Anwendungsgebiete - Allergie

"Antihistamin" Globuli gegen Allergie

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Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Lebensmittel – viele verschiedene Auslöser kommen für allergische Symptome in Frage. Von einer Allergie spricht man, wenn der Körper auf einen bestimmten Reiz mit einer akuten Entzündungsreaktion antwortet, die verschiedene Organe betreffen kann. Tränende Augen, Atemwegssymptome, Schwellungen, Ekzeme, Verdauungsbeschwerden, Juckreiz, Kopfschmerzen und sogar Schlafprobleme können Symptome einer Allergie sein. Üblicherweise werden die Beschwerden mithilfe von Antihistaminika therapiert. Sobald der Körper mit dem Allergen in Kontakt kommt, wird das für die allergische Reaktion verantwortliche Histamin ausgeschüttet, das durch die Gabe von Antihistaminen unschädlich gemacht werden soll. Wer allerdings auf Tabletten verzichten möchte, kann es mit der homöopathischen Alternative versuchen.[1]

Globuli aus Histamin

Similia similibus curentur – Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden! Dieses Ähnlichkeitsprinzip der homöopathischen Heillehre besagt, dass auftretende Beschwerden mit Substanzen behandelt werden sollten, die bei einem gesunden Menschen Symptome hervorrufen, die dem Krankheitsbild des Patienten ähneln. Auch bei der Behandlung von Allergien kann dieses Prinzip angewendet werden. Zur Therapie eigenen sich Globuli aus Histamin. Die korrekte Bezeichnung der homöopathischen Arznei lautet Poumon histamine. Die Arznei kann bei allen möglichen Arten von Allergien verabreicht werden: Sonnenallergien, Pollenallergien, Tierhaarallergien oder allergischen Reaktionen auf Hausstaub. Sie wirkt auf die Atemwege und die Haut und soll bei Asthma, tränenden Augen, Juckreiz und Schwellungen helfen. Das Mittel kann sowohl vorbeugend als auch bei akuten Beschwerden eingenommen werden. Zur Selbstbehandlung eigenen sich niedrige C- und D-Potenzen. Sind die Symptome besonders akut und lästig, können durchaus 5 x täglich 5 Globuli eingenommen werden. [2]

Allergien den Symptomen entsprechend behandel

Außer Poumon histamine kann zur Behandlung von Allergien auch ein zu den Symptomen und Modalitäten der Erkrankung passendes Mittel ausgewählt werden. Auch diese Vorgehensweise entspricht dem Ähnlichkeitsprinzip. So eignet sich beispielsweise Acidum fluoricum zur Behandlung einer akuten Sonnenallergie, Allicum cepa passt zu Tierhaarallergien mit tränenden Augen und Euphrasia lindert bei Heuschnupfen und allergischen Reaktionen auf Hausstaubmilben den Niesreiz, die verstopfte Nase und die juckenden Augen. Wer sich nicht sicher ist, welches Mittel für ihn das richtige ist, sollte einen Homöopathen konsultieren und sich dort beraten lassen. [1][3][4][5][6][7]

Zu beachten

Obwohl die Behandlung von Allergien durch homöopathische Arzneien häufig erfolgversprechend ist, empfiehlt es sich, bei konstanten Symptomen oder einer Verschlimmerung der Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Bei einer Pollenallergie beispielsweise kann sich aus leichten Beschwerden wie einem Niesreiz und tränenden Augen Asthma entwickeln. Eine solche Erkrankung sollte fachgerecht und frühzeitig behandelt werden. Einige Patienten reagieren so stark auf ein bestimmtes Allergen, dass bei Ihnen ein sogenannter anaphylaktischer Schock auftreten kann. Dabei kann es zu Kreislaufversagen und zum Atemstillstand kommen. Ein anaphylaktischer Schock ist lebensbedrohlich und sollte umgehend von einem Notarzt behandelt werden. Vom Versuch, die Symptome mithilfe homöopathischer Mittel zu kurieren, ist in diesem Fall unbedingt abzusehen. Zur Behandlung und Selbstbehandlung alltäglicher, unangenehmer, allergischer Beschwerden dagegen eignen sich homöopathische Mittel durchaus. Dennoch empfiehlt es sich, sofern das im Bereich des Möglichen liegt, den Kontakt mit dem Allergen zu vermeiden. [1][8]