Anwendungsgebiete - Blut, Gefäße & Kreislauf

Globuli zur Cholesterin-Senkung

© PantherMedia / Axel Bückert

Unter erhöhten Cholesterinwerten (Hyperlipoproteinämie, Hypercholesterinämie) wird in der Regel eine Erhöhung des sogenannten LDL-Cholesterins (LDL = low density lipoprotein) verstanden, das maßgeblich an der Entstehung einer Atherosklerose (Gefäßverkalkung) beteiligt ist. Dem gegenüber steht das HDL-Cholesterin (high density lipoprotein), das sich schützend (protektiv) auf die Gefäße auswirkt. Eine Hypercholesterinämie liegt in den meisten Fällen in Übergewicht, Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“), einem erhöhten Alkoholkonsum oder einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) begründet. In einigen Fällen kann auch eine familiäre Hypercholesterinämie vorliegen; d.h. die Erkrankung wird vererbt und ist wenig durch Ernährung oder Sport zu beeinflussen. Je nach Ursache und Höhe der Cholesterinwerte teilt sich die Therapie in eine Modifikation der Lebensweise (vor allem der Ernährung und der Bewegung) und die Einnahme cholesterinsenkender Medikamente.[1]

Homöopathische Mittel finden bei dieser Erkrankung vor allem unterstützend Anwendung.

Angewendete Globuli zur Cholesterinsenkung

Je nach individueller Situation des Betroffenen können der nachfolgenden Tabelle potenzielle Auslöser und Lokalisationen, eine Beschreibung der Beschwerdebilder, einflussnehmende Faktoren, Begleiterscheinungen, weitere Hinweise sowie die empfohlenen Heilmittel inkl. Potenz und Dosierung entnommen werden. Es sollte stets das Mittel gewählt werden, dessen Arzneimittelbild am ehesten mit den persönlichen Umständen übereinstimmt.

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Erhöhte Cholesterin- und Leberwerte

Begleiterscheinungen sind eine weißlich belegte Zunge und ein Völlegefühl. Die betroffene Person hat erhöhte Harnsäurewerte und stechende Gelenkschmerzen. Die Beschwerden können von den Nieren oder der Leber ausgelöst werden.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Adlumia fungosa

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Erhöhte Cholesterinwerte

Begleiterscheinungen sind Blähungen und Verstopfungen. Die betroffene Person verspürt ein Gefühl von Müdigkeit nach dem Essen. Die Beschwerden können von den Nieren oder der Leber ausgelöst werden.

Verbesserung:

Verschlechterung:

Angewendete(s) Mittel:

Natrium choleinicum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Inhalt

Erhöhte Cholesterinwerte

Begleiterscheinungen sind Mundgeruch und unangenehmer Körpergeruch. Die betroffene Person schwitzt nachts und neigt zu unreiner Haut. Weitere Begleiterscheinungen sind Blähungen und ein Hitzegefühl besonders an den Füßen. Außerdem können Heißhunger (gegen 11 Uhr) und ein starkes Verlangen nach Süßem und Alkohol, dem auch nachgegeben wird, auftreten. Mögliche Auslöser sind Übergewicht oder eine Stoffwechselstörung.

Verbesserung:

Durch Abkühlung.

Verschlechterung:

Morgens, am späten Vormittag und abends, bei Wärme und Hitze.

Angewendete(s) Mittel:

Sulfur

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Erhöhte Cholesterin- und Fettstoff-wechselwerte

Begleiterscheinungen sind Aufstoßen und Übelkeit sowie häufiges Brennen unterhalb des rechten Rippenbogens. Auslöser können Leber, Galle oder eine Fettstoffwechselstörung sein.

Verbesserung:

Durch Ruhe.

Verschlechterung:

Durch Erschütterung.

Angewendete(s) Mittel:

Cholesterinum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Erhöhte Cholesterinwerte

Begleiterscheinungen sind Muskelschwäche und Schmerzen schon bei geringster Anstrengung. Zudem können Blähungen, Sodbrennen und Aufstoßen von „Saurem“ auftreten. Die betroffene Person fühlt sich schlapp, wie zerschlagen und spürt Gefühle, wie Muskelkater. Möglicher Auslöser ist eine Fettstoffwechselstörung [2][3].

Verbesserung:

Durch Ruhe.

Verschlechterung:

Durch Bewegung und Berührung.

Angewendete(s) Mittel:

Acidum sarcolacticum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Die Hypercholesterinämie ist eine sogenannte „stumme“ Erkrankung. Das bedeutet, dass sie meist unbemerkt verläuft und in der Regel durch Routineuntersuchungen entdeckt wird. Mögliche Anzeichen sind Xanthome (gelbliche bis bräunliche Fetteinlagerungen in der Haut) und der Arcus lipoides cornae, ein schmaler, grauweißer Trübungsring der Hornhaut. In 50 % der Fälle treten diese Erscheinungen allerdings auch bei Personen ohne Fettstoffwechselstörungen auf, sodass sie als unspezifisch gelten. Häufiger lagern sich die Fette in den Gefäßen ab und es entsteht die Atherosklerose. Die Folge ist eine zunehmende Minderversorgung der jeweils nachgeschalteten Organe mit sauerstoffhaltigem Blut. Deshalb gilt die Hypercholesterinämie als eine der Risikofaktoren von KHK (koronare Herzkrankheit), Herzinfarkt, pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) und zerebrovaskulärer Insult (Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff).[4]Grundsätzlich nicht empfohlen werden Komplexmittel, da die homöopathische Behandlung sehr individuell ist und das jeweils passende Mittel sorgsam ausgewählt werden sollte. Es wird darüber hinaus angeraten Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ aufzusuchen, da diese, im Gegensatz zu Heilpraktikern, approbierte Ärzte sind und in Notfallsituationen entsprechend reagieren können.