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Allergien bei Kindern natürlich heilen 

Früher streifte Pippi Langstrumpf mit ihren Freunden Tommi und Annika durch die Wiesen und Felder, sie schliefen im Heu und ritten auf Pippis Pferd „kleiner Onkel“. Würde Astrid Lindgrens Geschichte heute spielen, würden sich die Kinder wahrscheinlich bei Tommi und Annika zu Hause verabreden, weil Annika auf Pferdehaare allergisch wäre und Tommi den Staub in Pippis Villa nicht vertrüge. Im Laufe ihres Lebens erkranken mehr als 20 Prozent der Kinder an mindestens einer allergischen Erkrankung. Lesen Sie hier, wie die Homöopathie bei Allergien bei Kinder unterstützen kann.

Allergien bei Kindern sind heutzutage immer häufiger anzutreffen.

Warum gibt es immer mehr Allergien bei Kindern

Lisa hat Asthma, Jonas leidet unter Heuschnupfen. Lotta verträgt keine Milch: Immer Kinder leiden unter Allergien.
Die Zahlen sind allarmierend:

  • 18% aller Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben Allergien
  • lt. Robert-Koch-Institut leiden rund 9% unter Heuschnupfen, 8% unter Neurodermitis und 3% unter Asthma
  • Während an Asthma und Heuschnupfen mehr Jungen erkranken, haben bei Neurodermitis die Mädchen die Nase vorn
  • Sind beide Eltern ebenfalls Allergiker, erkrankt jedes vierte Kind, in Nicht-Risiko-Familien nur jedes zehnte Kind an Allergien.

Sie fragen sich, warum das so ist? Die Antworten hierauf sind vielfältig. Ganz genau weiß jedoch niemand, warum Allergien bei Kindern so zunehmen. Die Erklärungen reichen von dem durch übertriebene Hygiene, nicht ausgelastetem Immunsystem, der heutigen Reizüberflutung, bis hin zu Folgen der immer zahlreicher werdenden Impfungen.
Was man sicher sagen kann: Da das Immunsystem der Kinder noch im Aufbau ist, sind Kinder gegenüber fremden Stoffen besonders empfindlich. Auch ihre Haut ist noch zart und daher durchlässiger. Je nach Alter kann sich eine Allergie auf unterschiedliche Weise äußern:

Allergien bei Kindern im 1. Lebensjahr

Hier kommt es besonders häufig zu einer Lebensmittelallergie (Kuhmilch, Ei, Fisch) oder einem atopischen Ekzem (Neurodermitis).

Allergien bei Kleinkindern

Im Kleinkindalter werden allergische Reaktionen zunehmend durch Belastungen im Wohnbereich ausgelöst oder verstärkt (Tierhaare, Hausstaubmilben, Rauch oder Schimmel).

Allergien bei Kindern im Grundschulalter

Im Grundschulalter „verwachsen“ sich einige Allergien bei Kindern. Ihr Kind verträgt nun das Allergen (z.B. Kuhmilch) oder reagiert weniger stark darauf (z.B. auf Hausstaubmilben). Andere Allergien (z.B. Heuschnupfen) werden oft stärker. Es kommt zu so genannten „Kreuzallergien“ (Allergien auf Stoffe mit ähnlichen Eiweißstrukturen, z.B. Äpfel oder Möhren bei Pollenallergie). Immer mehr Kinder leiden jetzt auch unter Asthma.

Ist mein Kind allergisch?

Vom Hautausschlag über Atemnot bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden – die Symptome für  Allergien können sich bei Kindern auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Allergische Reaktionen sind oft mehr als nur ein Heuschnupfen. Die allergischen Beschwerden schränken die Kinder sehr stark in ihrem Alltag ein.

Häufige Symptome und Beschwerden als Reaktionen auf Allergien bei Kinder sind:

  • Jucken und Tränen der Augen
  • Über mehrere Wochen anhaltender Schnupfen, besonders Fließschnupfen
  • Niesanfälle
  • Episodisch oder anfallsartig auftretender Husten
  • Jucken im Ohr, im Mund oder im Rachen
  • Atemnot
  • Pfeifgeräusche beim Atmen
  • Hautprobleme wie juckender, nässender oder trockener Ausschlag
  • Rote Quaddeln oder geschwollene Stellen auf der Haut
  • Bauchkrämpfe und Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
  • Häufiges Nasenbluten

Nur ein Heuschnupfen? Warum Sie Allergien immer ernst nehmen sollten

Wenn Sie bei Ihrem Kind über einen längeren Zeitraum hinweg (mehr als 1-2 Wochen) oder immer wiederkehrend allergische Symptome beobachten, sollten Sie Ihr Kind bei einem Arzt oder Heilpraktiker vorstellen. Oft ist es nicht so einfach einzuschätzen, ob es ein Schnupfen, Fließschnupfen oder ein Heuschnupfen ist, der auf eine Allergie hinweist. Doch grundsätzlich gilt: Allergische Beschwerden sollten schon frühzeitig bei den ersten Symptomen behandelt werden, um eine Ausweitung der Allergie mit einem sogenannten „Etagenwechsel“ (Entstehung eines allergischen Asthmas) zu verhindern.

Kreuzallergien

Allergiker kämpfen nicht nur mit dem klassischen Heuschnupfen. Auch Nüsse oder verschiedene Obstsorten mit ähnlichen Allergenen können allergische Reaktionen bei Kindern zur Folge haben. Wenn das Immunsystem Ihrer Kinder nicht nur auf Pflanzenpollen, sondern auch auf bestimmte Obstsorten, Gewürze oder Nüsse allergisch reagiert, spricht man von einer Kreuzallergie. Eine sichere Diagnose kann hier nur ein Allergietest bei einem Allergologen bieten.

Mit Schulmedizin und naturheilkundliche Therapien gegen Allergien

Generell gibt es zahlreiche Möglichkeiten, neben der Schulmedizin (Antiallergika), mit Homöopathie oder anderen Naturheilverfahren, wie z.B. der Gemmotherapie gegen die allergischen Beschwerden vorzugehen. Die Anwendung der natürlichen Wirkstoffe dieser alternativen Arzneimittel haben so gut wie keine Nebenwirkungen. Sie stärken auch das Immunsystem unserer Kinder und mildern die Allergien. Hier eine Übersicht.

Bewährte Naturheilmittel bei Allergien

Die Naturheilkunde bietet eine Vielzahl von Anwendungen, eine Allergie zu behandeln. Die dauerhafte Ausheilung der Allergie benötigt jedoch auch hier viel Geduld und noch mehr Zeit. Wenden Sie sich hierfür unbedingt an einen erfahrenen Homöopathen oder Heilpraktiker, damit dieser die Behandlung individuell auf die Beschwerden Ihres Kindes abstimmen kann.

Welche Naturheilmittel sind gut gegen Allergien

Die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Zur Behandlung von Allergien, insbesondere von Heuschnupfen, wurde in den letzten Jahren von der sogenannten „Gemmotherapie“ die schwarze Johannisbeere wiederentdeckt. Schon die heilige Hildegard von Bingen wusste im 12. Jahrhundert über ihre heilende Wirkung.
Die Gemmotherapie macht sich die Heilkraft winziger Pflanzenknospen von Sträuchern und Bäumen zu Nutze.
Die schwarze Johannisbeere wirkt:

  • Antiallergisch
  • Entzündungshemmend
  • Immunabwehr stärkend
  • Schmerzlindernd
  • Aufbauend und stärkend

Anwendung und Dosierung:

Die Extrakte der Gemmotherapie sind als Tropfen oder bereits fertig als Mundspray erhältlich. Für Kinder empfehle ich die Anwendung als Mundspray. Mein Tipp: Das Spray kann außerdem bei beginnender Erkältung und Halsschmerzen eingesetzt werden.

Dosierung der Gemmotherapie:

Kleinkinder ab 6 Monaten: 2-3 x tgl. 1 Sprühstoß
Kinder ab 7 Jahren: 2-3 x tgl. 1-2 Sprühstöße
Wichtig: 15 Minuten vor und nach dem Sprühen sollte Ihr Kind nichts essen oder trinken

Allergie-Kur mit Schüssler-Salzen

  • Als Vorbereitung auf bevorstehende Allergiezeit können Sie mit Ihrem Kind im Frühjahr und Herbst diese Allergie-Kur durchführen. Sie stabilisiert das Immunsystem, schützt vor Infekten und stärkt die Abwehr. Die allergischen Reaktionen sollten aufgrund des gestärkten Immunstems auf jeden Fall reduziert sein. Die Allergie-Kur dauert 6 Wochen.
    Nr. 3 Ferrum phosphoricum. D12 Morgens 2 Tabl.
  • Nr. 17 Manganum sulfuricum D6, Mittags 2 Tabl.
  • Nr. 21 Zincum chloratum. D6, Nachmittags 2 Tabl.
  • Nr. 11 Silicea C12 und
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum. D6: Vor dem Schlafen je 2 Tabl.

So hilft Homöopathie bei Allergien

Auch die Homöopathie verfügt über bewährte homöopathische Arzneimittel gegen Allergien. Wählen Sie hierzu aus der folgenden Beschreibung der Symptome das homöopathische Arzneimittel aus, das am besten zu den Beschwerden Ihres Kindes passt:

Allium cepa Globuli C12

Wässriger, wund machender Schnupfen. Milde Tränen. Große Lichtempfindlichkeit.
Schlechter: Abends, in warmen Räumen
Besser: im Freien, im kalten Zimmer
> hier gelangen Sie zum Mittel Allium cepa

Arundo mauritanica C12

„Alles juckt“: Gaumen, Augen, Ohren und Nasenlöcher jucken und brennen. Zahnfleischbluten, offene Mundwinkel. Atemnot und Husten.
> hier gelangen Sie zum Mittel Arundo mauritanica

Arsenicum album Globuli C12

Wund machender, scharfer Fließschnupfen. Die Augen brennen, tränen und sind entzündet.
Ihr Kind ist ängstlich unruhig.
Schlechter: Durch kalte Luft, nach Mitternacht
Besser: Durch Wärme, frische Luft
> hier gelangen Sie zum Mittel Arsenicum album

Euphrasia officinalis Globuli C6

Am stärksten betroffen sind die Augen: Sie sind gerötet, tränen, brennen und jucken.
Ausgeprägte Lichtempfindlichkeit. Evtl. auch milder Schnupfen.
Schlechter: Durch Reiben, Wärme, Lesen
Besser: Abends, bei Dunkelheit, durch kühle Anwendungen
> hier gelangen Sie zum Mittel Euphrasia officinalis

Galphimia glauca Globuli C6

„Alles fließt“: Die Augen sind wässrig mit roten Rändern, jucken. Wässriger Schnupfen.
Niesanfälle, Atemnot.
Schlechter: Durch Wärme, Schwitzen
> hier gelangen Sie zum Mittel Galphimia glauca

Luffa operculata Globuli C12

Die Nase ist verstopfte mit schleimiger bis eitriger Absonderung und Borkenbildung.
Trockene Schleimhäute, allgemeine Müdigkeit.
Schlechter: Durch trockene Raumluft, morgens
Besser: Im Freien
> hier gelangen Sie zum Mittel Luffa operculata

Natrium chloratum Globuli C12

Starker Fließschnupfen, beginnt mit heftigen Niesanfällen. Die Augen tränen heftig.
Schlechter: Am Morgen, durch Hitze und Kälte
Besser: Am Nachmittag und Abend, an der frischen Luft
> hier gelangen Sie zum Mittel Natrium chloratum

Nux vomica Globuli C12

Tagsüber wässriger Fließschnupfen, nachts ist die Nase verstopft und trocken. Ein Nasenloch ist abwechselnd immer zu. Die Stimmung ist reizbar und überempfindlich.
Schlechter: morgens, nach dem Essen, durch Kälte
Besser: Abends, durch Wärme
> hier gelangen Sie zum Mittel Nux vomica

Pulsatilla pratensis Globuli C12

Entzündete Augen mit brennendem, stechendem Gefühl oder mit gelbem, mildem Sekret
Fließ- oder Stockschnupfen, Geruchsverlust. Weinerliche Stimmung, Ihr Kind ist besonders anhänglich.
Schlechter: Durch Wärme, morgens, abends
Besser: Im Freien, durch Bewegung
> hier gelangen Sie zum Mittel Pulsatilla

Sabadilla officinalis Globuli C6

Nase und Augen sind gerötet, heftige Niesattacken. Dünn-wässriger Fließschnupfen.
Schlechter: Durch Kälte und kalte Getränke, bei Vollmond
Besser: Durch Wärme und warme Getränke, warm einhüllen
> hier gelangen Sie zum Mittel Sabadilla

Dosierung aller homöopathischen Mittel bei Kindern:

3 x tgl. 3 Globuli, maximal über einen Zeitraum von 2 Wochen nach Eintreten der Beschwerden. Falls nach 3-4 Tagen der homöopathischen Behandlung keine Besserung, Rückgang der Symptome eintritt, probieren Sie ein anderes Mittel oder wenden Sie sich direkt an einen Homöopathen.