Heuschnupfen zählt zu den häufigsten Allergien und kann die Lebensqualität besonders während der Pollenzeit stark beeinträchtigen. Niesreiz, tränende Augen, eine laufende Nase oder Müdigkeit begleiten viele Betroffene über Wochen oder Monate hinweg. Neben klassischen Behandlungsmöglichkeiten wünschen sich viele Menschen eine sanfte naturheilkundliche Unterstützung. Schüßler-Salze werden traditionell eingesetzt, um den Organismus zu begleiten und die Schleimhäute zu unterstützen.
Wie entsteht Heuschnupfen?
Heuschnupfen ist eine allergische Reaktion des Immunsystems auf Pollen von Gräsern, Bäumen oder Kräutern. Das Immunsystem reagiert dabei überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe.
Typische Auslöser sind:
- Gräserpollen
- Birkenpollen
- Haselpollen
- Kräuterpollen
- hohe Pollenbelastung
- trockene und windige Wetterlagen
Durch die allergische Reaktion werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die zu Entzündungen und Reizungen der Schleimhäute führen.
Die Grundlagen der Schüßler-Salze-Therapie
Die Therapie mit Schüßler-Salzen wurde von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt. Sie basiert auf der Annahme, dass Beschwerden durch ein Ungleichgewicht bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen entstehen können. Die Einnahme potenzierter Mineralsalze soll die natürlichen Regulationsprozesse des Körpers unterstützen.
Wirkprinzip der Schüßler-Salze bei Heuschnupfen
Bei Heuschnupfen werden vor allem jene Schüßler-Salze eingesetzt, die traditionell mit Schleimhäuten, Immunsystem und Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht werden. Ziel ist es, die gereizten Schleimhäute zu unterstützen und den Organismus zu begleiten.
Welche Schüßler-Salze werden bei Heuschnupfen eingesetzt?
Schüßler-Salz Nr. 3 Ferrum phosphoricum
Ferrum phosphoricum gilt als klassisches Akutsalz bei entzündlichen Beschwerden. Es wird traditionell eingesetzt, wenn Heuschnupfen plötzlich auftritt oder mit gereizten Schleimhäuten verbunden ist.
Typische Einsatzgebiete sind:
- gereizte Nasenschleimhäute
- erste allergische Beschwerden
- Niesreiz
- allgemeines Schwächegefühl
Schüßler-Salz Nr. 4 Kalium chloratum
Kalium chloratum wird traditionell bei Schleimhautreizungen eingesetzt. Besonders bei allergischen Beschwerden der Nase und Atemwege wird dieses Salz häufig empfohlen.
Typische Hinweise für Nr. 4 sind:
- laufende Nase
- Schleimhautreizungen
- verstopfte Nase
- gereizte Atemwege
Schüßler-Salz Nr. 8 Natrium chloratum
Natrium chloratum gilt als wichtiges Mittel für den Flüssigkeitshaushalt und die Schleimhäute. Es wird traditionell eingesetzt, wenn die Nase ständig läuft oder tränende Augen im Vordergrund stehen.
Besonders empfohlen wird es bei:
- Fließschnupfen
- tränenden Augen
- gereizten Schleimhäuten
- trockener oder empfindlicher Nase
Schüßler-Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum
Narium sulfuricum gilt als wichtiges Ausscheidungssalz innerhalb der Schüßler-Therapie. Es wird traditionell eingesetzt, um den Organismus zu entlasten und Stoffwechselprozesse zu unterstützen.
Typische Einsatzgebiete sind:
- allergische Beschwerden
- gereizte Schleimhäute
- Unterstützung der Ausscheidung
- saisonale Belastungen
Schüßler-Salz Nr. 24 Arsenum jodatum
Nr. 24 gehört zu den Ergänzungssalzen und wird traditionell bei allergischen Beschwerden der Atemwege eingesetzt. Besonders bei chronischem Heuschnupfen wird dieses Salz häufig empfohlen.
Typische Hinweise für Nr. 24 sind:
- wiederkehrender Heuschnupfen
- starke Schleimhautreizungen
- empfindliche Atemwege
- saisonale Allergiebeschwerden
Kombination von Schüßler-Salzen bei Heuschnupfen
In der Praxis werden diese Schüßler-Salze auch häufig kombiniert:
| Salz | Einsatzgebiet |
|---|---|
| Nr. 3 Ferrum phosphoricum | akute Reizungen |
| Nr. 4 Kalium chloratum | Schleimhäute |
| Nr. 8 Natrium chloratum | Fließschnupfen und tränende Augen |
| Nr. 10 Natrium sulfuricum | Unterstützung der Ausscheidung |
| Nr. 24 Arsenum jodatum | allergische Atemwegsbeschwerden |
Die Tabletten werden meist mehrmals täglich eingenommen und langsam im Mund zergehen gelassen. Dann können die Salze über die Mundschleimhaut optimal aufgenommen werden und gelangen so schneller in den Körper.
Was kann naturheilkundlich zusätzlich helfen?
Schüßler-Salze können durch weitere naturheilkundliche Maßnahmen ergänzt werden:
- Nasenspülungen mit Salzlösungen (nicht zu kaltes Wasser!)
- regelmäßiges Lüften nach dem Regen
- Pollenschutzgitter
- Haare abends waschen
- ausreichend trinken
- Spaziergänge nach Regenfällen
Auch Heilpflanzen wie Schwarzkümmel (gibt es auch als Öl), Brennnessel oder Augentrost werden traditionell bei allergischen Beschwerden eingesetzt. Viele Betroffene achten zusätzlich auf eine entzündungsarme Ernährung und eine Unterstützung der Darmflora.
Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?
Bei starken Beschwerden oder wenn zusätzlich Atemnot, pfeifende Atmung oder Asthma-Symptome auftreten, sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch anhaltende Beschwerden oder starke Einschränkungen im Alltag sollten medizinisch abgeklärt werden.
Schüßler-Salze bei Heuschnupfen
Heuschnupfen kann die Lebensqualität während der Pollensaison deutlich beeinträchtigen. Schüßler-Salze wie Nr. 3 Ferrum phosphoricum, Nr. 4 Kalium chloratum, Nr. 8 Natrium chloratum, Nr. 10 Natrium sulfuricum und Nr. 24 Arsenum jodatum werden traditionell eingesetzt, um Schleimhäute und Organismus zu unterstützen. In Kombination mit naturheilkundlichen Maßnahmen können sie eine sanfte Begleitung während der Allergiesaison darstellen.

Als Geschäftsführer des renommierten Verlags Müller & Steinicke hat er seine Expertise in Bereichen wie Homöopathie, Schüßler-Salze, Akupunktur (TCM) und Impfen. Seine Karriere zeichnet sich durch eine tiefe Leidenschaft und ein umfassendes Wissen in diesen Fachgebieten aus.
