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Nasennebenhöhlenentzündung und Homöopathie

Wenn ein Schnupfen nicht nur ein Schnupfen bleibt, sondern daraus eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) wird, ist dies höchst unangenehm. Vor allem beim Bücken schmerzen Kopf und Stirn, die Nase ist verstopft und sondert dickes gelb-grünes Sekret ab. Man fühlt sich schlapp und abgeschlagen, manchmal kommt auch Fieber hinzu. Eine akute Entzündung der Nasennebenhöhlen klingt normalerweise innerhalb […]

Wenn ein Schnupfen nicht nur ein Schnupfen bleibt, sondern daraus eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) wird, ist dies höchst unangenehm. Vor allem beim Bücken schmerzen Kopf und Stirn, die Nase ist verstopft und sondert dickes gelb-grünes Sekret ab. Man fühlt sich schlapp und abgeschlagen, manchmal kommt auch Fieber hinzu. Eine akute Entzündung der Nasennebenhöhlen klingt normalerweise innerhalb von zwei bis vier Wochen ab. Sie kann jedoch wiederkehrend auftreten, bei bis zu vier Entzündungen im Jahr, die zwischendurch wieder abklingen, sprechen Ärzte von einem akuten rezidivierenden Verlauf. Dauern die Beschwerden länger als zwölf Wochen an, liegt eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung vor.

Meist geht eine Erkältung voraus

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung entsteht in der Regel aus einem einfachen grippalen Infekt. Die Viren befallen zunächst die Schleimhäute des Naseninneren. Dehnt sich die Entzündung dann auch auf die Nasennebenhöhlen aus, schwellen auch hier die Schleimhäute an und bilden vermehrt ein zähes Sekret. Der entstehende Stau führt dazu, dass die Nebenhöhlen nicht mehr ausreichend belüftet werde. Ein idealer Nährboden für die Erreger! Nicht selten kommen nach ein bis zwei Wochen auch noch Bakterien hinzu, die sich auf der Schleimhaut einnisten und das Krankheitsgefühl verstärken. Der Druck auf Stirn und/oder Wangen und Kiefer nimmt zu, häufig entsteht Fieber.

Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kommen meist noch weitere Faktoren hinzu, die das Abheilen der Entzündung verhindern:

  • ein allergisch bedingter Schnupfen (Heuschnupfen),
  • Probleme im Zahn- und Kieferbereich,
  • Nasenpolypen,
  • eine verkrümmte Nasenscheidenwand
  • Tumore.

Die Nasennebenhöhlen

Als Nasennebenhöhlen werden mehrere mit Luft gefüllte Hohlräume im Schädel bezeichnet. Sie sind mit dem Inneren der Nase verbunden und werden je nach Lage in vier Bereiche aufgeteilt: Stirnhöhlen, Siebbeinhöhlen, Keilbeinhöhlen und Kieferhöhlen. Die Symptome richten sich danach, welcher Bereich betroffen ist: Während bei einer Stirnhöhlenentzündung die Schmerzen meist auf Stirn und Augen konzentriert sind, schmerzen bei einer Kieferhöhlenentzündung eher die Wangenknochen und der Oberkiefer. Die tieferliegenden Nebenhöhlen (Siebbein- und Keilbeinhöhle) machen sich meist durch Kopfschmerzen, die in den Hinterkopf ausstrahlen, bemerkbar. Häufig beschränken sich die Beschwerden auf eine Kopfseite, die betroffenen Stellen über dem Gesicht können angeschwollen sein.

Weitere typische Symptome für eine akute Nasennebenhöhlenentzündung sind:

  • Kopf- und Gesichtsschmerzen
  • Teilweise starkes Krankheitsgefühl und Anzeichen eines grippalen Infekts mit Fieber
  • Abfluss von Sekret in den Rachen
  • Eitriges Sekret
  • Verstopfte Nase
  • Gestörter Geruchssinn
  • Zahnschmerzen im Oberkiefer

Nicht selten verläuft die Krankheit in zwei Phasen: Zunächst steht die Erkältung mit Abgeschlagenheit und Fieber im Vordergrund. Die Beschwerden bessern sich dann zunächst, verschlimmern sich aber gleich darauf wieder.

Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung macht sich meist weniger stark bemerkbar. Die Betroffenen fühlen sich vielleicht etwas schlapp und weniger leistungsfähig und spüren ein dumpfes Druckgefühl über den Nebenhöhlen. Die Nase ist häufig verstopft und der Geruchssinn eingeschränkt. Zusätzlich leiden sie immer wieder unter Kopfschmerzen oder Infekten und einem ständigen Schleimfluss im Rachen.

Die Therapie der Nasennebenhöhlenentzündung

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung heilt in den meisten Fällen innerhalb von 14 Tagen von selbst aus. Sinnvolle unterstützende Maßnahmen sind:

Tipp bei Nasennebenhöhlenentzündung: Viel trinken

Damit sich die Verschleimungen besser lösen, sollte ausreichend getrunken werden (mindestens 2-3 Liter /Tag). Eine Teemischung aus Holunderblüten, Thymiankraut, Schlüsselblumenwurzel, Engelwurz und Königskerzen unterstützt die Heilung.

Meersalz-Nasenspray

Enthält keine abschwellenden Stoffe, befeuchtet und reinigt die Nase

Abschwellendes Nasenspray: Sprays wie Nasivin oder Olynth verengen die Gefäße der Schleimhaut und sie schwillt ab. Die Zugänge zu den Nebenhöhlen werden so wieder frei und das Sekret kann abfließen.

Salz-Wasser-Lösung

Auch das Inhalieren oder Spülen (per Nasendusche) der Nebenhöhlen mit einer salzhaltigen Lösung feuchtet die Schleimhäute an und verflüssigt den zähen Schleim.

Zwiebel

Eine aufgeschnittene Zwiebel auf dem Nachttisch oder ein Zwiebelsäcken (hierfür eine Zwiebel hacken und in eine Baumwollsocke füllen) lässt die Schleimhäute abschwellen.

Antibiotika

Bei einer schweren bakteriellen Sinusitis werden vom Arzt Antibiotika verordnet

Cortison-Nasensprays

Eine chronische Sinusitis wird häufig mit einem Cortison-Nasenspray behandelt.

Akupunktur

Die Sinusitis gehört zu der Liste von Beschwerden, bei denen Akupunktur anerkanntermaßen gut wirkt.

Welche Globuli bei akuter Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Camphora

Erstes Stadium, Klopfschmerz hinter den Augen, verstopfte Nase. Die Zimmerluft, durch die Nase eingeatmet, erscheint kühler.

Verbesserung: Abfließen des Sekrets, Schweiß. Trinken von kaltem Wasser.

Verschlechterung: Kälte, Zugluft.

Potenz: D 1

Dosierung: stündlich 3-4 Globuli

> hier geht es zum Mittel Camphora

Aconitum napellus

Im ersten Stadium der Entzündung. Plötzlicher Beginn, Kribbeln und Niesen, Schmerz an der Nasenwurzel. Trockene, verstopfte Nase oder Heraustropfen heißer, klarer Flüssigkeit in kleinen Mengen.

Verbesserung: Im Freien, durch Ruhe. Durch warmen Schweiß.

Verschlechterung: Druck und Berührung, trockene Kälte. Im Bett, nachts, abends.

Potenz: C 30

Dosierung: 3-4 Globuli verkleppert (in 150 ml Wasser aufgelöst und verrührt), mehrmals täglich einen Schluck.

> hier geht es zum Mittel Aconitum

Belladonna

Plötzlicher Beginn. Völle, Druck, Hitze. Klopfende Schmerzen. Eingebildete Gerüche.

Verbesserung: Halb aufrechte Stellung, Stehen, Anlehnen des Kopfes.

Verschlechterung: Zugluft, Licht, Geräusche, Erschütterung.

Potenz: C 30

Dosierung: 3-4 Globuli verkleppert (in 150 ml Wasser aufgelöst und verrührt), mehrmals täglich einen Schluck.

> hier geht es zum Mittel Belladonna

Eupatorium perfoliatum

Viel Niesen, reichlich Schnupfen, Gliederschmerzen, Fieber morgens höher als abends.

Verbesserung: Durch Schwitzen, Liegen in Knie-Ellenbogenlage auf dem Gesicht, Unterhaltung.

Verschlechterung: Durch kalte Luft. Periodisch, jeden dritten oder siebten Tag, von 7-9 Uhr morgens.

Potenz: C 30

Dosierung: 3-4 Globuli verkleppert (in 150 ml Wasser aufgelöst und verrührt), mehrmals täglich einen Schluck.

> hier geht es zum Mittel Eupatorium perfoliatum

Cinnabaris

Druck und Schmerz beim Bücken, trockene Nase, zäher Schleim im Rachen

Verbesserung: Im Freien. Sonnenschein, nach dem Mittagessen

Verschlechterung: Berührung, Licht, Feuchtigkeit, Gehen.

Potenz: D6

Dosierung: 3x tgl. 3-4 Globuli

> hier das Arzneimittel Cinnabaris

Globuli bei verschleppter Sinusitis

Hydrastis

Sekret dick, zäh, gelb, wundmachend. Blutige Borken. Schleim läuft den Rachen herunter. Schnäuzt sich andauernd.

Verschlechterung: Einatmen von kalter Luft, im Freien

Verbesserung: Durch Druck

Potenz: D6

Dosierung: 3x tgl. 3-4 Globuli

> hier Infos zu Hydrastis

Kalium bichronicum

Nase trocken, schorfig. Stirnkopfschmerz. Schmerz an Nasensattel oder Nasenwurzel, kann punktgenau an einer Stelle lokalisiert werden. Dicker Schleim, fadenziehend, grünlich oder gelb, läuft den Rachen herunter.

Verbesserung: Hitze, Bewegung, Druck

Verschlechterung: Kälte, feuchtkalt, im Freien.

Potenz: D 12,

Dosierung: 2x tgl.

Causticum

Nase trocken und verstopft, wunde, krustige Nase. Morgendliches Niesen. Dickes, gelbes oder gelblich-grünes Sekret.

Verbesserung: Kalte Getränke, feuchtes, nasses Wetter. Wärme, Bettwärme

Verschlechterung: Trocken-kalte oder raue Luft, Wind, Zugluft. Bücken.

Potenz: D 6

Dosierung: 3x tgl.

> hier geht es zum Mittel Causticum

Globuli bei chronischer Sinusitis

Thuja

Dicke, grüne, milde Absonderungen. Blutiger Schorf in der Nase. Geruch von Fischlake in der Nase.

Verbesserung: Wärme: warmes Einhüllen, Luft, Wind. Abgang von Sekret, Niesen. Bewegung. Berührung.

Verschlechterung: Kälte und Feuchtigkeit, Wärme, Bettwärme. Periodisch um 3 Uhr und 15 Uhr.

Potenz: D 12

Dosierung: 2x tgl. 3-4 Globuli

> hier geht es zum Mittel Thuja

Silicea

Dünnes, ätzendes Sekret aus der Nase. Trockene, harte Borken, wenn man sie ablöst, blutet es. Morgendliches Niesen. Jucken der Nasenspitze.

Verbesserung: Wärme, warmes Einhüllen, besonders des Kopfes. Im Sommer nasses oder feuchtes Wetter.

Verschlechterung: Kälte, kalte Luft, Zugluft. Kaltes Baden, Aufregung, Licht, Geräusche, Erschütterung.

Potenz: D 12

Dosierung: 2x tgl. 3-4 Globuli

> hier Näheres zum Arzneimittel Silicea