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Homöopathie bei Säuglingen und Kleinkindern

Die Nase läuft, der Bauch tut weh und die Zähne machen Probleme. Irgendwo zwickt und zwackt es fast immer bei den lieben Kleinen. Kein Wunder, denn ihre Organe und ihr Immunsystem sind noch nicht ausgereift. Gleichzeitig wachsen sie im Rekordtempo. Viele Eltern wünschen sich, ihrem Kind auf sanfte Weise helfen zu können, ohne in die Entwicklung ihres Kindes einzugreifen. Hier ist die Homöopathie als ganzheitliche Heilmethode bestens geeignet.

Die Nase läuft, der Bauch tut weh und die Zähne machen Probleme. Irgendwo zwickt und zwackt es fast immer bei den lieben Kleinen. Kein Wunder, denn ihre Organe und ihr Immunsystem sind noch nicht ausgereift. Gleichzeitig wachsen sie im Rekordtempo. Viele Eltern wünschen sich, ihrem Kind auf sanfte Weise helfen zu können, ohne in die Entwicklung ihres Kindes einzugreifen. Hier ist die Homöopathie als ganzheitliche Heilmethode bestens geeignet.

Sie behandelt nicht nur das einzelne Symptom, sondern die tiefere Ursache der Beschwerden und wirkt tief und anhaltend. Wichtig für den Erfolg einer homöopathischen Behandlung ist die Wahl des richtigen Arzneimittels. Leichte akute Beschwerden können Eltern im Rahmen der Selbstbehandlung selbst behandeln. Beschwerden, die immer wiederkehren oder längere Zeit andauern, erfordern jedoch eine Behandlung durch einen erfahrenen Homöopathen oder Arzt/Therapeuten.

Typische Beschwerden bei Säuglingen und Kleinkindern

Wenn Säuglinge krank sind, handelt es sich zunächst meist um Probleme mit der Nahrungsaufnahme und der Verdauung. So kommt es in den ersten Lebensmonaten häufig zu Blähungen und Bauchschmerzen (den typischen Dreimonatskoliken), Speien, Erbrechen oder Gedeihstörungen. Auch Durchfall tritt bei Säuglingen und Kleinkindern häufig auf. Starke Unruhe und Schreien machen in den ersten Lebensmonaten vielen Eltern das Leben schwer. Nicht selten sind Reizüberflutung und Überreizung die Ursache. Neben einem geregelten, ruhigen Tagesablauf kann auch hier ein passendes homöopathisches Mittel helfen. Im zweiten Lebenshalbjahr lassen die Verdauungsprobleme und Koliken spürbar nach. Allerdings machen nun bei vielen Kindern die Zähne sowie die ersten Infekte mit Schnupfen, Husten, Bronchitis und Mittelohrentzündungen Probleme.

Gedeihstörungen

Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich. Manche nehmen schnell an Gewicht und Größe zu, bei manchen verläuft dieser Prozess langsamer. Sind Wachstum und Gewichtszunahme jedoch zu sehr verlangsamt oder stagnieren, spricht man von einer Gedeihstörung. Häufige Ursachen sind:

  • Unterernährung aufgrund von Schwierigkeiten beim Füttern,
  • Stoffwechselstörungen,
  • andere Erkrankungen wie Herz- oder Nierenerkrankungen
  • Rauchen, Alkohol oder bestimmte Erkrankungen der Mutter während der Schwangerschaft.

Neben der fehlenden Gewichtszunahme leiden die Kinder meist auch unter starker Müdigkeit und entwickeln Fähigkeiten wie Drehen, Sitzen, Krabbeln oder Laufen nur langsam.

Eine leichte bis mittelschwere Gedeihstörung wird behandelt, indem das Kind regelmäßig nährstoff- und kalorienreiche Mahlzeiten bekommt. In schweren Fällen muss unter Umständen Sondennahrung verabreicht werden.

Bewährte homöopathische Mittel bei Entwicklungsstörungen sind:

Abrotanum

Abgemagerter, träger Säugling mit dünnen Extremitäten und schlaffer Haut.

Weitere typische Anzeichen:

Schlechte Gewichtszunahme trotz guten Appetits, Heißhungeranfälle mit Schreien, Wechsel von Verstopfung und Durchfall mit unverdautem Stuhl.

Besser: Bewegung

Schlechter: Nachts, ausbleibender Stuhlgang, kalte Luft.

Stimmung: Misslaunig, gereizt. Zunehmend matt und kraftlos.

> hier geht’s zum Mittel Abrotanum

Calcium phosphoricum

Bauchkoliken bereits während der Trinkmahlzeit. Zarte, blasse Kinder mit eingefallener, schlaffer Bauchdecke.

Weitere typische Anzeichen:

Schlechte Kopfkontrolle durch niedrige Körperspannung, verzögerte Entwicklung. Phasenweise nervöse Unruhe mit fahrigen Bewegungen.

Besser: Koliken besser nach Stuhl- oder Windabgang. Ablenkung, neue Eindrücke, Bewegung.

Schlechter: Milch, Muttermilch, lange Ruhephasen.

Stimmung: Schnell unzufrieden, gelangweilt aber auch überreizt. Jammerig, wechselnde Stimmungen.

> hier geht’s zum Mittel Calcium phosphoricum

Causticum Hahnemanni

Schwache Verdauung mit mühsamem Stuhlgang. Magerer Säugling mit schwacher Muskulatur, unreife Hüfte.

Weitere typische Anzeichen:

Große Unruhe abends und nachts, zappelige Beine, seltene Stuhlfrequenz, mit Schleimauflagerungen.

Besser: Körperkontakt und Nähe, Bettwärme.

Schlechter: Abends und nachts, Alleinsein, Autofahren.

Stimmung: Sehr sensibel auf die Stimmung in der Umgebung, weinerlich, ängstlich, ruhelos. Schreit bei geringsten Kleinigkeiten.

> hier geht’s zum Mittel Causticum Hahnemanni

China officinalis

Blasser, magerer Säugling, kraftlos und schwach. Heißhungeranfälle, besonders nachts.

Weitere typische Anzeichen:

Heftige Nabelkoliken bei prall aufgeblähtem Bauch. Stuhlgang sowie Aufstoßen und Windabgang bessern nicht. Schlafstörung bei allgemeiner Überreizung.

Besser: Starker Druck, Zusammenkrümmen, Wärme.

Schlechter: Leichte Berührung, Kuhmilch, Obst.

Stimmung: Hochsensibel, leicht erregbar, häufiges Schreien, Schlaflosigkeit.

> hier geht’s zum Mittel China officinalis

Natrium muriaticum

Gedeihstörung, Verweigerung der Muttermilch.

Weitere typische Anzeichen:

Mager trotz guten Trinkens (außer Muttermilch), Stuhlverhalt, wunder rissiger After, trockene Schleimhäute.

Besser: Frische Luft, enge Kleidung (Pucken).

Schlechter: Mittagszeit (10.00 -15.00 Uhr), Hitze, Trost.

Stimmung: Sensibel, weint bei Unwohlsein hysterisch oder leidet still.

> hier geht’s zum Mittel Natrium muriaticium

Acidum phosphoricum

Schnell wachsender, magerer und schwacher Säugling mit aufgeblähtem Bauch.

Weitere typische Anzeichen:

Bauchkoliken, kraftlos und schwach nach der Trinkmahlzeit, Würgen und Spucken. Blähungen, häufiger Abgang von Winden, säuerliches Aufstoßen.

Starkes Schwitzen, besonders am Hinterkopf. Kühle Hände und Füße.

Besser: Wärme, kurzer Schlaf, Bewegung, Druck, Stuhlgang

Schlechter: Kälte, Aufregung, Überreizung, unterwegs.

Stimmung: Übersensibel, reizbar, Schreien wechselt mit Apathie.

> hier geht’s zum Mittel Acidum phosphoricu

Speien/Erbrechen nach dem Trinken

„Speikinder sind Gedeihkinder“: Diese alte Volksweisheit macht deutlich, dass häufiges Spucken und Erbrechen bei Säuglingen nicht unbedingt problematisch sein muss.

Solange das Baby regelmäßig nasse Windeln hat, ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden ist und aktiv ist, besteht kein Grund zur Sorge. Tritt das Erbrechen jedoch sehr häufig auf, stagniert die Gewichtszunahme oder bestehen Anzeichen einer Dehydrierung, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Mögliche Ursachen für häufiges Erbrechen sind Überfütterung, Reflux, Allergien und Unverträglichkeiten, Infektionen oder in seltenen Fällen eine Blockade im Verdauungstrakt.

Bewährte homöopathische Mittel bei Speien oder Erbrechen sind:

Aethusa cynapium

Quälendes Säuglingserbrechen nach jeder Mahlzeit, Durchfall und Bauchkrämpfe.

Weitere typische Anzeichen:

Milchunverträglichkeit, Auswurf von geronnener Milch. Hungergefühl nach Erbrechen, braucht schnell wieder die nächste Mahlzeit, auf die erneut erbrochen wird.

Besser: Ruhe, beruhigende Ansprache, im Freien, Bewegung.

Schlechter: Milch. Zu häufige Mahlzeiten. Hitze. Abends.

Stimmung: Große Unruhe, tiefgreifende Erschöpfung, Ärger, Unzufriedenheit, Angst.

> hier geht’s zum Mittel Aethusa cynapium

Antimonium crudum

Erbrechen und Aufstoßen unmittelbar nach der Mahlzeit, bringt keine Erleichterung.

Weitere typische Anzeichen:

Neigung zu Übergewicht, dicker weißer Zungenbelag, Abneigung gegen Muttermilch.

Besser: Ruhe, Liegen, Wärme, frische Luft.

Schlechter: Kälte, Sommerhitze.

Stimmung: Launisch, reagiert auf Körperkontakt launisch und gereizt. Möchte in Ruhe gelassen werden.

Lac defloratum

Gedeihstörung und Erschöpfung durch häufige Blähkoliken und Erschöpfung.

Weitere typische Anzeichen:

Unverträglichkeit von Muttermilch, Abneigung gegen Milch. Großer Durst auf milchfreie Getränke (Soja, Hafermilch). Gestörter Tag – Nacht – Rhythmus: Unruhig nachts, tagsüber schläfrig. Aufgetriebener, in der Nabelgegend berührungsempfindlicher Bauch.

Besser: Wärme, Ruhe, Druck.

Schlechter: Kälte, Luftzug, Muttermilch, Lärm.

Stimmung: Leicht erschöpft und überreizt, braucht viel Ruhe, fühlt sich allein mit den Eltern am wohlsten.

> hier geht’s zum Mittel Lac defloratum

Sepia succus

Speikind mit Abmagerung trotz gierigen Trinkens.

Weitere typische Anzeichen:

Verweigert die Brust, gieriges Trinken und Ablehnung wechseln sich ab. Feucht-kalte Hände und Füße. Erbrechen, Durchfall und Ekzem durch Milchunverträglichkeit.

Besser: Essen, heftige Bewegung, nach dem Schlaf. Druck, Wärme.

Schlechter: Morgens und abends, Kälte, Nässe, Zugluft.

Stimmung: Sensibel und scheu, schnell überreizt. Körperkontakt ist ihm oft unangenehm.

> hier geht’s zum Mittel Sepia

Silicea terra

Gedeihstörung mit Ablehnung und Erbrechen von Muttermilch. Untergewichtiger Säugling mit großem Kopf und aufgetriebenem Bauch.

Weitere typische Anzeichen:

Fröstelig, kälteempfindlich, kühler Schweiß an Füßen und Kopf. Sehr geräusch- und lärmempfindlich, wird beim Trinken dadurch gestört. Neigung zu eitrigen Infektionen und Verstopfung. Verzögerte Entwicklung.

Besser: Sommer, warmes Wetter, warmes Einhüllen

Schlechter: Kälte, Zugluft, nach Impfung

Stimmung: Brav, still, friedlich. Dann aber auch wieder eigensinnig, stur und nervös.

> hier geht’s zum Mittel Silicea terra

Blähungskoliken (Dreimonatskoliken)

Kolikartige Blähungen und Bauchschmerzen kommen bei Säuglingen häufig vor. Sie treten in der Regel ab den ersten Lebenswochen auf und können bis zum vierten oder fünften Lebensmonat anhalten. Blähkoliken sind sowohl für das Baby als auch für die Eltern sehr belastend. Meist äußern sie sich durch anhaltendes, untröstliches Weinen und Unwohlsein beim Baby, besonders nach den Mahlzeiten.

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Vermutlich handelt es sich um eine Kombination aus verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel eine unreife Verdauung, eine empfindliche Darmflora sowie das noch unreife Nervensystem des Säuglings.

Hilfreiche Maßnahmen sind zum Beispiel Bauchmassagen, warme Kompressen, Ruhe und Beruhigung, Positionswechsel, Herumtragen und in manchen Fällen auch eine Anpassung der Ernährung.

Bewährte homöopathische Mittel sind:

Bryonia alba

Heftige Blähungskoliken, die Schmerzen werden bei der geringsten Bewegung stärker

Weitere typische Anzeichen:

Schleimhäute und Lippen trocken, bräunlicher Zungenbelag. Wechselndes Trinkverhalten mit phasenweise großem Durst auf große Trinkmengen und dann wieder Verweigerung der Nahrung.

Besser: Trinken, Ruhe, sanfter Druck, Zusammenkrümmen oder Bauchlage.

Schlechter: Geringste Bewegungen, Schluckauf, Wärme.

Stimmung: Launisch und reizbar, gerät leicht aus dem Takt, verlangt nach Ruhe.

> hier geht’s zum Mittel Bryonia alba

Carbo vegetabilis

Quälende, kolikartige Bauchschmerzen mit stark aufgeblähtem Bauch.

Weitere typische Anzeichen:

Heftiges Schreien mit nachfolgender Erschöpfung und Schwäche. Kühler Schweiß, übelriechende Winde und Stühle. Verlangen nach frischer Luft.

Besser: Luft aufstoßen und Windabgang, kühle, frische Luft, Zusammenkrümmen, herumtragen.

Schlechter: Liegen, nachts, Zimmerwärme, Dunkelheit.

Stimmung: Träge, kraftlos, braucht viel Nähe. Nachts verstärkte ängstliche Unruhe und große Reizbarkeit.

> hier geht’s zum Mittel Carbo vegetabilis

Chamomilla

Heftigste und langanhaltende Schreiphasen bis hin zur völligen Erschöpfung. Rhythmusstörung mit fehlenden Ruhe- und Erholungsphasen.

Weitere typische Anzeichen:

Wechsel zwischen Zusammenkrümmen und Überstrecken. Möchte herumgetragen werden. Im Anfall schweißgebadet und mit Zornesröte im Gesicht, eine Wange häufig rot und heiß, die andere blass-kühl. Gelber oder grasgrüner Durchfall mit dem Geruch von fauligen Eiern.

Besser: Herumtragen oder – fahren, danach völlige Reizarmut. Nach Mitternacht bis frühmorgens.

Schlechter: Hitze, Bettwärme, Ärger, Abends, Berührung

Stimmung: Überreizt, extrem schmerzempfindlich, zornig, Im Anfall Abneigung gegen Berührung, Nähe und Trost.

> hier geht’s zum Arzneimittel Chamomilla

Colocynthis

Heftige kolikartige Bauchschmerzen, besser durch Zusammenkrümmen, Wärme und Druck auf den Bauch.

Weitere typische Anzeichen:

Rollt sich während der Schmerzattacken unwillkürlich zusammen, zieht die Knie zum Bauch. Abgang von Winden bessert nicht. Unverdauter, schaumiger Stuhl.

Besser: Gekrümmte Haltung, Druck auf den Bauch. Wärme, warme Bauchwickel. Frische Luft.

Schlechter: Nachts, Aufregung, nach dem Essen. Sanfte Berührung ohne Druck auf den Bauch.

Stimmung: Starke Reizbarkeit und Unruhe während der Bauchkrämpfe.

> hier geht’s zum Mittel Colocynthis

Cuprum metallicum

Periodische Anfälle von Bauchkrämpfen. Rudert heftig mit den Armen, wirkt verkrampft und verzweifelt.

Weitere typische Anzeichen:

Angespannter, berührungsempfindlicher Bauch, ständiger Wechsel zwischen Zusammenkrümmen und Überstrecken. Trinkt hastig, Erbrechen, ausgelöst durch kleinste Bewegungen.

Besser: Wärme, feste Bauchwickel, still liegen. Schwitzen.

Schlechter: Aufregung, Bewegung, heißes Klima, sanfte Berührung.

Stimmung: Während der Bauchkrämpfe unruhig, schrill schreiend, ängstlich, gereizt

> hier geht’s zum Mittel Cuprum metallicum

Lycopodium

Schmerzhafte Koliken, verstärkt am späten Nachmittag und frühen Abend.

Weitere typische Anzeichen:

Magerer Säugling mit aufgetriebenem druckempfindlichem Bauch, am frühen Abend verstärkte Unruhe. Warmer Körper mit klebrig schwitzigen Füßen.

Besser: Frische Luft, Bettwärme, Bewegung, Aufstoßen, Windabgang.

Schlechter: 16.00 – 20.00 Uhr, Zimmerwärme, Kleiderdruck, Alleinsein.

Stimmung: Sanft, empfindlich, schüchtern, fremdelt früh. Kann sehr reizbar und zornig werden.

> hier geht’s zum Mittel Lycopodium

Nux vomica

Reizbarer Säugling, schreit vor allem nach den Mahlzeiten.

Weitere typische Anzeichen:

Stuhlgang unregelmäßig und mühsam, muss angestrengt pressen. Neigung zu überstreckter Körperhaltung. Häufiges Spucken nach den Mahlzeiten.

Besser: Wärme, warme Getränke, nach dem Stuhlgang

Schlechter: Morgens, nach ausgedehnter Mahlzeit, Druck, Abkühlung, Ärger.

Stimmung: Reizbar, ungeduldig, sehr schmerzempfindlich.

> hier geht’s zum Mittel Nux vomica

Sulfur

Sporadische Spuckattacken, anfallsweise Nabelkoliken, Milchunverträglichkeit

Weitere typische Anzeichen:

Ständiges Trinkverlangen, während Koliken sehr berührungs- und schmerzempfindlich, Milchschorf und Ekzeme, besonders im Nacken. Warme, heiße Füße und Hände

Besser: Im Freien, Bewegung, Lage auf der rechten Seite, Schwitzen.

Schlechter: 11.00 Uhr morgens, Milch, Baden, Im Bett, geschlossene Räume.

Stimmung: Kräftiger, willensstarker Säugling, sehr durchsetzungsfähig. Phasenweise sehr reizbar. Abneigung gegen Wasser.

> hier geht’s zum Mittel Sulfur

Durchfall

Durchfall kommt bei Säuglingen und Kleinkindern häufig vor. Mögliche Ursachen sind u.a. Infektionen, Antibiotika, Nahrungsmittelallergien (z.B. auf Milch) oder Unverträglichkeiten (z.B. auf Lactose oder Gluten) sowie Entzündungen im Darm.

Um Austrocknung zu vermeiden sollte unbedingt dafür gesorgt werden, dass das Kind ausreichend trinkt. Bei starkem Durchfall wird eine Elektrolytlösung (ORS) empfohlen.

Wichtig: Bei Säuglingen unter einem Jahr sowie bei längeren oder stärkeren Durchfällen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Bewährte homöopathische Mittel bei Durchfall sind:

Aethusa cynapium

Säuglingserbrechen mit Durchfall, Unverträglichkeit von Milch geht mit Abmagerung und Schwäche einher.

Weitere typische Anzeichen:

Aufgeblähter Leib, Durchfall und Erbrechen mit heftigen Krämpfen, Erbrechen von geronnener Milch kurz nach der Mahlzeit.

Besser: Ruhe und Aufenthalt im Freien

Schlechter: Milch, heißes Wetter, nach dem Erbrechen, nach dem Stuhlgang.

Stimmung: Ruhelos, ängstlich und gereizt.

> hier geht’s zum Mittel Aethusa

Arsenicum album

Durchfall in häufigen, kleinen Portionen. Zunehmende Schwäche und Erschöpfung.

Weitere typische Anzeichen:

Durchfall dunkelgrün, faulig riechend, wund machend. Kalte Arme und Beine. Verlangen nach häufigen, kleinen Schlucken, ggf. kurz danach wieder Erbrechen. Unruhiger Schlaf, schreckt immer wieder auf.

Besser: Warme Getränke, Wärme auf dem Bauch, Nähe.

Schlechter: Nach Mitternacht (0.00 – 3.00 Uhr), mittags (12.00 – 14.00 Uhr), kalte Getränke

Stimmung: Unruhig, ängstlich, fröstelig.

> hier geht’s zum Mittel Arsenicum album

Calcium carbonicum

Übelriechende reichliche Durchfälle mit aufgetriebenem, geblähtem Bauch.

Weitere typische Anzeichen:

Wegen zuvor bestehender Verstopfung kann sich der Durchfall nur schwer entleeren, daher aufgetriebener Bauch mit stechenden Schmerzen. Rotes Gesicht, schwitzt stark vor allem am Hinterkopf und Nacken. Verzögerte motorische Entwicklung (Sitzen, Stehen, Laufen).

Besser: Wärme, Bett, Berührung.

Schlechter: Anstrengung, Kälte, Milch, nach Mitternacht, morgens.

Stimmung: Überwiegend zufrieden und ruhig, kann aber auch dickköpfig und störrisch sein. Ängstlich, Abneigung gegen Anstrengung.

> hier geht’s zum Mittel Calcium carbonicum

Chamomilla

Gelber oder grasgrüner zerhackter scharfer Durchfall mit Geruch nach faulen Eiern.

Weitere typische Anzeichen:

Kolikartige Bauchschmerzen, Kinder machen sich steif. Lautes Schreien, währenddessen schweißgebadet und mit zornesrotem Gesicht. Abneigung gegen Berührung, Nähe und Trost. Eine Wange rot und heiß, die andere blass und kühl.

Besser: Herumtragen, -fahren, dann völlige Reizarmut. Nach Mitternacht bis frühmorgens.

Schlechter: Hitze, Bettwärme, Zudecken, Ärger, Abends, Nachts.

Stimmung: Sehr reizbar und übererregbar, extrem ungeduldig.

> hier geht’s zum Mittel Chamomilla

Natrium sulfuricum

Gelbliche, wässrige, auch schaumige Durchfälle, besonders morgens oder unmittelbar nach dem Essen.

Weitere typische Anzeichen:

Kolikartige Blähungen, große Stuhlmengen, Verlangen nach warmer Milch, Abneigung gegen Joghurt.

Besser: Frische Luft, trockenes, warmes Wetter, Zusammenkrümmen.

Schlechter: Feuchtigkeit, Kleiderdruck, Spätabends.

Stimmung: Traurig, in sich gekehrt, will nicht angesprochen werden.

> hier geht’s zum Mittel Natrium sulfuricum

Phosphorus

Schmerzlose, übel riechende Durchfälle. Stühle sind farblos wässrig, häufig mit weißlichen Schleimbeimengungen.

Weitere typische Anzeichen:

Schwach und erschöpft nach der Stuhlentleerung, Verlangen nach kalten Getränken, die aber sofort wieder erbrochen werden, sehr geruchsempfindlich.

Besser: Frische, kühle Luft, kalte Anwendungen, Essen, Ruhe, Schlaf, sanfte Bauchmassage.

Schlechter: Abends, nachts, nüchterner Magen, überwärmte Räume, warme Getränke.

Stimmung: Offen, mitfühlend, sensibel, auch ängstlich. Verlangen nach Gesellschaft.

> hier geht’s zum Mittel Phosphorus

Podophyllum

Übel riechende, wässrige Durchfälle. Große Stuhlmengen spritzen explosionsartig heraus. Blähungen.

Weitere typische Anzeichen:

Windelregion wund und brennend. Rotes Gesicht, Speichelfluss, Aufstoßen, häufiges Spucken. Durchfälle besonders frühmorgens.

Besser: Zusammenkrümmen, Massage der Lebergegend, lokale Wärme, Bauchlage

Schlechter: Morgens, heißes Wetter, saures Obst, Milch, Zahnung

Stimmung: Sehr reizbar, cholerisch, aber auch sehr schwach.

> hier geht’s zum Mittel Podophyllum

Pulsatilla pratensis

Durchfälle von ständig wechselnder Farbe und Konsistenz

Weitere typische Anzeichen:

Durstlos trotz trockenem Mund und trockener Lippen, fröstelig, verträgt keine Hitze, gelblicher Zungenbelag.

Besser: Frische Luft, Kühle Umschläge, kalte Getränke, ruhige, langsame Bewegung, weinen

Schlechter: Wärme, warme Zimmerluft, Ruhe, Liegen.

Stimmung: Weinerlich, häufige Stimmungswechsel, Ängste, großes Bedürfnis nach Nähe und Trost.

> hier geht’s zum Mittel Pulsatilla pratensis

Zahnungsbeschwerden

Wenn die ersten Milchzähne durchbrechen, ist dies für viele Säuglinge ein unangenehmer oder sogar schmerzhafter Prozess. Häufige Symptome von Zahnungsbeschwerden sind

  • Anhaltendes Unwohlsein, Reizbarkeit und vermehrtes Weinen
  • Rötung und Schwellung des Zahnfleischs
  • Erhöhter Speichelfluss
  • Häufiges Greifen zum Mund oder an das Gesicht
  • Schlafprobleme (Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges Aufwachen)
  • Verminderter Appetit
  • Leicht erhöhte Temperatur
  • Durchfall

Linderung verschaffen Maßnahmen wie gekühlte Beißringe, Kühlung anhand eines leicht gekühlten Löffels oder einem feuchten Tuch oder sanfte Massagen des Zahnfleischs. Bei starken Beschwerden kann ein schmerzlinderndes Gel aufgetragen werden.

Bewährte homöopathische Mittel sind:

Aconitum napellus

Beschwerliche Zahnung mit Durchfällen. Schlagartig einsetzende Unruhe- und Angstzustände.

Weitere typische Anzeichen:

Zahnfleisch sehr berührungsempfindlich, einschießende Schmerzen, ausgeprägter Durst, Hitzegefühl.

Besser: Warme Getränke, Ruhe, im Freien.

Schlechter: Kalte Getränke, nachts, im Bett, Berührung, Aufregung.

Stimmung: Quälende Angst und Unruhe, lehnt Berührung und Nähe ab.

> hier geht’s zum Mittel Aconitum napellus

Belladonna

Plötzlich auftretende Schmerzattacken mit lautem Schreien, die ebenso schnell auch wieder verschwinden. Überstreckte Körperhaltung.

Weitere typische Anzeichen:

Roter, heißer Kopf, weite Pupillen, kühle Extremitäten. Evtl. begleitet von Fieber und Durchfall. Wellenartig wiederkehrende Schmerzen.

Besser: Ruhe, Bettruhe, warme, leichte Decke

Schlechter: Nachmittags und nachts, Sinnesreize (Berührung, Erschütterung, Zugluft, Geräusche, kühle Luft).

Stimmung: Schreckhaft, sehr geräuschempfindlich, temperamentvoll, bewegungsaktiv.

Weiter oben finden Sie den Link zu Belladonna

Calcium carbonicum

Spät beginnende Zahnung, oft anstrengend und beschwerlich.

Weitere typische Anzeichen:

Während der Zahnung Durchfall, sonst eher Verstopfung. Rundliche, behäbig-gemütliche Säuglinge mit großem Kopf, dickem Bäuchlein und langsamer Entwicklung. Schwitzt viel an Kopf und Nacken, Füße feucht-kühl.

Besser: Trockenes, mildes Klima, Wärme, Liegen, Ruhe.

Schlechter: Kälte, Anstrengung, Milch.

Stimmung: Zufrieden und pflegeleicht, aber auch dickköpfig und eigensinnig.

> hier geht’s zum Mittel Calcium carbonicum

Magnesium phosphoricum

Einschießende Zahnschmerzen besonders zur Schlafenszeit. Nervöse Überreizung und Erschöpfung.

Weitere typische Anzeichen:

Träger, schmächtiger Säugling, nimmt schlecht zu. Schwitzt viel am gesamten Körper und im Gesicht. Auffällig schreckhaft bei Berührung und bei Geräuschen. Neigt zu Durchfällen während des Zahnens.

Besser: Langsame Bewegung, Zusammenkrümmen, fester Druck, lokale Wärme.

Schlechter: Milch, nachts (3.00 – 4.00 Uhr), Ruhe, Ablegen. Sanfte Berührung.

Stimmung: Unruhig, überreizt, ängstlich-schreckhaft.

> hier geht’s zum Mittel Magnesium phosphoricum

Phytolacca decandra

Sehr empfindliche, wunde Zahnleiste. Bedürfnis, auf etwas Festes zu beißen. Starker Speichelfluss.

Weitere typische Anzeichen:

Nächtliche Schlafstörungen, Ruhelosigkeit. Starke Schmerzen, ziehen bis zu den Ohren. (Säuglinge fassen sich ans Ohr).

Besser: Kalte Getränke, Ruhe, Wärme, frische Luft.

Schlechter: Nachts, Schlucken, Bewegung.

Stimmung: Sehr schmerzempfindlich, ruhelos und schwach.

Silicea terra

Zahndurchbruch langwierig und beschwerlich.

Weitere typische Anzeichen:

Empfindliche Verdauung, unruhiges Trinkverhalten, verträgt keine Muttermilch. Späte Entwicklung (Sprechen und Gehen). Fröstelig und kälteempfindlich, besonders an Kopf und Füßen.

Besser: Warmes Einhüllen, Sommer, warmes Wetter

Schlechter: kaltes Wasser, Baden, Milch, Nachts, morgens.

> hier geht’s zum Mittel Silicea terra

Reizüberflutung

Die Sinne eines Säuglings sind in den ersten Lebensmonaten noch empfindlich und leicht überfordert. Erlebt ein Baby zu viele sensorische Reize wie Lärm, helle Lichter, emotionale Reize oder fremde Personen auf einmal kann es sein, kann es diese unter Umständen nicht angemessen verarbeiten. Mögliche Folgen sind:

  • Übermäßiges Weinen oder Schreien, das schwer zu beruhigen ist
  • Vermehrte Unruhe, Unwohlsein oder Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Rückzug, Vermeidung von Augenkontakt
  • Appetitlosigkeit oder vermehrtes Spucken

Um einer Reizüberflutung vorzubeugen, sollten Eltern darauf achten, eine ruhige und friedliche Umgebung sowie einen geregelten Tagesrhythmus für ihr Kind zu schaffen. Direktes, grelles Licht, laute Geräusche oder zu viele Menschen sollten vermieden werden.

Zeigt ein Baby bereits Anzeichen von Reizüberflutung, ist es wichtig, für eine ruhige Umgebung zu sorgen, damit es sich beruhigen kann. Sanftes Wiegen und kuscheln helfen meist auch.

Bewährte homöopathische Mittel sind:

Apis mellifica

Unruhiger und übererregbarer Säugling. Schreit aus dem Schlaf heraus, wacht bei der kleinsten Störung auf.

Weitere typische Anzeichen:

Erbrechen unmittelbar nach der Mahlzeit, trinkfaul, verweigert bei Unruhe die Brust.

Neigung zum Überstrecken.

Besser: Kühle, frische Luft

Schlechter: Wärme, enganliegende Kleidung, Druck, abends.

Stimmung: Nervös, schreckhaft, zittrig.

> hier geht’s zum Mittel Apis mellifica

Argentum nitricum

Wacher, kontaktfreudiger Säugling, schnell überreizt. Dann ängstlich und nervös, mit heftigen Schreianfällen.

Weitere typische Anzeichen:

Magerer Säugling mit aufgeblähtem Bauch. Quälende Blähkoliken, durchfällige Stühle, zerhackt und grün.

Besser: Im Freien, kühle Luft, Bewegung, Aufstoßen.

Schlechter: Nachts, Geräusche, Alleinsein, enge Kleidung, Zucker, Süßes, Wärme.

Stimmung: Sensibel und kontaktfreudig, schnell überreizt. Dann nervös, ängstlich, heftige Schreiattacken.

> hier geht’s zum Mittel Argentum nitricum

Belladonna

Plötzlich auftretende intensive Schreiattacken, die ebenso schlagartig wieder verschwinden.

Weitere typische Anzeichen:

In der Schreiphase hochroter, heißer Kopf, weite Pupillen. Kühle Hände und Füße. Sehr schreckhaft bei Berührung Geräuschen, Erschütterung und hellem Licht. Verkrampfte Körperhaltung, Schweißausbrüche.

Besser: Ruhe, Bettruhe, warme, leichte Decke

Schlechter: Nachmittags und nachts. Sinnesreize, Ausziehen, Wickeln.

Stimmung: Bewegungsaktiv, reizempfindlich, leicht überreizt.

> hier geht’s zum Mittel Belladonna

Coffea cruda

Reizüberflutung mit Schlaflosigkeit, die ganze Nacht aktiv. Schreiunruhe bei Erschöpfung und fehlenden Erholungspausen.

Weitere typische Anzeichen:

Hochaufmerksames Baby, hält mit weit aufgerissenen Augen der Müdigkeit stand. Motorische Unruhe, will ständig getragen werden. Schnelle Entwicklung. Geringer Schlafbedarf, leicht weckbar. Roter Kopf, Herzklopfen, weite Pupillen.

Besser: Schlaf, regelmäßiger Wechsel von Bewegungs- und Ruhezeiten, absolute Ruhe.

Schlechter: Lärm, Musik, Langeweile, Nachts, alleine.

Stimmung: Lebensfroh, neugierig- interessiert, bei fehlenden Ruhepausen überdreht und verzweifelt.

> hier geht’s zum Mittel Coffea cruda

Tuberculinum

Großes Bedürfnis nach Abwechslung und neuen Aktivitäten. Wird sonst unzufrieden und zornig.

Weitere typische Anzeichen:

Unruhiger, bewegungsreicher Schlaf. Unvermitteltes Aufschrecken und Schreien aus dem Schlaf heraus. Schläft in zusammengerollter Haltung. Nachtschweiß, schnelle Entwicklung, früh einschießende Zähne.

Besser: Frische, warme Luft, im Freien, Bewegung

Schlechter: Geschlossene Räume, Zahnung, Nachts (2.00 – 5.00 Uhr)

Stimmung: Reizbarkeit nach dem Erwachen, großes Bedürfnis nach Abwechslung.

> hier geht’s zum Mittel Tuberculinum

Zincum metallicum

Neugieriges Baby, schnell unzufrieden. Bei Überreizung zittrig erregt, schrilles Schreien, hastiges Trinken.

Weitere typische Anzeichen:

Muskelzuckungen und -krämpfe, im Schlaf verstärkt. Zittern bei Hunger und bei kleinster Erregung. Schwitzt stark vor allem an den Füßen, besonders abends und morgens.

Besser: Ausscheidung, Bewegung, frische warme Luft.

Schlechter: Lärm, Berührung, Milch, gegen Abend und nachts. Zahnung.

Stimmung: Übererregbar, schnell unzufrieden. Bei Abweichung vom Tagesrhythmus Erschöpfung und Schreiunruhe.

(Quelle: Martin Lang, homöopathische Behandlung von Kindern)

> hier geht’s zum Mittel Zincum metallicum

Anwendung und Dosierung:

Es sollte das Mittel ausgewählt und verabreicht werden, das am besten zu den aktuellen Symptomen passt.

Alle Mittel werden in der Potenz D6 oder D12 verwendet, im Akutfall alle ½Stunde 3-4 Globuli direkt auf die Zunge. Bei Besserung Abstände schrittweise auf 3 Gaben täglich vergrößern, dann beenden. Tritt nach 3-4 Stunden keine Verbesserung bemerken, sollte die Mittelgabe abgebrochen werden und ein anderes, passendes Mittel versucht werden. Bringt auch dies keine Besserung, sollte eine Homöopath/In um Rat gefragt werden.