Polypen (Adenoide) bei Kindern und Homöopathie

Die bei Kindern als Polypen bezeichnete Erkrankung entsteht durch eine Schwellung und Vergrößerung der Rachenmandel. Der medizinische Fachausdruck lautet: „Adenoide“ oder „Adenoide Vegetationen“. Im Nasenrachenraum, am Ende unserer Nase befindet sich immunologisch hochaktives Gewebe in der Schleimhaut. Weil es das Gleiche wie in der (Gaumen-) Mandel ist, spricht man von der Rachenmandel. Dieses Gewebe kann bei Infekten übermäßig schwellen und wachsen, was umgangssprachlich als „Polypen“ bezeichnet wird. Die Ursache hierfür liegt bei Kindern u.a. in den noch engen Verhältnissen in der Nase und dem Nasenrachenraum, so dass bei einem Schnupfen der infektiöse Schleim nicht richtig ablaufen kann. Andererseits treten Adenoide familiär gehäuft auf, was an eine gewisse genetische Disposition denken lässt. Wenn es zu einer anhaltenden Schwellung der Rachenmandel kommt, wird die Nasenatmung behindert und das Kind atmet nur noch durch den Mund. Dehnt sich die Schwellung auf die Ohrtrompeten aus, kommt es zu einer (Schallleitungs-)Schwerhörigkeit mit Ansammlung von Schleim hinter dem Trommelfell im Mittelohr. Häufig schnarchen diese Kinder und der Gaumen entwickelt sich aufgrund des stets offenen Mundes zu einem Spitzbogengaumen.

Homöopathische Mittel bei kindlichen Polypen:

Diese homöopatischen Arzneimittel können bei Polypen Kindern helfen:

Agraphis nutans

Rachenmandelwucherungen & vergrößerte Tonsillen; Schwerhörigkeit durch vergrößerte Rachenmandeln und Halsdrüsen; chronischer Katarrh mit viel zähem Schleim; verstopfte Nase

Verschlimmerung durch Frieren und durch kalte Winde

Calcium jodatum

Verstopfung der Nase rechts> links ; häufige Tonsillitis; Vergrößerung der Halslymphknoten, starke Erkältungsneigung

Verschlechterung durch Kaltwerden

Besserung an der frischen, kalten Luft

Barium carbonicum

Schwellung aller Lymphdrüsen und Katarrh der Schleimhäute, Nase ist nachts verstopft; Mandeln vergrößert; Entzündung mit ausgeprägter Mandelschwellung und Belägen; Schwellung und Verhärtung der Halslymphknoten

sehr große Empfindlichkeit gegen alle Kälteeinflüsse; Verschlimmerung von nass-kaltem Wetter, Luftzug; große Erkältungsneigung

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