Anwendungsgebiete - Allergie

Globuli gegen allergischen Husten

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Husten (Tussis) kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Tritt der Husten allerdings saisonal oder in Zusammenhang mit bestimmten Orten, Tieren oder Speisen auf, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen allergischen Husten handelt. Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, das auslösende Allergen zu bestimmen, welches heutzutage sehr schnell mit einem Prick-Test möglich ist.[1]

Geraten die Atemwege in Kontakt mit dem entsprechenden Inhalationsallergen, wie z.B. Pollen, Hausstaubmilben-Kot oder Tierhaaren, wird eine allergische Überreaktion des Immunsystems ausgelöst. Es werden übermäßig viele IgE-Antikörper produziert und der Körper versucht, die Irritationen loszuwerden. So entsteht der Husten als natürliche Folge. [2]

Eine homöopathische Behandlung von Allergien sollte individuell auf die Beschwerden abgestimmt werden und kann auch unterstützend zu einem anderem Antiallergikum eingesetzt werden. Um frühzeitig vorzubeugen, sollte die Behandlung in der symptomfreien Zeit begonnen werden.[3] Das Inhalieren von Wasserdampf mit heilenden Zusatzstoffen kann die Therapie zusätzlich unterstützen und die Symptome lindern.[4]

Angewendete Globuli

Auf Grund der vielseitigen Ursachen von Husten, muss dieser je nach Beschwerdebild unterschiedlich behandelt werden. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung verschiedener Globuli-Präparate, die für die unterschiedlichen Beschwerdetypen geeignet sind.

Husten lässt sich in trockenen und feuchten Husten unterteilen, auch hier gibt es viele Globuli Präparate die eine Besserung bewirken, ohne als langfristiges Präparat die Allergie zu behandeln, sondern eher die akute Symptomatik des Hustens. [5][6]

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Trockener Husten/Reizhusten, Trockener, bellender Husten (pfeifende Stimme)

Begleiterscheinungen sind Fieber über 39 °C, Kopfschmerzen, trockene/heiße Haut und ein schmerzhafter Kehlkopf. Jeder Husten verstärkt den Hustenreiz.

Verbesserung:

Durch beschleunigte, oberflächliche Atmung an der frischen Luft und durch kalte Getränke.

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Belladonna

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener Husten/Reizhusten, Trockener Kitzelhusten

Als Begleiterscheinung kann Heiserkeit auftreten.

Verbesserung:

Durch kalte Getränke.

Verschlechterung:

Im Liegen.

Angewendete(s) Mittel:

Causticum Hahnemanni

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener Husten/Reizhusten, tiefer, heftiger, anfallsartiger und trockener Husten

Eine Begleiterscheinung zeichnet sich durch kalten Schweiß aus.

Verbesserung:

Durch Druck auf Brust/Magengegend.

Verschlechterung:

Nachts, beim Liegen, durch trinken/essen/sprechen.

Angewendete(s) Mittel:

Drosera

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener Husten/Reizhusten, trockener, schmerzhafter Husten

Begleiterscheinungen sind Hitze/Brennen in der Brust, eine Atemenge, eine beschleunigte Atmung, sowie schnelle Erschöpfung. Des Weiteren friert die betroffene Person schnell und verspürt einen großen Durst auf kalte Getränke.

Verbesserung:

Durch Wärme und Rechtsseitenlage.

Verschlechterung:

Durch Liegen auf linker Seite, durch Gerüche/rauchige und kalte Luft.

Angewendete(s) Mittel:

Phosphorus

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener Husten/Reizhusten, kitzelnder Reizhusten verhindert Schlaf

Die Begleiterscheinung äußert sich durch einen festsitzenden und zähen Schleim im Kehlkopf. Der Auslöser hierfür ist vor allem kalte Luft.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Bei Wechsel der Lufttemperatur oder beim Liegen auf linker Seite.

Angewendete(s) Mittel:

Rumex

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Trockener Husten/Reizhusten, trockener, bellender, hackender Husten

Begleiterscheinungen sind Enge, Trockenheit und ein Brennen im Kehlkopf. Beim Husten nehmen das Gesicht und die Lippen der betroffenen Person eine bläuliche Farbe an und sie verspürt ein Erstickungsgefühl.

Verbesserung:

Durch Essen/Trinken, vor allem durch Warmes, durch Vorwärtsbeugen.

Verschlechterung:

Beim Einatmen.

Angewendete(s) Mittel:

Spongia

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Feuchter, lockerer Husten, starkes, lautes Schleimrasseln in den Atemwegen

Begleiterscheinungen sind Schwäche und ein dicker, gelber Schleim.

Verbesserung:

Durch Sitzen, im Warmen.

Verschlechterung:

Durch kalten Luftzug.

Angewendete(s) Mittel:

Antimonium tartaricum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Feuchter, lockerer Husten, Starkes Rasseln in der Brust, viel Schleim

Begleiterscheinungen sind Übelkeit, Würgen und Erbrechen beim Husten. Des Weiteren hat die betroffene Person Zusammenschnürungsgefühle in der Brust.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Ipecacuanha

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Feuchter, lockerer Husten mit dickem gelbgrünem Schleim

Begleiterscheinungen sind ein Tränenfluss beim Husten sowie abendliche Verschlimmerung des Hustens. Die betroffene Person verspürt außerdem keinen Durst.

Verbesserung:

An der frischen Luft, durch Bewegung, durch einen nach oben gestützten Kopf.

Verschlechterung:

Im warmen Raum.

Angewendete(s) Mittel:

Pulsatilla

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

[4]

Zu beachten:

Eine Allergie ist eine ernst zu nehmende Krankheit, da sich der Zustand der Patienten sehr schnell verschlechtern sowie ein allergischer Husten sich über allergisches Asthma bis hin zur Atemnot entwickeln kann. Globuli sind insbesondere symptomlindernd, allerdings weniger wirksam in der akuten Therapie einer allergischer Reaktion. Deshalb sollte rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden, wenn die Symptome eine große Einschränkung der Lebensqualität bedeuten oder die allergische Reaktion länger als gewöhnlich anhält. Bei einem anaphylaktischem Schock (lebensbedrohliche, allergische Reaktion) bzw. einem akuten Asthmaanfall muss sofort ein Arzt gerufen werden.[3]