Weitere Informationen - Potenzen

Globuli "C200"

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Die Wahl einer Potenz stellt nicht nur Laien vor Fragen: In jedem neuen Krankheitsfall muss sowohl ein fachkundiger Therapeut als auch ein Laie die Entscheidung zwischen verschiedenen Potenzen treffen. Zur Auswahl stehen oft die D- oder C-Potenzen. Die C 200 hat sich in der klassisch homöopathischen Praxis sehr gut als Standardpotenz bewährt, und zwar sowohl zur Behandlung akuter, wie chronischer Zustände. Für die Wahl einer C 200 Potenz bei akuten Krankheiten gibt es eine Faustregel, die auch für Patienten gilt, die sich kurzfristig akut selbst helfen möchten: Eine C 200 ist nie zu hoch oder zu tief!

Wahl der Potenzen

Die Wahl der passenden Arznei ist in jedem Fall deutlich wichtiger, als die Wahl der Potenzhöhe! Dennoch kann man sich Folgendes merken: Tiefe Potenzen (bis D 20): bei akuten organischen Leiden, stark geschwächten Patienten, zur Unterstützung (Substitution), z. B. einer Knochenbruch Heilung. Hohe Potenzen (ab C 30): funktionelle chronische und akute Beschwerden ohne schwere Organschäden und akute Erkrankungen mit und ohne Entzündungsreaktionen. Die Potenz und Dosierung sollte dem Verlauf der Krankheit angepasst werden: Je akuter, je heftiger, je schmerzhafter, je dramatischer ein Fall ist, desto häufiger sollte die Arznei gegeben werden. In dramatischen Fällen „verbraucht“ sich der Reiz der Arznei schneller.

C 200 Anwendungsgebiete im akuten Fall

Eine akute Behandlung über kurze Zeit kann auch mit C 200 Potenzen von Laien ausprobiert werden, ohne dass diese ein Risiko eingehen. Eine chronische Erkrankung gehört in die Hände homöopathischer Fachleute. Im akuten Fall ist eine Einnahme in Form von Globuli so vorzunehmen: 1 – 3 Globuli  der  C 200  Arznei werden in  ca. 100 ml Leitungswasser aufgelöst. Der Beginn der Einnahme sollte nie zu der Tageszeit, in der es dem Kranken deutlich schlechter geht, erfolgen (z. B. Fieber, abends deutlich höher; Kopfschmerzen, mittags am schlimmsten). Die Häufigkeit der löffelweisen Einnahme hängt stark von der zu behandelnden Krankheit ab. Sind die Beschwerden sehr heftig, kann alle 5 Minuten, aber auch stündlich oder 3 x täglich ein Teelöffel eingenommen werden. Vor jeder Einnahme muss die Arznei im Glas mit einem Löffel kurz verrührt werden. Bei beginnender  Wirkung und Besserung der Beschwerden reduziert man die Einnahmehäufigkeit oder setzt das Mittel aus und wartet ab. Sind die Symptome bedeutend zurückgegangen, setzt man das Mittel ab und wartet, ob die Heilung jetzt von allein geschieht. Stagniert die Besserung jedoch oder tritt gar wieder eine Verschlimmerung ein, gibt man noch mal ein oder einige Teelöffel. Die wässrige Lösung hält sich abgedeckt im Kühlschrank zwei Tage lang. Zeigt sich keine Besserung, dann sollte nach zwei Tagen die Einnahme beendet und ein Arzt / Homöopath aufgesucht werden.