Bindegewebsschwäche betrifft viele Menschen und zeigt sich häufig durch Cellulite, Dehnungsstreifen, schlaffes Gewebe oder eine erhöhte Neigung zu Besenreisern. Besonders Frauen sind aufgrund hormoneller Einflüsse häufiger betroffen. Viele Betroffene wünschen sich eine natürliche Möglichkeit, Haut und Gewebe zu unterstützen. Schüßler-Salze werden in der Naturheilkunde traditionell eingesetzt, um das Bindegewebe zu stärken und die Hautregeneration zu begleiten.
Wie entsteht eine Bindegewebsschwäche?
Das Bindegewebe gibt Haut, Gefäßen und Organen Stabilität. Wird seine Struktur geschwächt, verliert das Gewebe an Spannkraft und Elastizität. Dafür gibt es verschiedene Ursachen.
Häufige Auslöser sind:
- genetische Veranlagung
- hormonelle Veränderungen
- Bewegungsmangel
- ungesunde Ernährung
- starke Gewichtsschwankungen
- Schwangerschaft
- zunehmendes Alter
Auch eine schwache Durchblutung oder eine verminderte Versorgung des Gewebes mit Nährstoffen kann die Elastizität der Haut beeinträchtigen.
Die Grundlagen der Schüßler-Salze-Therapie
Die Therapie mit Schüßler-Salzen wurde von Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler entwickelt. Sie basiert auf der Annahme, dass viele körperliche Beschwerden mit einem Ungleichgewicht bestimmter Mineralsalze in den Körperzellen zusammenhängen. Durch die Einnahme potenzierter Mineralsalze sollen Zellstoffwechsel und Regenerationsprozesse unterstützt werden.
Wirkprinzip der Schüßler Salze bei Bindegewebsschwäche
Bei Bindegewebsschwäche werden vor allem jene Schüßler-Salze eingesetzt, die traditionell mit Haut, Elastizität, Kollagenbildung und Gewebefestigkeit in Verbindung gebracht werden. Ziel ist es, das Gewebe von innen heraus zu unterstützen.
Welche Schüßler-Salze werden bei Bindegewebsschwäche eingesetzt?
Schüßler-Salz Nr. 1 Calcium fluoratum
Calcium fluoratum gilt als das wichtigste Schüßler-Salz für Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes. Es wird traditionell eingesetzt, wenn Haut und Gewebe an Festigkeit verlieren.
Typische Einsatzgebiete sind:
- schlaffes Bindegewebe
- Cellulite
- Dehnungsstreifen
- Besenreiser
- mangelnde Hautelastizität
Nr. 1 wird häufig über einen längeren Zeitraum angewendet. Empfohlen werden 2-3 Monate, es kann jedoch auch auf 6 Monate verabreicht werden.
Schüßler-Salz Nr. 11 Silicea
Silicea gilt als klassisches Schönheits- und Aufbausalz innerhalb der Schüßler-Therapie. Es wird traditionell zur Unterstützung von Haut, Haaren, Nägeln und Bindegewebe eingesetzt.
Typische Hinweise für Nr. 11 sind:
- schwaches Bindegewebe
- fahle Haut
- verminderte Spannkraft
- Unterstützung der Hautregeneration
Viele Anwender nutzen Silicea über mehrere Monate hinweg.
Schüßler-Salz Nr. 8 Natrium chloratum
Natrium chloratum wird traditionell mit dem Flüssigkeitshaushalt des Körpers in Verbindung gebracht. Bei Bindegewebsschwäche soll es die Feuchtigkeitsregulation der Haut unterstützen.
Besonders empfohlen wird es bei:
- trockener Haut
- schwacher Hautspannung
- Wasseransammlungen im Gewebe
- fahlem Hautbild
Schüßler-Salz Nr. 9 Natrium phosphoricum
Natrium phosphoricum gilt als wichtiges Salz für den Stoffwechsel. Es wird häufig eingesetzt, um den Fettstoffwechsel und den Säure-Basen-Haushalt zu unterstützen.
Typische Einsatzgebiete sind:
- Cellulite
- Stoffwechselträgheit
- Neigung zu Wassereinlagerungen
- unterstützende Begleitung bei Gewichtsreduktion
Schüßler-Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum
Natrium sulfuricum wird traditionell als Ausscheidungs- und Entlastungssalz verwendet. Es soll den Stoffwechsel und die Ausleitung unterstützen.
Häufige Einsatzgebiete sind:
- Wassereinlagerungen
- Cellulite
- träger Stoffwechsel
- Unterstützung des Gewebes
- Äußerliche Anwendung bei Bindegewebsschwäche
Neben der Einnahme werden Schüßler-Salze häufig auch äußerlich angewendet. Cremes oder Lotionen mit Schüßler-Salzen werden direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.
Besonders beliebt sind:
- Schüßler-Salz Nr. 1 Creme
- Schüßler-Salz Nr. 11 Creme
- Schüßler-Salz Nr. 8 Creme
Die äußerliche Anwendung kann durch Massagen oder Bürstenmassagen ergänzt werden.
Kombination von Schüßler-Salzen bei Bindegewebsschwäche
In der Praxis werden die Salze häufig kombiniert:
| Salz | Einsatzgebiet |
|---|---|
| Nr. 1 Calcium fluoratum | Elastizität und Festigkeit |
| Nr. 11 Silicea | Haut und Bindegewebe |
| Nr. 8 Natrium chloratum | Feuchtigkeitshaushalt |
| Nr. 9 Natrium phosphoricum | Stoffwechsel |
| Nr. 10 Natrium sulfuricum | Ausscheidung und Entlastung |
Die Tabletten werden meist über mehrere Wochen oder Monate eingenommen und langsam im Mund zergehen gelassen.
Was können Sie zusätzlich tun? Besonders Bewegung und Muskelaufbau können das Gewebe zusätzlich stabilisieren.
Wann sollte ärztlicher Rat eingeholt werden?
Eine leichte Bindegewebsschwäche ist meist harmlos. Treten jedoch starke Schwellungen, Schmerzen, ausgeprägte Krampfadern oder plötzlich auftretende Veränderungen des Gewebes auf, sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Auch hormonelle oder stoffwechselbedingte Ursachen können hinter einer ausgeprägten Bindegewebsschwäche stecken.
Bindegewebe: Schüßler-Salze können unterstützen
Bindegewebsschwäche zeigt sich häufig durch Cellulite, schlaffes Gewebe oder Dehnungsstreifen. Schüßler-Salze wie Nr. 1 Calcium fluoratum, Nr. 11 Silicea, Nr. 8 Natrium chloratum, Nr. 9 Natrium phosphoricum und Nr. 10 Natrium sulfuricum werden traditionell in der Naturheilkunde eingesetzt, um Haut und Gewebe zu unterstützen. In Kombination mit Bewegung, gesunder Ernährung und Hautpflege können sie eine sanfte Unterstützung für ein strafferes Hautbild darstellen. Und das ohne teuere Cremes!

Als Geschäftsführer des renommierten Verlags Müller & Steinicke hat er seine Expertise in Bereichen wie Homöopathie, Schüßler-Salze, Akupunktur (TCM) und Impfen. Seine Karriere zeichnet sich durch eine tiefe Leidenschaft und ein umfassendes Wissen in diesen Fachgebieten aus.
