Medizinische Fakten
Globuli werden die Trägerstoffe für arzneiliche Substanzen genannt, die je nach Krankheitsbild aus dem pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Reich ausgewählt werden. [1] Neben anderen naturheilkundlichen Therapien kann die Homöopathie auch alleine oder in Kombination mit schulmedizinischen Therapien bei verschiedenen Erkrankungen wie Hautproblemen, Allergien, akuten oder chronischen Krankheiten und vielen weiteren Beschwerden eingesetzt werden. [2]
Die Einnahme
Bei akuten Krankheiten werden die Globuli in einem Glas Wasser (ohne Kohlensäure) aufgelöst und 20 – 25 Mal mit einem Löffel im Uhrzeigersinn umgerührt. Von dieser Lösung wird alle 5 Minuten bis 12 Stunden (je nach Anweisung) ein Schluck getrunken. Ein Mittel sollte weder im Schlaf gegeben werden, noch sollte ein schlafendes krankes Kind wegen einer erneuten Gabe geweckt werden. Vor jeder Einnahme sollte die Lösung umgerührt werden. Sobald eine deutliche Besserung eintritt, werden die Intervalle dementsprechend verlängert. Als Alternative können die Kügelchen direkt unter die Zunge gegeben werden, wenn dies nur einmal täglich der Fall ist. [3]
Die Dosierung
Bei Babys und Kleinkindern (Geburt bis sechs Jahre) können ein bis drei Globuli in etwas Wasser aufgelöst werden. Im akuten Fall kann alle zwei Stunden das Mittel verabreicht werden, bei einer weniger dramatischen Erkrankung bis zu dreimal täglich. [4] Die empfohlenen Mittel sollten bei Babys und Kleinkindern in der Potenz (Verdünnung) D12 oder C6 gegeben werden. [5]
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Zu beachten
Es sollte wegen des Alkoholgehalts auf homöopathische Tropfen bei Kindern verzichtet werden. Die Lösung ist je nach Reinheit des Wassers gekühlt und abgedeckt ein bis drei Tage haltbar. Das Glas sollte stets mit einem Deckel zugedeckt und nicht der Sonne ausgesetzt sein. Um die bestmögliche Wirkung des Mittels zu erzielen, sollte das Mittel nicht unmittelbar vor oder nach dem Essen, Trinken oder Zähneputzen gegeben werden. Die Mundschleimhäute sollten fünfzehn Minuten vorher und nach der Einnahme der Arznei frei von Speisen und Getränken sein. Sollte die Krankheit trotz Behandlung länger als gewöhnlich andauern oder die Krankheitssymptome sehr ernst, heftig oder ungewöhnlich sein, sollte ein Arzt oder ein qualifizierter Heilpraktiker aufgesucht werden. [7] Gelegentlich kann es vorkommen, dass nach der Einnahme homöopathischer Mittel die Krankheitssymptome anfangs etwas schlimmer werden (Erstreaktion). Diese Erstreaktion ist ungefährlich und meist nur kurzzeitig und ein gutes Zeichen, da es ein Zeichen für die Anregung der körpereigenen Abwehrkräfte sein kann. [6][8]
Quellenangaben:
- Markus Wiesenauer & Michael Elies: Praxis der Homöopathie. Eine praxisbezogene Arzneimittellehre, Hippokrates Verlag, S. 13.
- Sven Sommer: GU Kompass Homöopathie, Gräfe und Unzer Verlag GmbH, S. 14.
- Carola Roy & Ravi Roy: Kinder mit Homöopathie behandeln. Knaur Verlag, Umschlaginnen, seiten.
- Sven Sommer (2000), S. 9 – 10.
- Sven Sommer (2000), S. 13.
- Sven Sommer (2000), S. 9.
- Sven Sommer (2000), S. 15.
- Sven Sommer (2000), S. 12.
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