Von wegen Babyglück: Mit Homöopathie Besserung beim Baby-Blues

Endlich ist das Baby da! Die Geburt ist überstanden, Freunde und Verwandte gratulieren und der Himmel hängt für die Mütter voller Geigen. Doch schon nach wenigen Tagen ist das Glücksgefühl plötzlich wie weggeblasen. Die Mütter fühlen sich traurig und erschöpft und brechen scheinbar grundlos in Tränen aus. Das Baby ist Ihnen zu viel, das Aufstehen, das Stillen, einfach alles. Eigentlich wollen Sie einfach nur noch in Ruhe gelassen werden. Und das, obwohl Sie sich doch so auf das Baby gefreut haben!

Wenn die Gefühle Achterbahn fahren

Der „Baby-Blues“ ist ein Stimmungstief, das in den ersten drei bis fünf Tagen nach der Geburt auftritt. Sie sind extrem nah am Wasser gebaut und machen sich (grundlos) Sorgen um Ihr Baby. Auch Konzentrationsprobleme, Gefühle von Verwirrtheit sowie Schlaf- und Appetitstörungen können auftreten.

Babyblues- woher kommt das?

Man geht davon aus, dass der starke Hormonabfall nach der Geburt die Ursache für diese „Heultage“ ist. Vor allem der Östrogenspiegel fällt sehr schnell ab, was zu Stimmungseinbrüchen und emotionaler Labilität führen kann. Dazu kommt, dass die Mütter in diesen Tagen die Geburt erst einmal seelisch verarbeiten müssen. Vor allem, wenn diese anders ablief als geplant, weil zum Beispiel eine Betäubung oder ein Kaiserschnitt notwendig war.

Wie Homöopathie jetzt helfen kann

Glücklicherweise normalisiert sich die Stimmung bei den meisten Frauen nach einigen Tagen von selbst wieder. Sind die Schwankungen aber sehr stark oder hält der Baby-Blues länger an, können homöopathische Mittel helfen, die Wogen zu glätten.

Wichtig: Halten die Symptome länger als 2 Wochen an oder beginnen diese erst Wochen oder Monate nach der Geburt, kann dies auf eine Wochenbett-Depression hindeuten. Es wird geraten, sich in diesem Fall bitte unbedingt professionelle Hilfe bei einem erfahrenen Therapeuten (Homöopathen oder Psychologen) einzuholen.

Aurum metallicum

Sie fühlen sich sehr traurig und schwer. Weder am Tag noch in der Nacht finden Sie in den Schlaf. Gleichzeitig machen Sie sich Vorwürfe und leiden darunter, Ihrem hohen Anspruch nicht gerecht werden zu können.

Typische Symptome:

Ständiger Fleiß, hat das Gefühl, nicht zu genügen. Neigung zu Wutanfällen und Herzarrhythmien. Betet intensiv und denkt viel an den Tod.

Modalitäten:

Schlechter: Nachts

Besser: frische Luft

>> Hier geht es zum Mittel Aurum

Ignatia

Ihre Stimmung schwankt stark, die geringste Kleinigkeit bringt Sie aus der Fassung. Vielleicht haben Sie gerade einen geliebten Menschen verloren oder die Geburt war besonders traumatisch.

Typische Symptome:

Schlaflosigkeit, Unruhe, viel Seufzen, Kloßgefühl im Hals, Appetitlosigkeit (Magen fühlt sich an wie zugeschnürt)

Modalitäten:

Schlechter: morgens, nach Kaffee, Trost

Besser: Durch Essen, Wärme, Ablenkung

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Kalium carbonicum

Sie sind sehr traurig und weinen viel, wenn Sie allein sind. Zeitweilig fürchten Sie sogar, sterben zu müssen. Es fällt Ihnen schwer, darüber zu sprechen.

Typische Symptome:

Wirkt kontrolliert und unnahbar, blasses Aussehen, Bauch von Blähungen aufgetrieben, Durst, Unruhe, Rückenschmerzen wie abgebrochen. Erschreckt leicht beim Einschlafen

Modalitäten

Schlechter: 2.00-4.00 Uhr, Trost

Besser: Bei warmem Wetter

Lycopodium

Sie wachen morgens schlecht gelaunt auf und machen sich Sorgen um die Zukunft. („Wie soll das alles weitergehen?“). Anderen gegenüber sind Sie misstrauisch und rechthaberisch.

Typische Symptome:

Neigung zu Blähungen (besonders nachmittags und abends), Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche, macht Rechtschreibfehler, nachts Herzklopfen.

 Modalitäten:

Schlechter: 16.00 – 20.00 Uhr

Besser: Nach Mitternacht, Bewegung

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Natrium chloratum

Sie sind traurig ohne wirklich zu wissen, warum. Sie weinen jedoch nur, wenn Sie alleine sind. Für andere wirken Sie daher eher zurückhaltend und reserviert.

Typische Symptome:

Will nicht getröstet werden, entschuldigt sich, dass sie Hilfe braucht. Verlangen nach Salz, rissige Lippen, Schwindel, Herzklopfen, Neigung zu Herpes

Modalitäten:

Schlechter: 10.00-14.00 Uhr, Hitze, Trost, Musik

Besser: Im Freien, kaltes Bad

>> hier gelangen Sie zum Mittel Natrium chloratum

Pulsatilla

Sie fühlen sich traurig und weinerlich und sehnen sich nach Zuwendung und Körperkontakt.

Typische Symptome:

Wechselhafte Stimmungen, die Tränen fließen wie von selbst. Ständig wechselnde Schmerzen. Furcht, nicht liebenswert zu sein, schnell beleidigt und eifersüchtig, braucht frische Luft. Verträgt keine Wolle auf der Haut.

Modalitäten:

Schlechter: Alleinsein, morgens und abends

Besser: Trost

>> hier gelangen Sie zum Mittel Pulsatilla

Sepia

Sie fühlen sich erschöpft und fragen sich, wie Sie die Situation mit dem neugeborenen Baby bewältigen können. Sie machen sich Sorgen, wie es mit Ihrer Arbeit weitergehen soll, Ihre Stimmung wird von Tag zu Tag schlechter. Sie werden regelrecht gleichgültig gegenüber den Menschen, die Sie am meisten lieben, besonders aber gegenüber der Familie.

Typische Symptome:

Stimmungsschwankungen, hoher Anspruch an sich selbst, braucht Bestätigung durch den Beruf, wiederkehrende Knoten in der Brust, Senkungsgefühl im Unterleib, Abneigung gegen Sex.

Modalitäten:

Schlechter: Morgens, abends, durch Kälte

Besser: Wärme, heißes Bad, Saures, Bewegung, Musik

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Zincum metallicum

Mal fühlen Sie sich sehr traurig und erschöpft, mal sind Sie aufgedreht und reizbar. Ängste vor Dieben und Dämonen plagen Sie. Sie leiden unter Muskelzittern und Zähneknirschen in der Nacht.

Typische Symptome:

Sehr lärmempfindlich, vergesslich, starkes sexuelles Verlangen. Kann nicht still stehen oder liegen, Füße und Beine sind fast ständig in Bewegung. Ameisenlaufen in den Beinen, empfindliche Fußsohlen. Schwäche und Heißhunger, Neigung zu Diabetes. Abneigung gegen Fleisch, Fisch und Süßes

Modalitäten:

Schlechter: Abends, durch Entblößen

Besser: morgens, im Freien, nach der Toilette

Dosierung:

Alle genannten Mittel in der Potenz C30 verkleppert (3-4 Globuli in einem Glas Wasser auflösen, vor jeder Einnahme mit einem Plastiklöffel umrühren) einnehmen. 3 mal täglich 1 Schluck, bei akuten Beschwerden häufiger bis zur Besserung (maximal über 3 Tage). Tritt keine Besserung ein, fragen Sie bitten einen Homöopathen um Rat.

Wichtig bei der Mittelwahl: Das Mittel, muss zur jeweiligen Situation der Patientin passen. Daher: Zur Sicherheit sollten Sie immer Rücksprache mit einem Therapeuten halten.