Insektenstiche mit Homöopathie behandeln

Wie können Sie Insektenstiche am besten homöopathisch  behandeln?

Was tun bei Insektenstich? Die Homöopathie kann helfen.

Insektenstiche sind Stiche von Wespen und seltener von Bienen, Hummeln und Hornissen. Diese stechen aber nur, wenn sie bedroht werden. Andere, die  sog. „Vampire“ wie Moskitos oder Schnaken, Bremsen, Flöhe, Läuse, Bettwanzen und Zecken, trachten nach dem Blut der Tiere und Menschen, um sich davon zu ernähren oder zu vermehren. Zecken (der gemeine Holzbock) gehören aus biologischer Sicht übrigens nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnen. Letztere sind die Übertrager von Borreliose oder FSME und können nicht fliegen, sondern werden von Gräsern oder Laub durch Abstreifen auf den Wirt übertragen.

Merke: Insekten fliegen wieder weg, evtl. ist ein abgerissener Stachel zu entfernen. Zecken hingegen beißen sich fest und müssen drehend entfernt werden, z.B. mit einer Pinzette. Schwillt ein betroffenes Bein oder Arm nach dem Insektenstich stark an, sollte rasch ein Arzt aufgesucht werden. Bei Atemnot, Herzklopfen, Schwindel oder Schwellung in  Mund oder Gesicht muss man sofort ins Krankenhaus fahren oder einen Notarzt anrufen (Tel. 112), denn es kommt auf jede Minute an.

Alarm: Ein anaphylaktischer Schockzustand zeigt sich mit Blässe, Schweißausbruch, Atemnot, fliegendem Puls, Kreislaufkollaps und evtl. Erbrechen.

Typische Merkmale bei Insektenstichen:

  • Ein Insektenstich zeigt sich mit stechenden Schmerzen, Brennen und Juckreiz.
  • Ein Zeckenbiss wird meist erst im Nachhinein bemerkt und seine Folgeerscheinungen kommen langsam.
  • Aber es besteht kein Grund zur Panik. Ohne Allergie-Neigung sind Insektenstiche in der Regel harmlos, wenn man sich nicht mit den Fingernägeln selbst eine zusätzliche Infektion in den Stich hineintreibt. (Evtl. ein kleines Pflaster zum Schutz auf die Stelle kleben.)
  • Bei einem Allergiker kann ein Insektenstich eine starke örtliche Rötung, einen lebensgefährlich zuschwellenden Hals oder gar einen allergischen Schock hervorrufen. Wespenstiche haben das höchste Allergie-Potenzial.
  • Ein sehr seltener Stich in den Rachen oder Mund (sofort Eis lutschen oder eisgekühlte Getränke trinken) ist immer lebensbedrohlich, da die Atemwege zuschwellen können. Dies tritt typischerweise auf, wenn man eine Limonade aus der Flasche trinkt, in die eine Wespe bereits herreingeklettert ist. Allerdings ist das Risiko, bei einem Verkehrsunfall zu sterben, 200 mal höher!

So können Sie einem Insektenstich vorbeugen

Es gibt Geruchsstoffe in Form von Lösungen oder Cremes aus der Apotheke, die mehr oder weniger zuverlässig Insekten fernhalten. Im Wohnbereich sind Insektensprays – am besten mit einem zeitgesteuerten Sprühapparat – erstaunlich zuverlässig, die einen australischen und afrikanischen Gänseblümchenextrakt (Chrysantheme mit Natur-Pyrethrum) enthalten und für Menschen ungefährlich sind. Ob eine Zitrone mit Gewürznelken gespickt die Plagegeister vertreibt, habe ich noch nicht testen können. Insekten-Netze an den Fenstern oder über dem Kinderbett sind immer sehr effektiv und sind bei Urlaub in den Tropen auch als Malaria-Schutz (Kopfschutznetz) angeraten.

Für Allergiker ist die wichtigste vorbeugende Behandlung bei einem Insektenstich eine sog. Hyposensibilisierung, wo man unter Aufsicht des Arztes langsam über 3 Jahre an eine steigende Dosis des Giftes gewöhnt wird. Allergiker sollten stets ein Notfallset mich sich führen.

Folgende allgemeine Maßnahmen sind bei Insektenstichen empfohlen:

  • Stich und Schwellung am besten gleich kühlen, z.B. ein Umschlag mit kaltem Wasser.
  • Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel, Knoblauchzehe oder Zitrone auf den Insektenstich legen.
  • Bei einem Wespen-, Bienen- oder Hornissen-Stich kann ein angefeuchtetes Stück Würfelzucker auf den Stich das Gift aus der Wunde herausziehen.
  • Gegen den Juckreiz – auch nachträglich – empfiehlt man neuerdings eine Erhitzung des Stiches auf mindestens 45 Grad (Löffel unter heißes Wasser halten und öfters für 30 Sekunden auflegen). Dadurch soll das Eiweiß, das den Juckreiz verursacht, zerstört werden und so schneller abtransportiert werden. Hierzu gibt es jetzt kleine Geräte mit Piezo-Elektrizität (funktioniert wie bei Elektronikfeuerzeugen, ohne Batterie), die mit Strom eine kleine örtliche Erhitzung produzieren (ab ca. 10,- €).

Insektenstiche mit Pflanzenheilkunde und Hausmitteln behandeln

  • Lavendel-Öl oder Johanniskraut-Öl auf den Stich aufgetragen, lindert Schwellung, Entzündung und Juckreiz.
  • Breit – oder Spitzwegerich oder Petersilie, zerriebene oder zerkaute Blätter auf die Wunde legen, lindert die Entzündung und den Juckreiz.
  • Apfelessig oder Kölnisch Wasser (80 % Alkohol) ist Omas uraltes Hausmittel. Apfelessig, mehrmals aufgetragen, kühlt, lindert den Juckreiz und hilft dem Körper, das Gift schneller aufzulösen.
  • Ein nasser Teebeutel (Schwarztee) enthält Gerbstoffe, die Schwellungen abklingen lassen.
  • Frische, Schwarze Johannisbeeren kann man zerdrücken und auf die schmerzende Stelle reiben.

Homöopathische Behandlung von Insektenstichen

Diese homöopathischen Mittel helfen bei Insektenstichen.

Vorgehen:

Bei akutem Stich die Mittel häufig einnehmen, am besten alle 10 Minuten, bis zu 10 mal am Tag. Am 2. oder 3. Tag reicht 3- bis 8-mal täglich 5 Globuli.

Apis mellifica D6 Globuli, 3- bis 8-mal täglich 5 Globuli Honigbiene ist bei erheblicher Schwellung mit, brennendem, stechendem Schmerz, starker Berührungsempfindlichkeit, evtl. Quaddeln und Juckreiz angezeigt. >> Hier gelangen Sie zum Mittel Apis

Ledum D12 Globuli, 3- bis 8-mal täglich 5 Globuli (Sumpfporst) ist empfohlen, wenn kleine bläulich-rötliche Hauteinblutungen zu sehen sind. Typisch wäre Frösteln. Ledum ist ein wichtiges Arzneimittel bei Insektenstichen. Gerade auch in Verbindung mit Juckreiz und Entzündungen. >> Hier gelangen Sie zum Mittel Ledum

Arnica D6 Globuli, 3- bis 8-mal täglich 5 Globuli (Fallkraut) lindert alle Haut- oder Gelenkschwellungen. Typisch wäre ein muskulöser Einzelgänger, der seine Krankheiten gerne verharmlost. >> Hier gelangen Sie zum Mittel Arnica

Tarantula D12 Globuli, 3- bis 8-mal täglich 5 Globuli (Tarantel) zeigt einen charakteristischen blauen Fleck nach dem Insektenstich. Die Person ist unruhig bis manisch mit Neigung zu Krämpfen oder Muskelzittern und ist licht-, geräusch- und berührungsempfindlich. >> Hier gelangen Sie zum Mittel Tarantula

Globuli-Redaktion