Hunde: Wissen - Im Alltag

Globuli für Hunde

© PantherMedia / Leung Cho Pan

Homöopathische Arzneien eignen sich gut, um kleinere Beschwerden des geliebten Haustieres selbst zu behandeln. Ein wichtiger Teil der homöopathischen Heillehre ist die Beziehung zwischen Arzt und Patient, die für eine erfolgreiche Therapie unerlässlich ist. Hunde als empathische und treue Tiere sind deshalb dieser Form der Behandlung besonders zugänglich. Die Arznei wird in Form von Globuli (Zuckerkügelchen) in die Lefzen des Hundes geschoben. Die Kügelchen lösen sich dort langsam auf und können so optimal wirken [1].

Einzelmittel von A-Z

Abrotanum Befall des Darms mit Spulwürmern
Acontium Bronchitis, Kehlkopfentzündung, Lungenentzündung, Nervenschmerzen, Sonnenstich bzw. Hitzeschlag
Aesculus Entzündung der Analdrüsen
Agnus castus Übermäßiger Geschlechtstrieb bei Rüden
Apis Nesselsucht, Allergien, Ausschläge, Gesäugeentzündung, Nierenentzündung
Argentum nitricum Platzangst, lockere Zähne
Aristolochia clematitis Üble Folgen von Sterilisation
Arnica Gehirnerschütterung
Arsenicum album Vergiftungen
Barium carbonicum Schwaches Gehör, Taubheit
Belladonna Ängstlichkeit, Entzündung der Gelenke, Parasiten- und Zeckenbefall, Gesäugeentzündung, akute Infektionserkrankungen mit Fieber, Lungenentzündung, Nervenschmerzen, Zahnung
Borax Angst vor Lärm (Silvesterraketen oder Gewitter)
Bryonia Brustfellentzündung, Husten
Calcium carbonicum Befall des Darms mit Bandwürmern
Cantharis Erkrankungen des Beckens (Harnwegsentzündung, Nierenentzündung)
Carduus marianus Befall des Darms mit Hakenwürmern
China Flüssigkeitsmangel
Chininum arsenicosum Appetitlosigkeit
Cocculus Erbrechen
Colocynthis Koliken
Crataegus Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Drosera Krampfartiger Husten
Dulcamara Harnwegsentzündung
Echinacea Verbrennungen
Euphrasia (eitrige) Bindehautentzündung, Nasenausfluss
Hepar sulfuris Abzesse, Furunkel, Gerstenkörner, Lefzenekzeme, Schleimbeutelentzündungen
Hyoscyamus Eifersucht
Hypericum Gehirnerschütterung
Jodum Gewichtsabnahme
Kreosotum Karies
Magnesium phosphoricum Zittern, Koliken
Myristica sebifera Abzesse, Entzündungen
Natrium muriaticum Appetitlosigkeit, Haarausfall
Natrium phosphoricum Parodontitis
Nux vomica Allgemeine Schwäche, Lähmungserscheinungen, Verstopfung, Erbrechen (auch in Fahrzeugen)
Phosphor Stärkung der Abwehrkräfte
Platinum Übermäßiger Geschlechtstrieb bei Hündinnen
Pulsatilla Gebärmutterentzündung, Scheinträchtigkeit, Staupe, Ohrenentzündung
Rhus toxicodendron Schmerzen und Entzündungen an Bändern und Sehnen, Rheuma,
Silicea Chronische Entzündung der Analdrüsen, trockene und schuppige Haut, Parodontitis
Spongia Reizuhusten
Staphisagria Gerstenkörner, Karies
Sulfur Ekzeme und Ausschläge, verfilztes Fell, Schuppen
Thuja occidentalis Warzen
Veratrum album Kreislaufprobleme, Kollaps

Zu beachten

Die Indikationen der verschiedenen Einzelmittel, die Hunden verabreicht werden können, unterscheiden sich nicht wesentlich von den Indikationen der Arzneien für Menschen. Dementsprechend ist diese Liste der Homöopathika für Hunde nicht vollständig und führt nur die wichtigsten Anwendungsmöglichkeiten auf. Der Behandlungserfolg kann durch Darmparasiten gefährdet werden. Daher empfiehlt es sich, das Tier vor der Verabreichung von Globuli zu entwurmen. Bei bekannten Grunderkrankungen, eine Verschlechterung des Zustandes oder ausbleibendem Behandlungserfolg sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden, um langfristige Gesundheitsrisiken auszuschließen. Ein Tierarzt mit homöopathischer Zusatzqualifikation kann außerdem bei der Wahl des richtigen Mittels behilflich sein [1][2][3].