Was gehört in die homöopathische Hausapotheke?

Für viele Alltagsbeschwerden ist es sinnvoll, sich eine homöopathische Hausapotheke zusammenzustellen. So haben Sie für kleinere Verletzungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erkältung oder Insektenstiche immer schnell ein Mittel zur Hand. Und wenn Sie die Mittel passend lagern, können Sie Ihre individuelle homöopathische Hausapotheke auch nach Jahren noch wirksam nutzen.

Homöopathische Mittel bei Verletzungen

Schnell ist es passiert: Sie stoßen sich schmerzhaft das Schienbein oder ziehen sich im Sport eine Verstauchung zu. Besorgen Sie sich für solche Fälle folgende Mittel für Ihre homöopathische Hausapotheke:

  • Arnica
  • Rhus toxicodendron
  • Ruta
  • Hypericum und
  • Staphisagria

Arnica kann bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen. Blutergüssen und Muskelkater Linderung verschaffen, und auch nach einem Zahnarztbesuch ist es sinnvoll.

Rhus toxicodendron wird gerne bei Schmerzen des Bewegungsapparates eingesetzt, wenn durch Wärme Besserung eintritt – hierzu zählen rheumatische Beschwerden und Hexenschuss.

Für den Fall einer verletzungsbedingten Verrenkung, Sehnenschmerzen, Knochenbruch oder Prellung sollte Ruta nicht in Ihrer Hausapotheke fehlen.

Bei Nervenschmerzen nach einer Verletzung oder auch bei einer Gehirnerschütterung kann Hypericum die richtige Wahl sein.

Haben Sie sich beim Zubereiten des Essens geschnitten, kann Staphisagria die Heilung unterstützen.

Hausapotheke für Magen-Darm-Beschwerden

Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt können unterschiedliche Ursachen haben. Ihre homöopathische Hausapotheke sollte für diesen Fall mit

  • Arsenicum album
  • Nux vomica
  • Okoubaka und
  • Gelsemium

ausgestattet sein.

Arsenicum album unterstützt das zentrale und vegetative Nervensystem und kann bei Brechdurchfall, beispielsweise durch verdorbene Nahrung ausgelöst, eingesetzt werden.
Haben Sie Alkohol oder Kaffee im Übermaß genossen oder sind Ihnen die Zigaretten auf den Magen geschlagen, hilft Ihnen sicher Nux vomica.

Okoubaka und Gelsemium sind vor allem für Reisen sinnvoll: Okoubaka unterstützt den Magen bei einer Nahrungs- und Klimaumstellung, Gelsemium wird bei Magenproblemen wie nervösem Durchfall, wie er vor einer Reise auftreten kann, eingesetzt, auch bei Lampenfieber oder Prüfungsangst hilft das aus Gelbem Jasmin gewonnene Mittel.

Erkältungskrankheiten

Eine Erkältung kann Sie zu jeder Jahreszeit treffen. Während in der Anfangsphase und bei einer trockenen Erkältung Aconitum ein wertvoller Helfer ist, wird in fortgeschrittenem Stadium, bei Schweißausbrüchen und Fieber gerne Belladonna eingesetzt.

Insektenstiche und Verbrennungen

In jede homöopathische Hausapotheke gehört Apis, um rote, geschwollene Insektenstiche oder Verbrennungen zu behandeln. Bei unscheinbaren Stichen können Sie auf Ledum zurückgreifen. Haben Sie sich eine Verbrennung mit Blasenbildung zugezogen, werden Sie auf Cantharis nicht verzichten wollen.

Aufbewahrung der homöopathischen Mittel

Wichtig für die Nutzung einer homöopathischen Hausapotheke ist die richtige Lagerung. Denn Globuli können unter bestimmten Umständen ihre Wirksamkeit verlieren. Achten Sie daher darauf, Ihre Mittel immer kühl, dunkel und vor Feuchtigkeit geschützt aufzubewahren. Sie sollten Sie außerdem nicht in der Nähe von ätherischen Ölen oder elektrischen Geräten lagern, da dies ebenfalls die Wirksamkeit beeinträchtigen kann.