Die Deutschen wünschen sich mehr Naturmedizin

Mehr Naturmedizin in Deutschland gewünscht

Immer mehr Menschen in Deutschland wünschen sich eine medizinische Versorgung, die mehr natürliche Heilweisen mit der konventionellen Medizin verbindet. Ein Miteinander von konventioneller Medizin und Methoden wie Naturheilverfahren, Homöopathie oder Anthroposophischer Medizin, die Hand in Hand zum Wohle der Patienten eingesetzt werden. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage (https://www.homoeopathie-online.info/category/gesellschaft/) haben 51 Prozent der Befragten sich für diese sogenannte Integrative Medizin ausgesprochen. In der Schweiz ist das Gesundheitssystem bereits seit Mitte 2017 entsprechend ausgerichtet worden. Die genannten Therapiemethoden werden seit dem von der Grundversicherung voll erstattet, da sie alle Voraussetzungen dafür erfüllt hatten: Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit wurde den Methoden bescheinigt. Ausgangspunkt dieser Entwicklung waren Volksentscheide, die sich für die Integrative Medizin stark gemacht hatten. Schaut man sich das Umfrageergebnis aufgeteilt nach Geschlechtern an, liegen die Frauen ganz deutlich vorne: 58 Prozent der befragten Frauen stimmten pro Naturmedizin, bei den Männern waren es 43 Prozent. Selbst aus der Gruppe der Nichtverwender der Homöopathie stimmten 42 Prozent der oben genannten Meinung zu.

Die Beliebtheit von Homöopathie & Co. nimmt stetig zu

Regelmäßig wird die Bevölkerung zu ihrer Einstellung zu natürlichen Heilweisen befragt. Hier deutet sich ein Trend ab: Die Beliebtheit der Homöopathie nimmt stetig zu. Während im Jahr 2010 noch 45 Prozent der Bevölkerung „selbst schon einmal Erfahrungen mit Homöopathie bzw. der Verwendung homöopathischer Arzneimittel gemacht“ haben, sind es jetzt bereits 53 Prozent. Andere Aspekte der Umfragen: Frauen verwenden Homöopathie öfter als Männer (61 Prozent versus 48 Prozent), und Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss verwenden Homöopathie mit 56 Prozent häufiger als alle anderen.

Auch die Globuli-Wirtschaft wächst mit

Da die Beliebtheit bei den Patienten zunimmt, werden auch immer mehr homöopathische Arzneimittel verkauft. Aktuelle Wirtschaftsdaten zu homöopathischen Arzneimitteln bestätigen das: Laut dem Pharma-Marktforschungsunternehmen IQVIA (https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/10/26/homoeopathie-umsaetze-der-apotheken-steigen) ist der Jahresabsatz mit homöopathischen Arzneien von rund 46 Millionen Packungen im Jahr 2012 auf 53 Millionen Packungen im Jahr 2017 gestiegen. Homöopathische Arzneimittel sind in Deutschland apothekenpflichtig und Apotheker stehen zu ihnen. Der Bundesverband Patienten für Homöopathie (BPH) hatte im Oktober 2018 eine Apotheker-Befragung (https://www.bph-online.de/bph-stimmungsbild-apotheker-stehen-zur-homoeopathie/) durchgeführt. Vor allem in der Beratung der Kunden bzw. der Patienten sehen Apotheker sich in der Pflicht: “Die Homöopathie ist zwar eine wunderbare Methode zur Heilung von alltäglichen Beschwerden oder der unterstützenden Behandlung schwerer Erkrankungen, aber in der Wahl des richtigen Mittels nicht so einfach wie z.B. Kopfschmerzmittel gegen Kopfschmerzen”, schreibt eine Apothekerin aus Fürstenzell. Ihre Erfahrung: “Die meisten Menschen benötigen bei der Auswahl fachkundige Unterstützung.”


>> Lesen Sie hier zwei weitere Artikel zur Behandlung mit Homöopathie: Krankenkassen – Keine Beiträge für Homöopathie?, Die meisten Krankenkassen erstatten Homöopathie