Demenz und Homoeopathie

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Angesichts der steigenden Lebenserwartung und des wachsenden Anteils alter Menschen an der Bevölkerung gewinnt das Thema Demenz in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Viele Menschen machen sich Sorgen, dass sie selbst einmal dement werden oder Angehörige aus dem Familienkreis davon betroffen sein könnten.

Um nicht erst in einem späten Stadium mit dieser Krankheit konfrontiert zu werden und frühzeitig mit Gegenmaßnahmen beginnen zu können, falls erste Anzeichen von Demenz auftreten, sollte man sich zunächst einmal die wichtigsten dieser Anzeichen vor Augen führen.

Die ersten Anzeichen erkennen

Einige Grundkenntnisse zum Thema sollte jeder haben, denn einerseits wird Demenz in der Öffentlichkeit diskutiert, andererseits wird sie im familiären Umfeld häufig noch tabuisiert.

Es ist aber sehr wichtig, die Behandlung schon bei den ersten Anzeichen zu beginnen, um den Verlauf der Krankheit zu verlangsamen.

Als wichtige erste Anzeichen von Demenz gelten:

  • Gedächtnisverlust
  • plötzlich auftretende Schwierigkeiten bei der Ausführung alltäglicher Tätigkeiten
  • Sprachprobleme
  • räumliche oder zeitliche Desorientierung
  • Verlegen von Gegenständen an ungewöhnlichen Orten, die keinen Sinn ergeben
  • Veränderungen in der Persönlichkeit und in der Wesensart
  • zunehmende Passivität

Um diese Anzeichen richtig interpretieren zu können, sollte man vor allem auf Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens achten. Wer dagegen schon immer etwas zerstreut war, bei dem muss dies nicht unbedingt ein Hinweis auf eine beginnende Demenz sein.

Zudem gibt es unterschiedliche Formen von Demenz, die häufigste ist allerdings die Alzheimer Demenz, wie eine Untersuchung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung belegt:


Quelle: Statistisches Bundesamt, zitiert nach: de.statista.com

Frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch nehmen

Treten erste Anzeichen für eine Demenz auf, dann sollte die betreffende Person möglichst rasch von einem Spezialisten untersucht werden. Wenn der Hausarzt dies nicht ohnehin veranlasst, sollte man ausdrücklich um die Überweisung zu einem Gerontologen oder zu einem Neurologen bitten.

In zahlreichen Städten existieren inzwischen auch Selbsthilfegruppen, die Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite stehen, das Aufsuchen eines Arztes allerdings nicht ersetzen können. Adressen von Selbsthilfegruppen sind beispielsweise bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e. V. erhältlich.

Wer auf Naturmedizin setzt, kann zusätzlich auch einen Homöopathen zu Rate ziehen. So berichteten mehrere Medien Anfang 2012 beispielsweise über die Erfahrungen des Arztes und Homöopathen Dr. Johannes Wilkens an der Humboldtklinik in Bad Steben, der Aurum compositum bei demenzkranken Patienten einsetzte und damit nach eigenen Angaben positive Erfahrungen gemacht hat. Wissenschaftliche Studien, die den Effekt belegen, gibt es jedoch noch nicht.

Wachsendes Problembewusstsein statt Stigmatisierung

Generell ist inzwischen festzustellen, dass das Problembewusstsein im Hinblick auf Demenz sowohl in der Bevölkerung als auch bei Fachkreisen deutlich zunimmt und Betroffene nicht mehr wegen ihrer Erkrankung stigmatisiert werden. Ein Grund dafür ist sicherlich auch die Erkenntnis, dass das Risiko einer Demenzerkrankung heute wesentlich größer ist als früher, weil viel mehr Betroffene ein Lebensalter erreichen, in dem erste Anzeichen von Demenz auftreten oder die Krankheit sich voll manifestiert.

Allein in den Jahren 1988 und 2008 hat sich die Lebenserwartung von Frauen um 3,7 Jahre erhöht, die von Männern sogar um 5 Jahre. Die Bevölkerung wird also immer älter:


Quelle: Statistisches Bundesamt, zitiert nach: de.statista.com

Leider gehen Fachleute davon aus, dass die Zahl der Demenzkranken daher auch in den nächsten Jahrzehnten zunehmen wird, wie z.B. eine Entwicklungsprognose des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt:


Quelle: Statistisches Bundesamt, zitiert nach: de.statista.com

Nehmen Sie sich selbst ernst

Sollten Sie Anzeichen von Demenz bei sich oder einem Angehörigen beobachten: gehen Sie zum Arzt! Demenz darf kein Tabu sein, denn je länger Sie Symptome ignorieren, desto schneller kann die Krankheit voranschreiten.

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