Wirkung Homöopathie


Argumentationsgrundlage Intoleranz

Als Globuli- und Homöopathie-Portal beteiligen wir uns gern an dem allgemeinen Diskurs um die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln – sowohl mit Homöopathie-Befürwortern als auch mit den Gegnern der Homöopathie. Kürzlich erschien auf sciensblogs.de ein Gastbeitrag mit dem Titel „Geschäftsgrundlage Unwissen“ des österreichischen Journalisten Christoph Baumgarten, der es sich in seinem Artikel zur Aufgabe gemacht hat mit altbewährter Methode gegen die Homöopathie anzuschreiben.

Wir laden Herrn Baumgarten und Sie herzlich ein sich mit uns über die Wirkkraft von Homöopathie auszutauschen und fassen im Folgenden den Beitrag von Herrn Baumgarten kritisch zusammen.

Wir fragen uns warum der Homöopathie grundsätzlich mit Intoleranz entgegengetreten wird?

Gegner der Homöopathie werfen dieser Heilmethode vor, dass es bisher noch keine wissenschaftlich fundierten Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie gibt. Baumgarten geht hier noch einen Schritt weiter und bezeichnet die Homöopathie indirekt als Esoterik: „Vermutlich glaubt sie [Baumgartens Mutter, Anm. d. Red.] bis heute, dass das Pflanzenheilkunde ist. Mit Esoterik hat sie’s ja sonst auch nicht.“

Die Wirkungsweise der Homöopathie konnte bis heute durch die Wissenschaft nicht eindeutig belegt werden. Wir stellen daher provokant die Frage – ist das ein eindeutiges Anzeichen für die Unwirksamkeit der Homöopathie? Oder liegen den Methoden der modernen Wissenschaft zur Wirksamkeitsprüfung von Medikamenten und der Homöopathie ganz einfach unterschiedliche Ansätze zugrunde? Was einen vordefinierten Test nicht besteht, hat keine Wirkung sagt die Wissenschaft. Die Homöopathie setzt auf die Erfahrung des Einzelnen.

Nicht zuletzt entscheidet die Frage des Glaubens und der inneren Einstellung, die für den Heilungsprozess eine entscheidende Bedeutung spielt. Die Homöopathie macht es sich zur Aufgabe die Selbstheilungskräfte anzuregen. Da der Glaube an die Wirkung der Homöopathie bei Homöopathie-Anhängern den Gesundungsprozess positiv beeinflusst, können wir den Unmut gegen diese Heilmethode nicht verstehen.

Homöopathie oder Schulmedizin?

Wir unterstützen Herrn Baumgarten in seiner Aussage, dass das Prinzip der Homöopathie nicht jedem bekannt ist – auch nicht unter denen, die die Homöopathie für sich als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin anwenden. Doch wir wundern uns sehr über die Aussage: „Bei der so genannten Schulmedizin ist das anders. Dort fühlen sich Ärzte meist [kursiv, Anm. d. Red.] verpflichtet, Patienten zu erklären, wie neue Medikamente funktionieren sollen [kursiv, Anm. d. Red.].“

Eben hierin sehen wir den Grund dafür, warum immer mehr Patienten sich der homöopathischen Heilmethode zuwenden, eben weil viele Ärzte sich eben nicht die Zeit nehmen können, um sich mit dem Patienten intensiv auseinander zu setzen und um Aufklärung zu leisten. Viele Patienten fühlen sich unterversorgt – an Zeit und an Erklärung. Und überversorgt mit teuren Medikamenten, deren Wirksamkeit in Korrelation steht mit der großen Anzahl von zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen, die bei der Einnahme in Kauf genommen werden müssen.

Naturheilkunde Homöopathie?

Herr Baumgarten stellt in seinem Beitrag fest, dass die Homöopathie keine Naturheilkunde ist. Hiermit hat er Recht, jedoch nicht in der von ihm dargestellten Weise! Die Arzneimittel in der Naturheilkunde und der Homöopathie bestehen aus denselben Wirkstoffen – Pflanzen, Tieren und Mineralien. Lediglich die Wirkungsweise unterscheidet sich dahingehend, dass homöopathische Mittel potenziert werden und der Wirkstoff stark verdünnt im Arzneimittel vorhanden ist. In Naturheilmitteln kommen die Wirkstoffe in konzentrierter Form vor.