Anwendungsgebiete - Allergie

Globuli gegen allergisches Asthma

© PantherMedia / Alexey Poprotsky

Asthma ist eine Atemwegserkrankung, welche vorwiegend in den Bronchien (Asthma bronchiale) lokalisiert ist. Hierbei werden 2 verschiedene Formen des Asthmas unterschieden:

  • Intrinsisches Asthma (nicht allergisches Asthma)
  • Extrinsisches Asthma (allergisches Asthma)

Während das nicht allergische Asthma vorwiegend im höheren Lebensalter auftritt und sich durch wiederholte Infekte der Atemwege (rezidivierende, respiratorische Infekte) entwickelt, wird das allergische Asthma bereits im Kindesalter beobachtet. Jene extrinsische Form des Asthmas wird durch spezifische Umweltfaktoren (Allergene) ausgelöst, auf die der Körper, besonders die Bronchien, überempfindlich reagiert (bronchiale Hyperreagibilität). Das Resultat jener Überempfindlichkeit ist die Verengung der Bronchien (Bronchiokonstriktion), wodurch die klassischen, asthmatischen Beschwerden hervorrufen werden:

  • Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot (Dyspnoe)
  • pfeifende Geräusche bei der Ausatmung (exspiratorisches Giemen)
  • Husten
  • häufige und langanhaltende Atemwegsinfekte, die mit einer plötzlichen Verschlechterung der asthmatischen Beschwerden einhergehen können (akute Exazerbation)

Die Beschwerden treten meist anfallsartig auf und werden häufig durch Allergenkontakt, körperliche Belastung oder Atemwegsinfekte ausgelöst.[1] Asthma bronchiale ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die mit schwerwiegenden Folgen, wie akuter Luftnot, einhergehen kann. Aus diesem Grund sollte in jedem Falle auf eine Selbstmedikation verzichtet und ein Arzt aufgesucht werden. Ob die Einnahme von homöopathischen Mitteln zur Therapie des Asthma bronchiale geeignet ist, ist bis heute Gegenstand der aktuellen Forschung. Der folgende Text soll einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand zur Anwendung von Globuli gegen Asthma vermitteln.

Angewendete Globuli gegen Asthma

Grundsätzlich ist bei plötzlich auftretender Atemnot unverzüglich ein Arzt aufzusuchen bzw. ein Notarzt zu rufen!

Welche Ausprägung trifft auf Sie zu?

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben. Je mehr Punkte einer Ausprägung auf den Betroffenen zutreffen, desto sicherer wird die Wahl der darunter aufgeführten Arznei.

Schwere Atemnot, die betroffene Person sitzt, da sie im Liegen schlechter Luft bekommt, pfeifendes Atemgeräusch bei der Ausatmung

Die Begleiterscheinungen äußern sich durch Angstzustände, die Sorge um die eigene Gesundheit und Panikattacken. Die betroffene Person verspürt ein Gefühl von Schwäche, Erschöpfung und Ruhelosigkeit sowie großen Durst. Auslöser hierfür kann eine akute Atemnot nach Allergenkontakt sein.

Verbesserung:

Durch Hitze, wobei der Kopf stets kühl bleiben muss.

Verschlechterung:

Durch Kälte, Nässe, Anstrengung und nachts.

Angewendete(s) Mittel:

Arsenicum album

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Das Mittel ist auch bei fieberhaften Infekten, Verbrennungen und Angstzuständen einsetzbar.

Atemnot mit allgemeiner Schwäche und Kreislaufzusammenbruch, starkes Verlangen nach frischer Luft

Die Begleiterscheinungen äußern sich durch eine blaue Hautfarbe, kalten Schweiß sowie kalte und nasse Haut. Auslöser hierfür kann eine akute Atemnot nach Allergenkontakt sein.

Verbesserung:

Durch Liegen mit Hochlagerung der Beine, kühle, frische Luft.

Verschlechterung:

Durch feuchte Wärme, Flüssigkeitsverluste.

Angewendete(s) Mittel:

Carbo vegetabilis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Das Mittel ist auch bei chronischen Magen-Darm-Erkrankungen einsetzbar.

Starkes Engegefühl in der Brust, Husten mit dem Gefühl des Erstickens, große Luftnot durch andauernden Husten

Begleiterscheinungen sind periodisch wiederkehrende Beschwerden, ein blaues Gesicht, eine weiße Nasenfalte sowie ein Rasseln in der Brust. Die betroffene Person schnappt häufig nach Luft und verspürt ein Übelkeitsgefühl. Auslöser hierfür kann eine akute Atemnot nach Allergenkontakt sein.

Verbesserung:

Durch frische Luft und Ruhe.

Verschlechterung:

Durch extreme Temperaturen (Hitze, Kälte).

Angewendete(s) Mittel:

Ipecacuanha

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Das Mittel ist auch bei Atemwegsinfekten, Keuchhusten und Brechdurchfall einsetzbar.

Erstickungsgefühl durch extreme Enge in Hals und Brust, plötzliche (meist aus dem Schlaf heraus) auftretende Atemnot, die betroffene Person braucht dringend frische Luft

Begleiterscheinungen sind pochende Schmerzen, eine starke Berührungsempfindlichkeit, Hitzewallungen, eine bläulich und fleckig verfärbte Haut sowie Schmerzen beim Schlucken mit Ausstrahlung ins Ohr. Auslöser hierfür kann eine akute Atemnot nach Allergenkontakt sein.

Verbesserung:

Durch frische Luft, kalte Flüssigkeit.

Verschlechterung:

Durch Hitze, Sonne, körperliche Anstrengung, enge Kleidung, die besonders den Halsbereich einengt, Berührung, Genuss von Alkohol.

Angewendete(s) Mittel:

Lachesis

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Das Mittel ist auch bei Halsentzündungen sowie Biss-und Stichverletzungen einsetzbar.

Kinder, die plötzlich nachts aus dem Schlaf mit Atemnot erwachen, Husten, Erstickungsgefahr, pfeifende Atmung

Begleiterscheinungen sind starkes Schwitzen, Schläfrigkeit und behinderte Nasenatmung. Auslöser hierfür kann eine akute Atemnot nach Allergenkontakt sein.

Verbesserung:

Durch aufrechtes Sitzen.

Verschlechterung:

Durch Kopftieflage, trockene Luft.

Angewendete(s) Mittel:

Sambucus nigra

Potenz: D12

Dosierung: 5 Globuli, 3 mal täglich

Hinweis:

Das Mittel ist bei vielen Erkrankungen der Atmungsorgane einsetzbar.[6]

Zu beachten:

Asthma ist eine ernsthafte Erkrankung der Atmungsorgane, die eine frühzeitige Therapie erfordert, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Bei Auftreten asthmatischer Beschwerden muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, da es sich bei akuter Atemnot um einen Notfall handelt. Eine homöopathische Therapie bei Asthma ist prinzipiell abzuwägen und sollte nur unter professioneller Aufsicht eines Arztes erfolgen.