Einnahme & Dosierung

"Wohlfühl-Globuli"

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Schlafstörungen, Unlustgefühle, Traurigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfweh, Angst oder Hoffnungslosigkeit – viele psychische und physische Symptome deuten nicht unbedingt auf eine ernsthafte Erkrankung hin. Sie schränken aber das Wohlbefinden der Betroffenen stark ein. Gerade in der dunklen Jahreszeit, nach einer Trennung, dem Verlust des Jobs oder bei einem besonders hohen Stresspegel kann es zu depressiven Verstimmungen, Panikattacken oder körperlichen Symptomen kommen. Solche diffusen Anflüge des Unwohlseins können eventuell – ohne auf Psychopharmaka zurückgreifen zu müssen – schonend mithilfe homöopathischer Mittel behandelt werden.[1][2]

Globuli gegen Unwohlsein

Jeder Mensch drückt sein Unwohlsein auf seine ganz eigene Art aus und entwickelt je nach Charakter und Veranlagung unterschiedliche körperliche und seelische Symptome. Welche homöopathische Arznei zu den auftretenden Beschwerden passt, ist von vielen Faktoren abhängig. Die Auswahl des richtigen Mittels sollte demnach sorgfältig getroffen werden. Passt die Arznei zum Patienten, wirkt sie schon nach wenigen Gaben. Zur Selbstbehandlung werden die Potenzen D 6 bis D 30 empfohlen. Auch niedrige C-Potenzen kommen infrage. Die folgenden Einzelmittel sind als „Wohlfühl-Globuli“ bekannt [2][3]:

Acontium wird bei quälender Angst und großer Unruhe verabreicht. Die Beschwerden, zu denen dieses Mittel passt, treten plötzlich auf, sind besonders heftig und verschwinden dann wieder. Es kann die Behandlung von Panikattacken unterstützen. Auch reißende Nervenschmerzen und Herzprobleme können auftreten. Sind die Beschwerden abgeklungen, fühlt der Patient sich außerordentlich geschwächt.

Helonias passt zu erschöpfen, reizbaren und schwermütigen Personen und wird vor allem Frauen verabreicht. Rückenschmerzen und Müdigkeit können auftreten. Der Patient oder die Patientin möchte in Ruhe gelassen werden, sie oder er hat an allem etwas auszusetzen. Die Symptome bessern sich durch Ablenkung.

Ignatia passt zu sensiblen, empfindlichen und launischen Gemütern. Es ist als Mittel gegen Liebeskummer bekannt. Krämpfe und diffuse Schmerzen, die an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und dann wieder verschwinden, sind typisch für diese Arznei. Bsonders bezeichnend ist es, wenn die Patienten ständig laut seufzen, das ist ein Leitsymptpm für die Einnahme von Ignatia.

Natrium muriaticum eignet sich für Personen, die an eher langwieriger Trauer und Traurigkeit leiden. Jeder Versuch sie zu trösten, führt zur Verstärkung des Kummers. Nervöse Schwäche, irrationale Ängste und Menschenscheu gehören außerdem zu den Symptomen dieses Mittels. Starke Kopfschmerzen und Abmagerung aufgrund von Verdauungsstörungen können auftreten.

Selenium ist ein Mittel, das vor allem geschwächten Patienten verabreicht wird. Jede körperliche und geistige Anstrengung ist ihnen zu viel. Sie fühlen sich nicht in der Lage, ihre Arbeit zu verrichten, sind traurig, vergesslich und scheuen die Gesellschaft anderer Menschen. Mitunter kommt es zum Gewichtsverlust.

Zu beachten

Die hier aufgeführten Mittel sind nur ein Bruchteil aller Arzneien, die zur Behandlung solcher diffuser, häufig vorübergehender Beschwerden in Frage kommen. Wer sich nicht sicher ist, welche Arznei zu seinen Symptomen passt, kann sich durch einen Homöopathen beraten lassen. Sportliche Betätigung, gutes Essen, soziale Kontakte und das Pflegen von Interessen sind unabdingbar, um die eigene Stimmung langfristig zu heben. Treten Suizidgedanken auf oder hält das Unwohlsein über einen längeren Zeitraum hinweg an, empfiehlt es sich einen Arzt oder Therapeuten aufzusuchen.