erschöpften Gesichtsausdruck auf. Sie haben eine geschwollene, belegte Zunge mit Zahnabdrücken. Auf den Zähnen findet sich häufig Belag. Geschwüre und Krebs im Mund sowie vermehrter Speichelfluss und ein bitterer Geschmack sind außerdem charakteristisch.

Atmungsorgane / Brust / Herz Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Eine Bronchitis mit dickem, gelbem Auswurf stellt eine Heilanzeige für die Behandlung mit Hydrastis dar. Auch ein Schmerz in der Brust, eigezogene oder wunde Brustwarzen und Rückenschmerzen stellen eine Heilanzeige dar.

Verdauungsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Häufig bei Hydrastis-Patienten sind Geschwüre und Krebs in den Verdauungsorganen sowie Schmerzen, Entzündungen des Magens und des Dünndarms sowie ausgeprägte Verstopfungen.

Harnorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Charakteristisch ist eine Entzündung der Harnblase (Zystitis) mit dickem, fadenziehendem, schleimigem Sediment im Harn. Häufig ist das Wasserlassen erschwert und schmerzhaft.

Geschlechtsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Männliche Patienten beklagen Schmerzen in Hoden und Penis, Frauen berichten von zähem, fadenziehendem, dick gelbem Ausfluss, Blutungen außerhalb der Periode und Schmerzen. Auch finden sich Wucherungen und Tumoren in den weiblichen Geschlechtsorganen.

Bewegunsorgane Informationen anzeigen Informationen ausblenden

An den Extremitäten können Geschwüre und Hautausschläge sowie Wassereinlagerungen (Ödeme) beobachtet werden.

Haut Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten haben häufig Hautausschläge sowie Geschwüre, vor allem am Kopf und an den Extremitäten.

Fieber / Schwitzen / Kälte Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Am Morgen und am Abend frösteln die Patienten schnell. Über den Tag verteilt können auch Hitzewallungen auftreten.

Schlaf Informationen anzeigen Informationen ausblenden

Die Patienten schlafen ruhelos und träumen sehr lebhaft und quälend. Sie haben Probleme mit dem Erwachen. [5]

Dosierung und Einnahme

Homöopathische Mittel sind aufgrund ihrer guten Verträglichkeit und der ausbleibenden Nebenwirkungen für alle Altersklassen, Stillende und Schwangere geeignet. Bei der Anwendung von Potenzen ab D30 sowie LM- oder Q-Potenzen sollte ein fachkundiger Arzt, ein Homöopath oder eine Hebamme zurate gezogen werden.

Einnahme Empfehlungen und Regeln

  • Für die Selbstbehandlung empfohlen werden meist die Potenzen D6 – D12. Die Behandlung von Schwangeren und Kindern soll stets in Absprache mit Frauenarzt, Hebamme oder Kinderarzt erfolgen.
  • Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn eine Verschlechterung der Symptome über mehrere Tage anhält.
  • Im Rahmen der Selbstbehandlung sollte stets nur ein Mittel auf einmal versucht werden.
  • Es darf niemals ein schulmedizinisches Medikament eigenmächtig abgesetzt und/oder durch ein Homöopathikum ersetzt werden. Die Einnahme unterstützender Mittel sollte stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Auch die Einnahme selbst erfordert besondere Aufmerksamkeit. Unabhängig von der Art der Darreichungsform (Globuli, Tablette oder Tropfen) sind Homöopathika empfindliche Stoffe, deren Wirksamkeit durch äußere Reize möglicherweise beeinflusst werden können. Um eine Heilwirkung nicht zu gefährden, sollten zur Sicherheit folgende Regeln beachtet werden:

  • Vor der Einnahme des Mittels sollten die Mundschleimhäute 15 Minuten frei sein von Speisen und Getränken, Nikotin oder Alkohol.
  • Globuli, aufgelöste Tabletten oder Tropfen zur Vorsicht mit Plastiklöffeln einnehmen.
  • Stark riechende ätherische Öle (Latschenkiefer, Menthol, Kampfer) und Lösungsstoffe (Lacke, Farben, Benzin) sind während der Anwendung zu vermeiden.
  • Minze, Zahnpasta, Kaugummi, Kaffee und Alkohol zur Sicherheit der Wirkung möglichst vermeiden oder den Gebrauch stark einschränken.

Einnahme für Säuglinge und Kleinkinder:

Ein Säugling (bis 12 Monate) bekommt 1 Kügelchen, ein Baby ab dem zweiten bis zum dritten Jahr darf 2 Globuli einnehmen.Größere Kinder bekommen 3 Globuli. Die Globuli werden dem Säugling und Baby einfach in die Wangentasche gelegt. Tropfen (Dilution) werden immer in Wasser gelöst. Sie können auf einem Plastiklöffel gegeben werden oder mit einer Pipette -die in jeder Apotheke zu kaufen ist- in den Mund getropft werden. Praktisch ist es auch, den Schnuller in die wässrige Arzneilösung zu tunken und dem Säugling zu geben. Auch eine Verabreichung über die Trinkflasche kann gut gelingen.

Einnahme für Erwachsene

Die Globuli auf einen Plastiklöffel geben und langsam im Mund zergehen lassen. Tropfen ebenfalls mit einem Plastiklöffel einnehmen. Tabletten können in die Wangentasche gelegt werden, wo sie sich auflösen. Sie können alternativ auch in Wasser gelöst und getrunken werden.

Behandlungsdauer

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach dem Beschwerdebild. In der Regel werden homöopathische Arzneien nur solange eingenommen, bis die Beschwerden geheilt sind oder deutlich besser werden. Zu beachten ist es, dass die Einnahmehäufigkeit variieren kann. Oftmals gehen die Empfehlungen dahin, akuten Beschwerden mit häufigen Einnahmen zu begegnen und die Abstände mit Besserung der Beschwerden zu verlängern. Hohe Potenzen (ab C200) werden in der Regel nur von heilkundigen homöopathischen Ärzten oder Heilpraktikern verordnet und eignen sich nicht zur Selbstbehandlung, da ihre Wirkweise eine andere Dynamik hat, als die der tiefen D-Potenzen.

Wirkungsweise und Nebenwirkungen

Homöopathische Mittel werden als „energetische Arzneien“ bezeichnet. Ihre Wirkung basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip. Das bedeutet, dass die Mittel hier, anders als bei allopathischen Arzneien (Schulmedizin), dem Immunsystem nicht entgegengesetzt werden, sondern unterstützend zum Einsatz kommen. Es geht demnach nicht darum, dem Körper die Arbeit abzunehmen, sondern ihn in seinem natürlichen Tun zu unterstützen. Deshalb bedarf es eines der zu behandelnden Beschwerde ähnelnden Reiz, um diese Selbstheilungskräfte (Hahnemann sprach von der individuellen Lebenskraft) zu aktivieren. Es wird ausdrücklich betont, dass es bei der Anwendung homöopathischer Mittel nicht um eine bloße Beeinflussung der Erkrankung geht, sondern vielmehr um die Belebung der Vix Mediatrix Naturae (Heilkraft der Natur). Sie soll helfen die Beschwerden zu neutralisieren.

Der Gedanke hinter diesem Prinzip ist die Annahme, dass jeder Mensch auf vielfältige Art und Weise mit seinem Umfeld interagiert: die Homöopathie spricht hier vom Prinzip der harmonischen Resonanz. Dies umfasst sowohl positive als auch negative Auswirkungen und äußert sich bei jedem Individuum anders. Diese Auswirkungen werden für die homöopathische Behandlung nutzbar gemacht, indem Lebensenergie (Prana oder Qui genannt) in flüssigen oder trockenen Medien eingeschlossen wird. Bei jedem Verdünnungsschritt des Mediums wird folglich die enthaltene Energie weiter potenziert. Je höher also die Potenz, umso stärker wirkt das Mittel, auch wenn dies mit einer Verdünnung der ursprünglich enthaltenen Substanz einhergeht. Übrig bleibt die Energie, die mit dem Körper interagiert. Die Wirkung höher potenzierter Mittel geht tiefer und hält länger vor.

Aufgrund des unterstützenden Charakters kann es, besonders bei den sogenannten Hochpotenzen (ab C200, LM- und Q-Potenzen), zu einer Erstverschlimmerung der Symptomatik kommen. Sie kann ein paar Tage nach Einnahmebeginn einsetzen und wird als positives Zeichen für die adäquate Reaktion des Körpers gewertet. Ein Ausbleiben der Erstverschlimmerung ist jedoch im Umkehrschluss kein Zeichen mangelnden Erfolges, da längst nicht alle Mittel diese Erstreaktion auslösen (Sulfur ist zum Beispiel bekannt für das vermehrte Auftreten einer Erstverschlimmerung). Besonders häufig wird sie bei der Behandlung chronischer Krankheiten beobachtet.

Die Einnahme homöopathischer Mittel soll grundsätzlich mit dem Ausbleiben der behandelten Beschwerden beendet werden. Bei einer Einnahme über die erforderliche Zeit hinaus (die wohl einzige beschriebene Form der Überdosierung) können die ursprünglichen Symptome zurückkehren, was Hahnemann als „Spätverschlimmerung“ bezeichnete. Diese wird, anders als das erste Auftreten der Beschwerden, nicht behandelt. Stattdessen wird das Mittel nun abgesetzt. In der Regel ebbt die Spätreaktion nach 3 – 4 Wochen von selbst ab.

Alternative Homöopathische Mittel

Belladonna

Das homöopathische Arzneimittel Belladonna wir aus der in Europa und Asien wachsenden Tollkirsche Atropa belladonna gewonnen und wirkt auf das zentrale Nervensystem sowie das Gefäßsystem. Es wird vorwiegend bei entzündlichen fieberhaften Prozessen eingesetzt. Dabei können die fieberhaften Entzündungen in diversen Organen auftreten, beispielhaft sind hier die Hirnhäute, das Ohr, der Rachen, die Lunge und der Magen zu nennen. Die Symptome werden meist durch Erregung, Sonne oder Zugluft ausgelöst und verschlimmern sich durch Kälte, Sonnenhitze und abends. Eine Besserung ist durch Rückwärtsbeugen zu erzielen. [6]

Kalium bichromicum

Kalium bichromicum wird aus dem Metall Kaliumdichromat (K2Cr2O7) hergestellt. Es wirkt auf die Atemwege bei schwerlöslichem, hartem, zähem Husten, auf den Magen-Darm-Kanal wie Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen und Entzündungen der Magen-Darm-Schleimhaut und auf den Stütz- und Bewegungsapparat bei rheumatischen Erkrankungen mit wandernden, plötzlich beginnenden und langsam abklingenden Schmerzen. Auch Akne mit pustulösen Ausschlägen, Kopfschmerzen und Entzündungen des Außen- und Mittelohrs können mit Kalium bichromicum behandelt werden. [7]

Luffa operculata

Das aus dem Kürbisgewächs Luffa operculata gewonnene Mittel Luffa wird bei chronisch-entzündlichen Schleimhautprozessen mit Gewebsrückgang (Atrophie), bei Schmerzen, Müdigkeit und Verstopfungen angewandt. Die Symptome bei Luffa-Patienten werden durch trockene (Zimmer-)Luft verschlimmert, eine Besserung zeigt sich draußen und nach dem Morgen. [8]

Stannum metallicum

Aus metallischem Zinn kann das homöopathische Mittel Stannum metallicum gewonnen werden, welches auf das Nervensystem, die Atemwege, das weibliche Genital sowie auf den Stütz- und Bewegungsapparat wirken kann. Es wird bei Patienten mit Erschöpfungszuständen und ausgeprägter Müdigkeit und Schlappheit eingesetzt. Auch Migräne und Kopfschmerzen können mit Stannum metallicum behandelt werden. Weitere Heilanzeigen sind eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, des Rachens, der Atemwege und der Leber. Auch ein Magentiefstand, Senkungsbeschwerden der Frau und ein degenerativer Rheumatismus mit lähmungsartiger Schwäche, Gliederzittern und Knacken der Wirbelsäule können mit Stannum metallicum behandelt werden. Die Beschwerden sind tagsüber und beim Schwitzen schlimmer, Besserung zeigt sich bei Druck und Bewegung. [9]

Hintergrundinformationen

In Nordamerika ist das aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) stammende Hahnenfußgewächs Kanadische Gelbwurz heimisch. Es wächst vor allem auf Lehmböden in Waldgebieten und ist eine, einen halben Meter groß werdende, rote Beeren bildende Pflanze. Der lateinische Name der Kanadischen Gelbwurz ist Hydrastis canadensis; sie gilt als giftig, da der übermäßige Verzehr zu Muskelstarre und Herzlähmung führen kann. Als homöopathisches Mittel wird die Urtinktur mit Glycerin vermischt.[10] Für die Urtinktur wird der getrocknete Wurzelstock der Kanadischen Gelbwurz verwendet.[11]