Anwendungsgebiete - Blut, Gefäße & Kreislauf

Globuli bei Eisenmangel

© PantherMedia / Werner Heiber

Eisen ist unter anderem für die Bildung von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff, der hauptsächlich in den roten Blutzellen (Erythrozyten) vorkommt und dort für die Bindung des Sauerstoffes zuständig ist, notwendig. Fehlt dem Körper Eisen, so kann weniger Hämoglobin gebildet werden, weswegen auch die Anzahl der neugebildeten Erythrozyten abnimmt und gleichzeitig deren Größe und Beladung mit Hämoglobin vermindert ist. Eine Verminderung der Hämoglobinkonzentration (Hb) im Blut wird als Änamie bezeichnet. Die Ursachen einer Eisenmangelanämie sind vielfältig und reichen von Eisenverlust durch Blutungen über physiologischen Mehrbedarf bei Schwangerschaft oder in Wachstumsperioden bis hin zu ungenügender Aufnahme zum Beispiel durch eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut.[1] Auch eine ungenügende Zufuhr zum Beispiel bei strikten Vegetariern kann die Ursache für eine Eisenmangelanämie sein.[1] Die Ursache einer Anämie sollte auf jeden Fall ärztlich ergründet und falls möglich beseitigt werden. Ist Eisenmangel die Ursache der Anämie, kann diese oftmals regulativ klassisch-homöopathisch behandelt werden.[2]

Angewendete Globuli bei Eisenmangel - anämie

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Schmerzen und Blutungen bei Eisenmangelanämie

Die betroffene Person ist oft eher mager, dafür lebhaft und phantasievoll. Zudem ist sie überempfindlich gegen Schmerzen und leidet oftmals unter rheumatischen Beschwerden. Das Blut sammelt sich eher im Kopf und in den Organen und der Rest des Körpers ist anämisch und blass. Das übermäßige Blutangebot im Kopf und in den Organen kann zu Schmerzen und Blutungen führen. Mögliche Ursache für die Eisenmangelanämie ist eine mangelnde Zufuhr oder physiologischer Mehrbedarf an Eisen.

Verbesserung:

Durch Eisensubstitution und Nahrung, wie rote Bete, Hirse, Haferflocken, Sesamsamen, Soja, Linsen oder dunkles Fleisch (Rindfleisch).

Verschlechterung:

Durch Kaffee und schwarzen Tee.

Angewendete(s) Mittel:

Ferrum phosphoricum

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Zu beachten:

Eine Abklärung von Blässe und Schwäche ist in jedem Fall angeraten. Darüber hinaus kann jeder selbst entscheiden, ob die Einnahme von Globuli sinnvoll erscheint oder nicht. Bei einer stärkeren Beeinträchtigung der Atmung oder des Kreislaufes oder ausbleibender Besserung, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Ärzte mit der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ sind im Gegensatz zu Heilpraktikern approbierte Ärzte und werden in akuten Notfallsituationen erkennen, wenn zu anderen Mitteln gegriffen werden muss.