Ganzheitliche Medizin für Kuh und Kalb – Homöopathie für Rinder

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Nachdem in den letzten Wochen das Thema „weniger Antibiotika in der Massentierhaltung“ in den Medien diskutiert wurde, müssen Landwirte, Züchter und Tierärzte früher oder später alternative Behandlungsmethoden heranziehen. Hier kommt die Homöopathie ins Spiel. Was lange Zeit kritisch beäugt wurde, steht immer mehr im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Landwirtschaft und ist Teil der artgerechten Haltung von Nutztieren sowie deren Behandlung bei Krankheiten.

Homöopathie auch bei Nutztieren auf dem Vormarsch

Haben Sie Homöopathie schon an sich selbst getestet? Vielleicht bei Beschwerden, die bis dahin nichts lindern oder heilen konnte? So fing es auch mit den Rindern an. Während viele Bauern und Tierärzte der Naturmedizin noch skeptisch, ja ablehnend gegenüber standen, gab es hier und da Menschen, die es einfach ausprobierten. Arnica für Mutterkuh und Kalb nach der Geburt, Belladonna bei Fieber, Apis bei Schwellungen. Auch bei ernsteren oder chronischen Erkrankungen wurden (und werden) erstaunliche Ergebnisse erzielt. So kann u. a. eine Euterentzündung ohne Antibiotika geheilt und Kälberdurchfall vorgebeugt werden. Ein weiterer Vorteil der Anwendung homöopathischer Mittel bei Nutztieren ist, dass praktisch keine Wartezeit anfällt; man also nicht eine Woche warten muss, bis die Milch wieder verkauft werden darf. Die homöopthischen Mittel bekommen Sie in einer Homöopathie Apotheke, die sich ausschließlich auf naturheilkundliche und homöopathische Mittel spezialisiert hat. Mittlerweile führen aber auch dei meisten herkömmlichen Apotheken diese Mittel.

Viele Tierärzte, ob sie nun kleine oder große Tiere behandeln, haben Ihr Spektrum mittlerweile um den naturheilkundlichen Bereich erweitert oder sind komplett auf Naturheilkunde umgestiegen. Doch nicht nur sie – auch Landwirte und Berater von Zuchtorganisationen besuchen Kurse zum Thema Naturheilkunde bzw. Homöopathie beim Rind. Neben einer Einführung in die Homöopathie sowie die rechtlichen Grundlagen bei deren Anwendung enthalten viele Seminare einen praktischen Teil. Dabei werden z. B. Verabreichungstechniken der Arzneien demonstiert. Ein Schwerpunkt dieser Veranstaltungen ist die Versorgung der Mutterkuh und des Kalbes vor, während und nach der Geburt sowie die Gesunderhaltung von Kälbern und Jungrindern. Ebenfalls sehr interessant und aufschlussreich ist die Diskussion von Praxisfällen. Wenn Sie sich für ein solches Seminar interessieren, finden Sie unter folgendem Link ein Angebot: www.riswick.de

Grundwissen ist notwendig

Wenn Sie darüber nachdenken, Ihre Rinder künftig selbst homöopathisch zu behandeln, sollten Sie sich – z. B. in vorgenannten Seminaren – vorerst mit den Grundlagen der Homöopathie beschäftigen. Diese beziehen sich nämlich nicht nur auf das Symptom, sondern basieren auf einem ganzheitlichen Konzept, das körperliche Beschwerden und den geistigen Zustand einbezieht. Man muss einem Symptom also genau auf den Grund gehen, eine tiefer liegende Störung finden, um das oder die richtigen homöopathischen Mittel zu finden. Im Übrigen gibt es hierzu auch einige lehrreiche Bücher.

Generell sollten Sie jedoch – aus medizinischen und rechtlichen Gründen – einen Tierarzt hinzuziehen. Möglicherweise ist eine Kombination aus Natur- und Schulmedizin notwendig.