Homöopathie bei unerfüllltem Kinderwunsch

Ungewollt kinderlos: Viele Paare wünschen sich vergeblich ein Kind. Nach Monaten oder Jahren des vergeblichen Hoffens und Bangens nehmen viele von ihnen große Belastungen auf sich. Monatelange Hormoneinnahme oder gar eine künstliche Befruchtung zerren an den Nerven und stellen die Partnerschaft auf eine harte Probe. Eine professionelle homöopathische Behandlung kann helfen, auf sanftem Weg doch noch das ersehnte Kind zu bekommen.

Job, Karriere, Unabhängigkeit: Für meisten jungen Frauen haben diese Dinge zunächst einmal Vorrang. Doch mit spätestens Mitte 30 wird bei vielen von ihnen das Thema Kinderwunsch aktuell. Sie haben sich im Leben eingerichtet, den passenden Partner gefunden und wünschen sich nun ein Kind. Doch längst nicht immer gelingt dies wie gedacht. Monate streichen ins Land und alle Hoffnungen konzentrieren sich auf das Ausbleiben der Regel und den Schwangerschaftstest. Fällt dieser wieder negativ aus, ist die Enttäuschung groß. Woran liegt es, wenn Paare sich ein Kind wünschen, es sich aber partout nicht einstellen will?

Ungewollt kinderlos?

Wird eine Frau nach ein bis zwei Jahren regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs nicht schwanger, sprechen Ärzte von „ungewollter Kinderlosigkeit“. In Deutschland sind hiervon etwa 15%, etwa 2 Millionen Paare betroffen. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

  • Bei 30-40 % der Paare hat die ausbleibende Schwangerschaft medizinische Gründe wie zum Beispiel
    • Geschlechtskrankheiten (meist Chlamydien- sie können unter anderem zu einem Eileiterverschluss bei der Frau oder Nebenhoden- bzw. Prostataentzündungen beim Mann führen)
    • Hormonstörungen bei der Frau (z.B. durch Erkrankungen der Schilddrüse)
    • Organische Defekte der weiblichen Geschlechtsorgane, frühere Entzündungen, Eileiterschwangerschaften oder Endometriose
    • Mangelnde Spermienqualität beim Mann
    • Sexuelle Probleme wie erektile Dysfunktion oder vorzeitiger Samenerguss
  • Bei 10 bis 15 Prozent der Paare lässt sich jedoch keine organische Ursache feststellen. Hier sind es meist emotionale Belastungen wie zum Beispiel
    • Stress oder Beziehungsprobleme,
    • Sorgen um die ausbleibende Schwangerschaft selbst sowie die emotionale Berg- und Talfahrt bei einer künstlichen Befruchtung,
    • Rauchen, Unter- oder Übergewicht sowie schwere körperliche Belastungen (schwere Arbeit oder Extremsport) hinzu,

die zum Ausbleiben der Schwangerschaft führen können.

Endlich ein Kind! Wann Homöopathie helfen kann

Ein homöopathisches Arzneimittel kann der Fruchtbarkeit in vielen Fällen auf die Sprünge helfen. Dies gilt vor allem bei folgenden Ursachen:

Bei Frauen:

  • Psychische Ursachen, z.B. Stress
  • Verzögerter oder fehlender Eisprung
  • Zyklusstörungen (z.B. Gelbkörperschwäche)
  • Endometriose (bei durchgängigen Eileitern)

Bei Männern:

  • Psychische Ursachen, z.B. Stress
  • Impotenz, erektile Dysfunktion
  • Schlechte Samenqualität, solange noch bewegliche Spermien nachweisbar sind

Lediglich da, wo organische Ursachen wie zum Beispiel eine Verklebungen der Eileiter, eine Fehlbildung der Gebärmutter oder eine zu schlechte Samenqualität beim Mann vorliegen, ist die Homöopathie machtlos. Allerdings sollte das passende Mittel sorgfältig ausgewählt werden. Im Idealfall geschieht dies im Rahmen einer Konstitutionstherapie durch einen erfahrenen Homöopathen.

Bewährte homöopathische Mittel bei unerfülltem Kinderwunsch

Um die Fruchtbarkeit anzuregen und eine Schwangerschaft herbeizuführen haben sich in meiner homöopathischen Praxis diese homöopathischen Mittel bewährt:

Agnus castus (Mönchspfeffer)

Früher zur Abschwächung des Geschlechtstriebs bei Mönchen verwendet, kann diese Heilpflanze dazu beitragen, den Hormonhaushalt der Frau zu regulieren. Dies geschieht in erster Linie durch eine Senkung des Prolaktinspiegels. Dieser ist häufig bei Frauen, die viel Stress haben, erhöht. Als Folge kann es unter anderem zu einer Gelbkörperschwäche und einer zu kurzen zweiten Zyklushälfte kommen.

Symptome:

  • Periode zu früh und zu stark
  • Ausbleibende Menstruation mit starken Unterleibsschmerzen
  • Fehlender bzw. unregelmäßiger Eisprung
  • Gelber Ausfluss, der die Wäsche verfärbt und zu starkem Juckreiz führt
  • Depressive Verstimmungen: Nervös, traurig, mit sich und der Welt unzufrieden und mutlos

Verbesserung: frische Luft, Wärme

Verschlechterung: Bewegung, Berührung, Kälte, Kaffee, Nikotin

Dosierung: D12, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Agnus castus (Mönchspfeffer)

Alchemilla vulgaris (Frauenmantel)

Auch der Frauenmantel gilt seit Urzeiten als Fruchtbarkeitspflanze. Ebenso wie der Mönchspfeffer verbessert er die Produktion des Gelbkörperhormons. Zusätzlich regt er den Eisprung an und kräftigt die Gebärmutter.

Symptome:

  • Unregelmäßige Regelblutungen
  • Periode zu früh und zu stark
  • Ausfluss
  • Liebevoll und hilfsbereit, perfektionistisch, gibt in die Beziehung mehr als der Partner

Verbesserung/Verschlechterung: Nicht bekannt

Dosierung: D4, 3x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Alchemilla vulgaris (Frauenmantel)

Argentum metallicum ( Silber)

Dieses Mittel aus dem Mineralreich hilft bei zu früh einsetzenden Wechseljahren, stärkt die Funktion der Eierstöcke und fördert die Eireifung. Auch beim Mann regt es die Keimzellen an und verbessert die Spermienqualiät.

Symptome:

  • Schmerzen im linken Eierstock
  • Hinunterziehender Schmerz in den Eierstöcken
  • Fauliger, wund machender Ausfluss
  • Unverträglichkeit von Hitze

Verbesserung: Im Freien

Verschlechterung: Durch Berührung, gegen Mittag

Dosierung: D6, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Argentum metallicum ( Silber)

Cuprum metallicum (Kupfer)

Dieses Mittel hat sich bei einer verzögerten Eireifung bewährt.

Symptome:

  • Krampfartige Unterleibsschmerzen vor oder während der Periode
  • Periode zu spät, verlängert
  • Stress, Herzklopfen
  • Unregelmäßiger Zyklus

Verbesserung: Durch Schwitzen, durch Trinken von kaltem Wasser

Verschlechterung: Vor der Periode, bei Berührung

Dosierung: D12, 3x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Cuprum metallicum (Kupfer)

Pulsatilla (Küchenschelle)

Pulsatilla ist eins der wichtigsten Mittel in der Frauenheilkunde. Auch bei unerfülltem Kinderwunsch kann es gute Dienste leisten.

Symptome:

  • Periode ausbleibend oder sehr schwach
  • Periode zu spät
  • Dunkle, klumpige Blutung, wechselhaft
  • Durchfall während oder nach der Periode
  • Schmerzhafte Periode
  • Anhängliches Wesen, ist nicht gern allein
  • Traurig, weint leicht

Verbesserung: Im Freien, durch Bewegung, kalte Anwendungen, kaltes Essen und Getränke

Verschlechterung: Hitze, schweres Essen, im warmen Zimmer

Dosierung: D12, 2x tgl. 5 Globuli

>> hier gelangen Sie zum Mittel Pulsatilla (Küchenschelle)

Sepia (Tintenfisch)

Dieses Mittel ist besonders häufig bei Frauen angezeigt, die großen Wert auf ihre Unabhängigkeit und ihre Selbstbestimmung legen. Ihre Karriere steht für sie oft an erster Stelle. Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen fällt ihnen schwer. Es hilft, den Hormonhaushalt zu regulieren und die eigene Weiblichkeit anzunehmen.

Symptome:

  • Zyklusstörungen
  • Schmerzhafte Periode, scharfe Schmerzen
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Fehlender Eisprung
  • Schmerzende Vagina beim Geschlechtsverkehr
  • Verbliebene Symptome überstandener Unterleibserkrankungen
  • Bei der Periode im Unterleib starker Druck nach unten

Verbesserung: Körperliche Anstrengung, Druck, Bettwärme, heiße Anwendungen

Verschlechterung: vormittags und abends, durch Feuchtigkeit, nach Schwitzen, kalte Luft

Dosierung: C 30, 1x 5 Globuli an 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

>> hier gelangen Sie zum Mittel Sepia (Tintenfisch)

Hinweis zur homöopathischen Kinderwunsch-Behandlung:

Die hier genannten Mittelvergaben basieren auf der langjährigen Erfahrung der Autorin. Es sei hier noch einmal hingewiesen, dass in Bezug auf eine Kinderwunsch-Behandlung unbedingt ein/e fachlich kompetenter Therapeut/in hinzugezogen werden sollte.