Argumentationsgrundlage Intoleranz
Als Globuli- und Homöopathie-Portal beteiligen wir uns gern an dem allgemeinen Diskurs um die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln – sowohl mit Homöopathie-Befürwortern als auch mit den Gegnern der Homöopathie. Kürzlich erschien auf sciensblogs.de ein Gastbeitrag mit dem Titel „Geschäftsgrundlage Unwissen“ des österreichischen Journalisten Christoph Baumgarten, der es sich in seinem Artikel zur Aufgabe gemacht hat mit altbewährter Methode gegen die Homöopathie anzuschreiben.
Wir laden Herrn Baumgarten und Sie herzlich ein sich mit uns über die Wirkkraft von Homöopathie auszutauschen und fassen im Folgenden den Beitrag von Herrn Baumgarten kritisch zusammen.
Wir fragen uns warum der Homöopathie grundsätzlich mit Intoleranz entgegengetreten wird?
Gegner der Homöopathie werfen dieser Heilmethode vor, dass es bisher noch keine wissenschaftlich fundierten Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie gibt. Baumgarten geht hier noch einen Schritt weiter und bezeichnet die Homöopathie indirekt als Esoterik: „Vermutlich glaubt sie [Baumgartens Mutter, Anm. d. Red.] bis heute, dass das Pflanzenheilkunde ist. Mit Esoterik hat sie’s ja sonst auch nicht.“
Die Wirkungsweise der Homöopathie konnte bis heute durch die Wissenschaft nicht eindeutig belegt werden. Wir stellen daher provokant die Frage – ist das ein eindeutiges Anzeichen für die Unwirksamkeit der Homöopathie? Oder liegen den Methoden der modernen Wissenschaft zur Wirksamkeitsprüfung von Medikamenten und der Homöopathie ganz einfach unterschiedliche Ansätze zugrunde? Was einen vordefinierten Test nicht besteht, hat keine Wirkung sagt die Wissenschaft. Die Homöopathie setzt auf die Erfahrung des Einzelnen.
Nicht zuletzt entscheidet die Frage des Glaubens und der inneren Einstellung, die für den Heilungsprozess eine entscheidende Bedeutung spielt. Die Homöopathie macht es sich zur Aufgabe die Selbstheilungskräfte anzuregen. Da der Glaube an die Wirkung der Homöopathie bei Homöopathie-Anhängern den Gesundungsprozess positiv beeinflusst, können wir den Unmut gegen diese Heilmethode nicht verstehen.
Homöopathie oder Schulmedizin?
Wir unterstützen Herrn Baumgarten in seiner Aussage, dass das Prinzip der Homöopathie nicht jedem bekannt ist – auch nicht unter denen, die die Homöopathie für sich als Alternative oder Ergänzung zur Schulmedizin anwenden. Doch wir wundern uns sehr über die Aussage: „Bei der so genannten Schulmedizin ist das anders. Dort fühlen sich Ärzte meist [kursiv, Anm. d. Red.] verpflichtet, Patienten zu erklären, wie neue Medikamente funktionieren sollen [kursiv, Anm. d. Red.].“
Eben hierin sehen wir den Grund dafür, warum immer mehr Patienten sich der homöopathischen Heilmethode zuwenden, eben weil viele Ärzte sich eben nicht die Zeit nehmen können, um sich mit dem Patienten intensiv auseinander zu setzen und um Aufklärung zu leisten. Viele Patienten fühlen sich unterversorgt – an Zeit und an Erklärung. Und überversorgt mit teuren Medikamenten, deren Wirksamkeit in Korrelation steht mit der großen Anzahl von zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen, die bei der Einnahme in Kauf genommen werden müssen.
Naturheilkunde Homöopathie?
Herr Baumgarten stellt in seinem Beitrag fest, dass die Homöopathie keine Naturheilkunde ist. Hiermit hat er Recht, jedoch nicht in der von ihm dargestellten Weise! Die Arzneimittel in der Naturheilkunde und der Homöopathie bestehen aus denselben Wirkstoffen – Pflanzen, Tieren und Mineralien. Lediglich die Wirkungsweise unterscheidet sich dahingehend, dass homöopathische Mittel potenziert werden und der Wirkstoff stark verdünnt im Arzneimittel vorhanden ist. In Naturheilmitteln kommen die Wirkstoffe in konzentrierter Form vor.
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69 Responses to Argumentationsgrundlage Intoleranz
@Micha
Mal im Ernst, Vielleicht mögen Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass ich weder Anhänger der Homöopathie bin, noch dass ich wirklich Ahnung davon habe.
Warum treiben Sie sich dann in einem Homöpathieblog herum und machen für Homöopathie Stimmung?
@ Dr. E. Berndt: „Ihre Angst ist mit der Weigerung untrennbar verbunden!“
Vielen Dank für Ihre laienpsychologische Ferndiagnose. Ich bin ja froh, dass ich nur „Angst“ habe. Ich dachte schon Sie attestieren mir anale Aggressionen.
Mal im Ernst, Vielleicht mögen Sie doch zur Kenntnis nehmen, dass ich weder Anhänger der Homöopathie bin, noch dass ich wirklich Ahnung davon habe.
Ihre Angst ist mit der Weigerung untrennbar verbunden!
Wenn Sie der Meinung wären, eine Äußerung diesbezüglich müsste in jeden Fall für Sie bzw. die Homöopathie positiv sein, dann hätten Sie doch sicherlich entsprechend gepostet, denn so viele Argumente “pro” sind bis dato ja auch nicht gekommen; und die, die regelmäßig abgeleiert werden, fallen meist unter URALTKALAUER.
und 3 x dürfen Sie raten, warum sich Guru Fritsche der Stimme enthält!
@ Dr. E. Berndt: “Ihr Grund, dass sie sich weigern mit Argumenten auseinanderzusetzen, ist, dass Sie panische Angst vor der dem Augenblick haben, an dem Sie mehr sehen, als ihnen lieb ist!”
Woran genau erkennen Sie dass?
@micha und andere H- Adepten!
Ich bitte um Durchsicht dieses Textes und weiters anzumerken, welche Textstellen falsch, unlogisch oder nicht ordentlich nachvollziehbar belegt werden!
Die Homöopathie ist eine pseudowissenschaftliche Methode zur Behandlung praktisch aller Erkrankungen, die von dem sächsischen Arzt und Okkultisten Samuel Hahnemann etwa um 1800 begründet wurde und heute nahezu unverändert existiert. Die Homöopathie stützt sich auf zwei allgemeine Grundprinzipien. Erfinder Hahnemann legte seinerzeit fest, dass nach dem Simile-Prinzip der Homöopathie jede Krankheit durch Stoffe geheilt werde, die beim gesunden Patienten ähnliche Symptome hervorrufe. Ebenso verkündete Hahnemann, dass nach dem Prinzip der Potenzierung die homöopathischen Mittel um so stärker wirken sollen, je stärker sie nach einem vorgeschriebenen Verfahren in Lösungsmittel verdünnt werden. Keines dieser beiden Prinzipien konnte bisher experimentell bestätigt werden.
Homöopathiegläubige sind bewusst oder unbewusst häufig pauschal skeptisch gegenüber der Wissenschaftlichen Medizin: Mit der (meist irrationalen) Angst vor der “schädlichen Chemie” ist untrennbar ein “Noceboeffekt” verbunden, der die Wirkung von gut bewährten konventionellen Verfahren beeinträchtigt.
@micha!
Ihr Grund, dass sie sich weigern mit Argumenten auseinanderzusetzen, ist, dass Sie panische Angst vor der dem Augenblick haben, an dem Sie mehr sehen, als ihnen lieb ist!
Und so blöd und verlogen kann offenbar keine Argumentation sein, dass Sie sich ihrer nicht bedienten.
Wenn sie schon Esowatch so aufgeschrieben haben, dann teilen sie uns doch mit, welche Argumente von Esowatch bezüglich der Homöopathie sachlich falsch, unrichtig zitiert, gefälscht oder sonst wie getürkt wurden. Lesen Sie doch das Kapitel Homöopathie durch und suchen Sie bitte nach Unwahrem! Sind etwa die grauenhaften und unmenschlichen Verifizierungsversuche in den KZ erlogen?
Dr. E. Berndt,
für mich persönlich gibt es keinen triftigen Grund, mit Esowatch-Sympathisanten und Esowatch-Aktivisten über Homöopathie zu diskutieren.
Lieber Micha!
Möglicherweise sagen Sie sich, was geht mich eine andere alternative Methode an. Ich bin zufrieden. Warum soll ich mich mit etwas auseinandersetzen, was mir egal sein kann?
Nun, darf ich ihnen versichern, dass der mit “Schulmedizin” geschmähten Medizin bzw. den Naturwissenschaften oft genug vorgeworfen wird, sie blickten nicht über den Tellerrand hinaus. Das tun diese sehr wohl und dementsprechend gibt es dazu genug Reaktionen, ob diese gefallen oder nicht sei einmal dahingestellt.
Jeder, der über den Tellerrand hinausblickt, beurteilt das, was er jenseits des Tellerrandes sieht, nach seinen sonst üblicherweise angewendeten und erlernten Kriterien. Er überprüft ob es Zusammenhänge gibt und dergl. mehr. Er überprüft, ob hier etwas zu beobachten ist, das bisher verborgen war oder ob seine Lehre, Theorie etc. sich als richtig erweist.
In diesem Sinne ist es immer sehr lehrreich über den Tellerrand zu blicken und gegebenenfalls seine Position mit neuen Argumenten stärken zu können.
Also in diesem Sinne, wenn Sie es noch nicht gemacht haben, machen Sie sich schlau, und erzählen uns etwas konkretes. Und mit dem Internet können sie wohl umgehen. Das sollte wohl reichen um sich schlau zu machen!
Lieber Micha!
Was ich mit Esowatch zu tun habe, oder ob in Esowatch irgend etwas drinnen steht tut in diesem Disput nichts zur Sache.
Sache ist, dass Sie für die Homöopathie eintreten. Daher ist anzunehmen, dass Sie viel, zumindest mehr als allgemein, über Homöopathie wissen. Diese Annahme impliziert, dass sie ihre Sympathie für die Homöopathie aus Wissen über die Homöopathie beziehen. Wenn das nicht der Fall ist, sondern ihre Sympathie nur aus Wissen von, das sind dann nur kontextlose Informationen beziehen, die, weil ungeordnet hinsichtlich Bedeutung und Zusammenhang, eben kein Wissen über ergeben können.
Wissen über bedeutet eben nicht nur so genannte Information zu haben, sondern auch mit diese Information sinnvoll be- und verarbeiten zu können.
Wenn das nicht geschieht und mit der Information immer nur so herumgefuchtelt wird, kommt eben kein Wissen über zustande.
Wer zeigen kann, dass es Wissen über besitzt, kann sich auch als wissend über legitimieren. Ihre Art Information diente bislang nicht zum Aufbau von Wissen über sondern ist nur depprimierend.
Also zeigen sie uns, dass sie umfassend Wissen haben und erklären Sie die Homöopathie nach Körbler!
@ Dr. E. Berndt: *Sie haben meinen Erwartungen voll entsprochen!*
Tja, selbst erfüllende Prophezeiung.
*Und zum Abschluss werden sie auch noch persönlich und versuchen die Miesmachermethode!*
Das sagen ausgerechnet Sie als Esowatch-Sympathisant.
http://www.google.de/webhp?hl=de#hl=de&source=hp&q=%22dr.+e.+berndt%22+esowatch&aq=f&aqi=&aql=&oq=&fp=652c36f327b83d8e
*Sie verweigern konsequent sich zu informieren, um nicht Gefahr zu laufen ihre Einstellung ändern zu müssen.*
- Woher wollen Sie denn wissen, dass ich mich NICHT informiere?
- Warum soll ich meine Einstellung ändern?
@Micha
Sie sollen Ihre Einstellung ja gar nicht ändern. Das hat hier niemand verlangt, was man bei genauem Lesen auch sehen kann. Was hier aber von Hr. Dr. Berndt und rolak (und auch mir) durchaus vorausgesetzt wird für eine ernsthafte Diskussion ist, daß man sich schon vorher etwas über das Thema informiert hat und nicht nur einfach drauflos schwafelt. Und daß Sie es vorziehen sich nicht zu informieren, das haben Sie selber weiter oben zugegeben:
@ Basilius: “Und daß Sie es vorziehen sich nicht zu informieren, das haben Sie selber weiter oben zugegeben:”
Tatsächlich? Dann zitieren Sie mich mal bitte wo ich das getan haben soll.
@Micha
Hatte ich doch eigentlich im Zitat oben drüber schon gemacht. Aber bitte, nochmals zum mitlesen für alle:
OK, das mit dem Zitieren hat wieder mal nicht so gut geklappt. Ich hoffe, man kann es trotzdem auseinanderklamüsern.
Sorry. Aber eine Anleitung oder Vorschaufunktion wäre hier echt hilfreich.
@ Basilius: “Sie wollen nicht über das Thema Homöopathie diskutieren, weil Sie davon keine Ahnung haben.”
Genau so ist es. Fachdiskussionen zur Homöopathie überlasse ich Personen die sich damit auskennen.
@Micha
Sie verzapfen viel oder besser gesagt nichts! Sie geben vor zu informieren und weigern sich bewußt zur Thematik zu äußern. Fest steht, daß es die Homöopathie in vielen Formen gibt und viele alternative Methoden bzw. Heiler von der H. inspiriert sind.
Wenn Sie also so durchdrungen sind, zu informieren und die Mitmenschen von der Homöopathie zu überzeugen, so muß doch angenommen werden, daß Sie sich zu den Experten zählen, also mehr Ahnung als bloße Laien haben und daher auch über die Randgbiete und Randerscheinungen etwas zu sagen haben. Und nicht nur ich will wissen, wie Sie dazu stehen. Was ist ihr Standpunkt zu anderen Methoden. Wirken alle gleich gut, besser oder schlechter usw.
Sie wollen uns dazu nichts sagen, und das tun sie auch noch mit Bravour! Ist schon eigenartig, oder nicht!
Also noch einmal: Was sagen Sie zu den Erfolgen der Homöopathie nach Körbler?
Dr. E. Berndt,
Ihrer Aufforderung Stellung zur Homöopathei nach Körbler zu beziehen, erteile ich eine Absage. Der Grund ist einfach, ich habe von Homöopahie keine Ahnung und von der Homöopathie nach Körbler lese ich in diesem Blog zum ersten mal. Ich habe mich hier lediglich wegen Esowatch zu Wort gemeldet.
Selbst wenn ich Homöopathie-Experte wäre, auch dann gäbe es keinen Grund für mich mit Ihnen in Diskussion zu treten. Ihr Interesse an Homöopathie beschränkt sich lediglich auf eine opponierende Haltung mit viel Sympathie für Esowatch.
Der Interessierte Leser darf gerne mal die Rezension über Ihr Buch „Der Pillendreh“ auf Amazon lesen, die gibt viel Aufschluss über Ihre Motivation und Ihren Aktionismus.
http://www.amazon.de/Pillendreh-Ein-Apotheker-packt-aus/dp/3851672356/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1301080931&sr=8-1
Sie haben meinen Erwartungen voll entsprochen! Und zum Abschluss werden sie auch noch persönlich und versuchen die Miesmachermethode! Ich dachte dies ist hier ein Homöopathieblog, wo keine Ahnungslosen ihre Statements abgeben.
Sie verweigern konsequent sich zu informieren, um nicht Gefahr zu laufen ihre Einstellung ändern zu müssen.
Es ist so, wie ich sage: Kein Verfechter alternativer Heilslehren wagt es ernsthaft die Methode seine Kollegen zu analysieren, weil er ganz genau ahnt oder weiß, dass jede Kritik oder jedes Lob seine eigene alternative Methode trifft!
UNd bitte warum posten Sie dann in einem Homöopathieforum, wenn Sie – nach ihrer Aussage – von allem und auch vom Drumherum keine Ahnung haben?
@Micha
Und? Was soll das jetzt belegen? Daß Herr. Dr. Berndt die Homöopathie für Pseudowissenschaft und Unsinn hält hat er nie verhohlen. Mehr geht aus der Rezension auch nicht hervor. Ob dem Rezensenten der Schreibstil des Buches gefällt und er sich nach dem Titel ein etwas anderes Buch erwartet hätte hat ja erst mal nichts mit der sachlichen Richtigigkeit der dort dargelegten Fakten zu tun, was der Rezensent im übrigen auch explizit bestätigt. Haben Sie die Rezension überhaupt gelesen, oder waren Sie einfach der Ansicht, da sie ja “nur” mit zwei Sternchen wertete wird Sie schon irgendwie gegen das Buch und Hr. Dr. Berndt sprechen? Dem ist aber nicht so und als Argument taugt das also leider wenig. Was haben Sie gegen das Engagement von Hr. Dr. Berndt? Ich kann nur vermuten, daß Sie die wohlfundierten Argumente gegen die Homöopathie nicht hören wollen, Genau darum geht es aber in dieser Diskussion.
Liebe Homöopathieadepten!
Sie werden gar nichts zur Homöopathie nach Körbler sagen, und das habe ich auch erwartet.
Sie ahnen es auch, warum es besser ist beharrlich zu schweigen.
Jede auch nur eine irgendwie “geringfügige” Beurteilung oder Analyse einer anderen alternativen, komplementären oder ganzheitlichen reißt Ihnen den Boden unter ihrer eigenen Heilslehre weg. Egal, was sie sagen, jedes, auch nur ein wenig ausgeführtes Pro- oder Kontraargument, richtet sich immer gegen sie bzw. hier gegen die Homöopathie.
Daher meiden sie es, wie der Teufel das Weihwasser und reiten auf allem und unmöglichen herum, nur um nicht in die Nähe einer Beurteilung zu kommen. Das löste sofort einen akuten Argumentationsnotstand aus.
Rolak,
haben Sie ihre tollpatschigen Suggestivformulierungen wie: „… nicht wahr, Micha“ aus einem Verkaufstrainingsbuch für erfolglose Versicherungsvertreter gelernt?
Esowatch betreibt eindeutig Internet-Mobbing. Hier möchte ich als Beispiel eine Hetzjagd über mehrere Seiten gegenüber den Heilpraktiker Wilfried Bales hervorheben, die sich vom Sommer bis Herbst 2010 hinzog. Esowatch hat diese Hetzjagd aus freien Stücken wieder aus dem Forum genommen. Federführen in dieser Mobbing-Aktion war die damalige Esowatch-Forum-Administratorin Conni die Wilfried Bales unterstellte, er würde mit seiner Arbeit als Heilpraktiker Straftaten begehen. Ohne jegliche Beweise hat die Esowatch-Forum-Administratorin aus der Anonymität heraus mit Dreck geworfen.
Conni on 14. September 2010, 15:18:48
„Der Typ ist hochgefährlich, der manscht in seiner Praxis mit Blut von HIV-Infizierten/Verdächtigen herum.“
Sorry, Micha, aber mit einem Menschen, der nicht nur von der Sache über die er schreibt keine Ahnung zu haben scheint, beleglos Vorwürfe in den Raum stellt, Zeitformen durcheinander bringt (wie kann -wenn es denn so war- eine eine gewesene Moderatorin aktuell etwas betreiben) und genau das Verhalten, das er anderen nur unterstellt selber an den Tag legt (z.B. mir “tollpatschige Suggestivformulierungen” zu unterstellen bei ganz normalem Sprachgebrauch und persönlicher Anrede) lohnt sich keine Diskussion.
Da gibt es Kaffekannen, die besser mitreden.
@ Dr. E. Berndt: „Eine anthroposophische Uni schreckt mich nicht.“
Es geht nicht um die anthroposophische Uni Witten/Herdecke, es geht um ihre Behauptung:
„Esowatch listet peinlich genau auf, was wo nachzulesen ist.“
Ich habe lediglich den einseitigen Esowatch-Wiki-Eintrag „Uni Witten/Herdecke“ als Gegenbeispiel für Ihre fadenscheinige Esowatch-Sympathie heran gezogen.
Sie wiederholen gebetsmühlenartig Ihre Forderung nach einer Erklärung zur Wirksamkeit der Homöopathie nach Körbler, natürlich zu Ihren Bedingungen. Das setzen von Links grenzen Sie – aus welchen Gründen auch immer – schon mal kategorisch aus. Als seien Sie hier der Leiter einer selbst ernannten Prüfungskommission zur Wirksamkeit der Homöopathie nach Körbler, für den das Ergebnis im Vorfeld eh schon fest steht.
@Micha
Wollen Sie jetzt ihre Sicht zur Homöopathie von Körbler darlegen, oder nicht?
Sie sind doch imstande zu schreiben, verfügen über Wissen, sind sicher überzeugt logisch denken zu können und so weiter… alles Eigenschaften über die sie als kritischer Zeitgenosse auszeichnet.
Also auf geht’s: Das Forum spitzt die Ohren
@ Dr. E. Berndt,
mein Beispiel mit der anthroposophischen Uni Witten/Herdecke versetzt sie ja regelrecht in Erklärungsnot. Statt konkret zum Sachverhalt zu antworten, faseln Sie was von „logisch , schlüssig, verständlich, naturwissenschaftlich kausal …“
Ich starte noch mal einen Versuch:
Wenn Esowatch nur die Mängelrüge vom Wissenschaftsrat gegenüber der anthroposophischen Uni-Klinik Witten/Herdecke aus dem Jahre 2005 einseitig zitiert, ohne die Zufriedenheitserklärung vom Wissenschaftsrat aus dem Jahre 2006 zu erwähnen – obwohl beides ein und den selben Sachverhalt betrifft – dann frag ich mich ernsthaft, was Sie in Ihrer Esowatch-Romantik genau mit sorgfältig ausgewählten Quellen meinen?
@ rolak: „München und Landau haben natürlich deswegen an Berlin abgegeben, weil man sich nicht zuständig fühlt.“
Korrekt. Die Ressourcen einer Staatsanwaltschaft bei Internetkriminalität sind stark begrenzt. Kinderpornografie, Kreditkartenbetrug, Hehlerei etc… überfordern schon seit Jahren die ermittelnden Staatsanwaltschaften. Da hat Internetmobbing wie es Esowatch gegen Heilpraktiker, Homöopathen … betreibt, bei einer ermittelnden Staatsanwaltschaft erstmal einen sehr niedrigeren Stellenwert.
Die Anwaltschaft Berlin ist für Bereiche der mittleren und Kleinkriminalität zuständig. Hier werden Fälle weiterverfolgt welche meist durch das Ressourcen-Raster einer herkömmlichen Staatsanwaltschaft durchfallen.
@Micha
Eine anthroposophische Uni schreckt mich nicht.
Nachdem aber Fritsche schweigt, darf ich auch an Sie die nachfolgende Bitte richten und Ihr Kommentar wird ab sofort erwartet!
Ich möchte von Ihnen erklärt bekommen – aber von Ihnen mit ihren Worten und nicht mit Links – warum z. B. die Homöopathie nach Körbler wirkt oder auch nicht wirkt.
Sie sind doch ein “Kämpferin” für die Homöopathie, sind sozusagen Expertin, kennen sich aus und Sie sind sicher sehr belesen in Homöopathie etc. Da Sie in vielen Foren, wo es um Homöopathie geht posten, gehe ich davon aus, dass Sie auch gut Bescheid wissen in der “Entwicklung” der Homöopathie bzw. über Therapien und Verfahren, die nach der Homöopathie arbeiten bzw. von dieser inspiriert sind und sich auch als Homöopathie bezeichnen.
So eine Methode ist die Homöopathie nach Körbler.
Zahllose Therapueten und approbierte Ärzte “arbeiten” mit der Homöopathie nach Körbler.
Ich gehe davon aus, dass Sie, die Sie sich sehr intensiv mit Homöopathie befassen, diese Methode kennen und es würde mich sehr interessieren, was sie darüber denken.
Stellen Sie uns doch Ihre Analyse der Homöopathie nach Körbler vor.
Mich würde sehr interessieren, was Sie zu einer Methode zu sagen haben, die mit auf die Haut gemalten Symbolen therapiert und die ihre Wirkung mit der Übertragung von “Informationen” begründet. Auch für diese Methode existieren zahllose Wirksamkeitsbekundungen.
Sie haben doch sicher schon davon gehört – oder nicht.
Internetmobbing? Micha, Du möchtest mit diesem niedlichen Begriff davon ablenken, daß Dein
ein Schuß in den Ofen war, nicht wahr? Abgesehen davon, daß der Begriff falsch sein muß, da das für Mobbing notwendige
(⇒Quelle, ausschließlich ‘am Arbeitsplatz’ Betreffendes entfernt) offensichtlich vom Kläger nicht belegt werden kann, da sonst schon längst gehandelt worden wäre.
Darf ich also so zusammenfassen, daß Du nur mal in der Gegend herumblöken wolltest, um einen gewissen Anschein zu hinterlassen?
@Kathie
Nachdem Fritsche schweigt, darf ich auch an Sie die nachfolgende Bitte richten: Ihr Kommentar wird ab sofort erwartet!
Ich möchte von Ihnen erklärt bekommen – aber von Ihnen mit ihren Worten und nicht mit Links – warum z. B. die Homöopathie nach Körbler wirkt oder auch nicht wirkt.
Sie sind doch ein “Kämpferin” für die Homöopathie, sind sozusagen Expertin, kennen sich aus und Sie sind sicher sehr belesen in Homöopathie etc. Da Sie in vielen Foren, wo es um Homöopathie geht posten, gehe ich davon aus, dass Sie auch gut Bescheid wissen in der “Entwicklung” der Homöopathie bzw. über Therapien und Verfahren, die nach der Homöopathie arbeiten bzw. von dieser inspiriert sind und sich auch als Homöopathie bezeichnen.
So eine Methode ist die Homöopathie nach Körbler.
Zahllose Therapueten und approbierte Ärzte “arbeiten” mit der Homöopathie nach Körbler.
Ich gehe davon aus, dass Sie, die Sie sich sehr intensiv mit Homöopathie befassen, diese Methode kennen und es würde mich sehr interessieren, was sie darüber denken.
Stellen Sie uns doch Ihre Analyse der Homöopathie nach Körbler vor.
Mich würde sehr interessieren, was Sie zu einer Methode zu sagen haben, die mit auf die Haut gemalten Symbolen therapiert und die ihre Wirkung mit der Übertragung von “Informationen” begründet. Auch für diese Methode existieren zahllose Wirksamkeitsbekundungen.
Sie haben doch sicher schon davon gehört – oder nicht.
@ rolak: „ich kann auch gegen meinen Nachbarn Strafanzeige stellen weil er nächtens immer mit seinem Hubschrauber vom Balkon startet um auf den anderen Balkonen und Dachterassen die Blumen zu kappen Das muß die Staatsanwaltschaft behandeln – ohne daß dadurch auch nur ein Jota Sinngehalt in meiner Anzeige auffindbar wäre. Allerdings könnte ich dann genau wie die soeben Erwähnten sagen daß die Staatsanwaltschaft ermittele. Für circa eine halbe Stunde lang.“
Rolak, Sie haben recht. Bei solch einem unsinnigen Sachverhalt wie Sie ihn gewählt haben, beschäftigt sich eine Staatsanwaltschaft maximal eine halbe Stunde damit.
Im Fall von Esowatch ist dem so nicht. Am 13.01.2011 hat die Staatsanwaltschaft München und Landau ihre bisherigen Ermittlungen in Sachen Esowatch der Anwaltschaft Berlin übergeben. Diese Ermittelt nun unter dem Aktenzeichen „3031 PLs 453/11“ im Fall Esowatch weiter.
Würde im Fall von Esowatch kein strafrechtliches Vergehen vorliegen, dann hätten die Staatsanwaltschaften Landau und München die Verfahren eingestellt und nicht an die Kollegen der Anwaltschaft Berlin übergeben.
@ Dr. E. Berndt: „Sie sollen die die Quellen monieren. Esowatch listet peinlich genau auf, was wo nachzulesen ist. Esowatch liefert hervorragende Quellenangaben.“
Die Aussage von Dr. E. Berndt ist falsch. Esowatch listet nicht peinlich genau auf. Esowatch selektiert und zitiert seine Quellen einseitig um Schmähung zu erzeugen. Hierfür gibt es zahlreiche Beispiele, ich nenne mal das von der anthroposophischen Uniklinik Witten/Herdecke.
In dem Esowatch Artikel, zur Uniklinik Witten/Herdecke, werden die aus dem Jahre 2005 vom Wissenschaftsrat kritisiert Versäumnisse explizit und einseitig erwähnt. Das die einst kritisierten Mängel 2006 wieder beseitigt wurden und der Akkreditierungsausschuss des Wissenschaftsrates sich voll und ganz mit der Uniklinik Witten/Herdecke zufrieden gab, finden in dem kurzen Esowatch-Artikel keine Erwähnung.
Peinlich genaue Quellenangabe, wie von Dr. E. Berndt behautet, sind bei Esowatch Fehlanzeige.
Hochervehrter Micha!
Quellen sind nicht gleich Quellen.
Selbstverständlich sind die Quellen vom Esowatch sorgfältig ausgewählt. Sorgfältig heißt, dass diese logisch , schlüssig, verständlich und naturwissenschaftlich kausal sind.
Alles andere wäre ja auch grober Unfug und unlogisch.
Esowatch erklärt jedem der naturwissenschaftlich kausal denken will und das nötige Quantum an Wissen mitbringt, schlüssig was Sache ist.
Dass Ihnen das offenbar nicht recht ist, ist verständlich.
Aber Sie dürfen ja ebenfalls logisch , schlüssig, verständlich, naturwissenschaftlich kausal dagegen halten.
Sie und die Homöpathen behaupten ja wissenschaftlich zu sein. Also dann müssen Sie sich schon an die eingeforderte Logig, Schlüssigkeit, Verständlichkeit und an die naturwissenschaftliche Kausalität in ihrer Argumentation halten.
Wir leben ja nur in einer (1) einzigen Welt und da gelten einheitliche Naturgesetze oder Regeln durchgehend und überall. Wenn Sie Erklärungen bieten, wo diese Regeln nicht gelten und sich widersprechen dann liegen Sie falsch, oder aber wir lassen gelten, dass es verschiedene Welten für verschiedene Menschen gibt, in denen die Realität nach unterschiedlichen Naturgesetzen abläuft.
Das ist doch nicht schwer zu verstehen, oder ?
Das mag in einer imaginären Welt funktionieren ,aber nicht in einer realen, eine Welt, von der wir annehmen, daß sie
Das mit dem Aktenzeichen hast Du aber schön kopiert, Micha.
Ein desolater Fehlschluß, der absolute Inkompetenz durchschimmern läßt – München und Landau haben natürlich deswegen an Berlin abgegeben, weil man sich nicht zuständig fühlt. Und auch dort wird man zum selben Ergebnis kommen, da nun einmal die Deutsche Jurisprudenz nicht für ausländische Serverbetreiber zuständig ist. Beispiel? Na klar: Aktenzeichen “266 UJs 719754/08″, es wurde ermittelt bzw Fristen abgewartet ca 8/2008 bis 9/2009, nach über einem Jahr eingestellt ohne das auch nur ein einziges Mal von offizieller Stelle ein strafrechtliches Vergehen erwähnt wurde.
Aber Fakten stören keinen CopyPaster, nicht wahr, Micha?
@Kathi:
Die Seite esowatch wird zwar anonym betrieben, was grundsätzlich an der Glaubwürdigkeit rüttelt, rechtswidrig ist sie deshalb in dieser Form so (zumindest aufgrund der Toplevel-Endung) auf jeden Fall nicht.
Und nach wie vor möchten wir keine Meinung unterdrücken. Und da Sie hier (und wie ich von anderen las auch ich) genau so anonym posten wie die Schreiber von esowatch schreiben, werden wir ja auch Ihren Beitrag nicht löschen.
@Dr. E. Berndt: Ich kann es nachvollziehen, dass diese “Frage” eher rhetorisch empfunden wird. Und da das Gegenteil von intelligent dann im Zweifelsfall als “doof” eingeordnet wird, finde ich Kathis Einwand vielleicht etwas emotional aber grundsätzlich gerechtfertigt.
Wir sind wie oben erwähnt auch nicht der Meinung, dass Wissenschaftler überzeugen, wenn Sie auf eine Quelle verweisen, die sich wiederum anonym zeigt. Dass dort womöglich wieder korrekte und “gute” Quellenangaben zu finden sind, ändert nichts an der Anonymität der Site. Und genauso vehement wie Sie und andere hier das Thema Homöopathie und Globuli verteufeln, genauso vehement negative Hinweise findet man zu esowatch an anderen Stellen im Netz. Und da die Diskutanten, die auf esowatch verlinkten, auf meine Nachfrage hin überwiegend die Diskussion eingestellt haben, zahlt das (für mich persönlich) auch darauf ein, dass esowatch womöglich nicht glaubwürdig ist.
Schliesslich findet man ja zuletzt auch Verleumdungsvorwürfe und vieles andere mehr zu esowatch. Ja, das muss nichts heißen, sonst würde es ja auch keine BILD-Zeitung mehr geben (was ich sehr begrüßen würde), nichts desto trotz finde ich es vorschnell abgewiegelt, esowatch als relevante Seite stehen zu lassen.
Und für mich passt es einfach nicht zusammen, dass diese Plattform einen Heiligenschein trägt, während hier jeder Beitrag und jede Meinung mit teilweise forscher Energie in die “Glauben heißt nicht wissen”-Ecke gedrängt wird.
Die daraus resutlierende Schlussfolgerung und meine Frage an einen anderen Diskutanten, ob jeder Wissenschaftler nur Wissenschaftler sein kann, wenn er Atheist ist, blieb unbeantwortet. Mich würde interessieren, wie Sie das sehen?
@kathi
Was soll das heißen, dass sie glauben, dass Mo “wissend” gepostet hat?
Können Sie erläutern, was Sie unter wissen verstehen?
Sie sollen die die Quellen monieren. Esowatch listet peinlich genau auf, was wo nachzulesen ist. Esowatch liefert hervorragende Quellenangaben. Ich darf sie also bitten, nicht die zitierende Stelle herunterzumachen, sondern die angeführten Zitate zu widerlegen.
Sie haben die Möglichkeit mit Sachlichkeit zu posten selbst in der Hand. Sie sollten das tun.
Hallo,
Kann ich über eure Website auch selbst produzierte Globuli verkaufen? Hab nämlich in der Küche gerade 1kg Zucker gefunden.
Energetische Grüße,
oxaffe
#Dr. Berndt: Ich glaube das Mi Lo sehr “wissend” gepostet hat. Ihre Einlassung mit der Unterstellung Mi Lo sei “doof” bewegt sich jenseits jeder Etikette. Aber Ihre Vorgehensweise kennt man ja schon aus anderen Foren und Blogs.
#Ich empfehle die Links zu rechtswidrig betriebenen Webseiten wie Esowatch zu löschen. Diese Herrschaften versuchen sich der Strafverfolgung durch Anonymität zu entziehen, vermutlich in der Hoffnung so weiter zahlreiche Verunglimpfungen und Halbwahrheiten veröffentlichen zu können und dafür nicht belangt werden zu können.
Hi Kathi, wenn Du hier hineinposaunst daß EsoWatch illegal betrieben wird, kannst Du doch mit Sicherheit auch das Aktenzeichen des entsprechenden Urteils nachliefern, nicht wahr? Falls Dir allerdings die Unterstellungen eines Fritsche, Weidenbusch et al ausreichen – ich kann auch gegen meinen Nachbarn Strafanzeige stellen weil er nächtens immer mit seinem Hubschrauber vom Balkon startet um auf den anderen Balkonen und Dachterassen die Blumen zu kappen. Das muß die Staatsanwaltschaft behandeln – ohne daß dadurch auch nur ein Jota Sinngehalt in meiner Anzeige auffindbar wäre. Allerdings könnte ich dann genau wie die soeben Erwähnten sagen daß die Staatsanwaltschaft ermittele. Für circa eine halbe Stunde lang. Danach ist dies, ebenfalls wie den soeben Erwähnten, Vorspiegelung falscher Tatsachen.
Allerdings scheint bei Dir die Wahrnehmung der Realität sowieso gestört zu sein, denn wie kann eine Frage, in der weder das Wort ‘doof’ vorkommt noch eine Person thematisiert wird (sondern ein Kommentar), als Unterstellung just dieses Zustandes bei einer Person gewertet werden?
@mi lo
Glauben sie, dass Sie intelligent gepostet haben?
So, jetzt mal ein Kommentar von einer einfachen, ungebildeten Hausfrau: “Ich gehe jetzt gleich mal auf die Wiese und unterhalt mich mit unserem Pferd. Dem helfen im Notfall immer Schüsslersalze und Globulis. Mal schaun wie sehr es an die Wirksamkeit von potenzierten Mittelchen glaubt.”
@ noch’n Flo
Natürlich sind wir sehr stark an den wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Homöopathie interessiert. Daher möchte ich an dieser Stelle auch gern auf zwei kürzlich veröffentlichte Beiträge hinweisen, die aufzeigen, dass die Wissenschaft sich mittlerweile sehr ernsthaft mit Thema Homöopathie beschäftigt und zwar nicht, und diese zu widerlegen, sondern um sie für sich zu nutzen.
Selbst wenn Homöopathie tatsächlich allein als Placebo fungiert und keine messbare, evidenzbasierte Wirkung hervorbringt, ist sie für die Medizin ein adäquates Mittel, um zu heilen – eben gerade weil Heilung ganz stark durch Glauben vorangetrieben wird. Hier möchte ich gerne auf folgenden Link verweisen:
http://radioprogramm.ard.de/viewEvent.php?id=28420748427
Und gerade weil die Homöopathie sich so großer Beliebtheit erfreut, nehmen sich auch immer mehr Wissenschaftler dieses Themas an und dementsprechend werden immer neue Theorien zur Wirkungsweise aufgestellt und geprüft. Ein neuerer Ansatz begründet sich auf die Quantentheorie. Eine Zusammenfassung findet sich hier:
http://www.suite101.de/content/heilt-die-medizin-der-zukunft-auf-der-feinstofflichen-ebene-a104231
@ globuli.de Team:
Den Podcast hinter dem ersten Link konnte ich mir aus Zeitgründen noch nicht anhören, werde versuchen, dies in den nächsten Tagen nachzuholen.
Aber den Artikel hinter dem zweiten Link habe ich gelesen. Und festgestellt, dass dort behauptet wird, die Existenz der sog. “feinstofflichen Signatur” sei bereits bewiesen worden. Von Jacques Beneviste. Was aber leider falsch ist. Er hat zwar behauptet, den Beweis erbracht zu haben, konnte ihn aber niemals reproduzieren ( http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Jacques_Benveniste ).
Etwas später wird dann Bezug auf die “Arbeiten” von Fritz-Albert Popp genommen. Dessen Tätigkeit auch eindeutig in den Bereich der Esoterik einzuordnen ist: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Fritz-Albert_Popp .
Sorry, aber wenn sich ein Artikel nur auf esoterische Pseudoforschung beruft, und keinerlei Belege (vor allem reproduzierbare) aus der seriösen Wissenschaft beibringen kann, muss ich ihn zwangsläufig als Unsinn einstufen.
Und noch ein kleiner Hinweis: es werden keine Theorien zur angeblichen Wirkungsweise der HP aufgestellt, sondern lediglich Thesen. Eine Theorie im wissenschaftlichen Sinne ist nämlich eine bereits gut überprüfte These, die nicht falsifiziert werden konnte und die logisch überprüfbar ist. Was bei den Thesen vieler Pseudowissenschaftler praktisch nie der Fall ist.
P.S.:
Um die Heilung durch den Glauben voranzutreiben braucht es keine HP. Da reicht auch ein ausführliches Gespräch beim Hausarzt (das aber leider in Deutschland sehr schlecht vergütet wird, während der HPler auch längere Gespräche privat abrechnen kann). In manchen Fällen ist wohl auch ein ausgebildeter Psychotherapeut sinnvoller als ein homöopathischer Heilpraktiker. Ich sehe immer noch keinen Grund, warum irgendjemand die HP wirklich BRAUCHT.
@globuli.de Team:
Sehen Sie, eine Diskussion darüber, ob die Gabe von Placebos aufgrund des gleichnamigen Effekts mit dem Hypokratischen Eid vereinbar sind, wäre tatsächlich interessant. Die ist, finde ich, nämlich alles andere als einfach zu klären.
Mich irritiert allerdings ehrlich gesagt, dass Sie hier ein öffentliches Portal dazu verwenden, Zweifel und sogar Unwahrheiten über wissenschaftliche Verfahren und die Wirksamkeit von Globuli zu verbreiten (würden Sie nur Fragen stellen, wäre das etwas anderes), sich in den Kommentaren dann aber darüber beschweren, dass andere um Nachweise bitten und sich an dieser Verbreitung stören. Aus 2 Gründen:
1. Sie stellen Behauptungen auf, die trotz zahlreicher Untersuchungen (ja, auch unter Berücksichtigung des Glaubens an die Wirksamkeit) nie belegt werden konnten und fordern von Zweiflern, doch einfach das Gegenteil nachzuweisen. So argumentiert auch Sarrazin (erfundene Statistiken sind wahr, bis sie jemand widerlegt). Für einen Dialog kann man nicht Behauptungen für gültig erklären, bis sie jemand anderes widerlegt hat.
2. Ich habe öfters von “Ralf” gelesen, dass man sich doch nicht daran stören soll, dass er selbst an die Wirkung glaubt. Das tut auch niemand. Bis er diesen Glauben in die Öffentlichkeit trägt und entgegen aller Studien für (implizit) wahr erklärt (und damit anderen potentiell Schaden zufügt), wobei wissenschaftliche Methoden, die er beim Fund eines Nachweises für die Wirksamkeit von Globuli sofort als unwiderlegbaren Beweis anführen würde, in Verruf gebracht werden. Links zu Studien mit leicht nachweisbarem Unfug sind dagegen schnell gefunden, hier finden sich auch keine Worte über mögliche Schwachstellen oder zweifelhafte Verfahren. Während “die Wissenschaft” mit zig peer-reviewten Studien bestimmt falsch liegt, braucht so ein halber Blog-Artikel gar nicht erst hinterfragt werden.
“Ich mach´mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt.”
Hallo Jan.
Das ich jetzt anderen Schaden zufüge erschüttert mich dann doch.Als Betreiber dieses Portals bin ich immer wieder mit neuen Facetten in der Argumentation konforntiert. Und das ist sehr schön, und mitunter auch ein Anliegen warum wir dieses Portal betreiben.
Das ich meine Meinung in die Öffentlichkeit trage, ist in einer Demokartie zum Glück nicht nur nicht verboten, sondern auch streng erwünscht. Nicht zuletzt ist das ein Grundpfeler unserer Demokratie. Dass ich das für Dinge tue, die nicht wissenschaftlich erwiesen sind, finde ich genauso vertetbar, da dies in sehr vielen Ebenen tagtäglich und normal ist. Und als Unternehmer treffe ich jeden Tag Entscheidungen, die im Zweifel nie der Wissenschaft sondern meinem Bauch folgen. Und das mitunter sehr erfolgreich.
An dieser Stelle würde mich interessieren, welche meiner Aussagen Sie heranziehen, die besagen, dass ich Zweifler aufrufe das Gegenteil zu beweisen? Ich bin mir dessen nicht bewußt. Und Nein, das ist keine rhetorische Retourkutsche, sondern es ist einfach so.
Und ja, ich mache mir meine Welt wie sie mir gefällt.
@Ralf von Globuli.de:
“Hallo “noch´n Flo”.
Leider führt ihr angeführter Link ins Leere.”
Nö. Bei mir auch nicht. soll ich den Inhalt kopieren und hier reinposten?
@Klaus Fritsche
Ich möchte von erklärt bekommen – aber von ihnen mit ihren Worten und nicht mit Links – warum z. B. die Homöopathie nach Körbler wirkt oder auch nicht wirkt.
Sie sind doch ein Kämpfer für Homöopathie, sind sozusagen Experte, kennen sich aus, sind sicher sehr homöopathische belesen etc.
Stellen Sie uns doch Ihre Analyse der Homöopathie nach Körbler vor.
Mich würde sehr interessieren, was Sie zu den auf die Haut gemalten Symbolen zu sagen haben.
Sie haben doch sicher schon davon gehört – oder nicht.
Hallo “noch´n Flo”.
Leider führt ihr angeführter Link ins Leere. Was wollten Sie uns denn über Herrn Fritsche mitteilen, was wir ggf. nicht wissen? Und warum posten Sie diesen Hinweis anonym?
Danke für ein Feedback und Gruß.
Ralf
Hallo Ralf,
also ich verstehe das nicht, aber bei mir führt der Link von noch’n Flo nicht ins Leere. Mich würde aber auch interessieren, was sie von der Qualifikation eines Betriebswirtes halten, der sich als Lobbyist versteht, anderen Idelogentum vorwirft, aber selber im nächsten Augenblick über eine verschleierte URL auf die Eselwatch verlinkt, welche eine reine Hetzkampagne ohne sachliche Argumente gegen Personen darstellt?
Abgesehen davon postet noch’n Flo genauso anonym wie Ralf.
Hallo Ralf,
also ausser Dr. Berndt hat hier bisher kein Kommentator seinen Klarnamen so angegeben, dass er eindeutig zu identifizieren wäre. Ich selber bleibe angesichts der Aktivitäten des Herrn Fritzsche gegenüber Skeptikern (siehe die von mir verlinkte Seite – der Link funktioniert bei mir übrigens ebenfalls problemlos) auch lieber dabei.
Hallo nochnflo.
Danke, der Link funktioniert bei mir jetzt auch.
Grundsätzlich: Ja, auch andere posten “anonym”, allerdings erachte ich das für kritisch, wenn es um die Kritik an anderen Personen geht.
@Basilius: Ich persönlich halte meine Kennung mit Name und Angabe dass ich zu dieser Plattform gehöre für wenig anonym.
Darüber hinaus: Ich/ wir müssen uns erst ein Bild von den Kommentatoren machen, von allen, auch von Herrn Claus Fritzsche. Da (u.a.) das Internet ein freies Medium ist, wollen wir dem auch Vorschub leisten, und der freien Meinungsäußerung nicht im Wege stehen.
Wie angedeutet stosse ich mich aber daran, wenn man anonym Kommentatoren hier angreift bzw. deren Reputation in Frage stellt. Das mag inhaltlich womöglich stimmen, normalerweise widmen wir uns Vorwürfen von anonymen Kommentatoren aber nicht.
Desweiteren: Ich würde lügen, wenn wir jetzt nicht ob all dieser Kommentare und gegenseitigen Attacken und einhergehender Kritik an unserer Plattform ins Schwimmen geraten. Ich gebe auch gerne zu, dass auch wir keine Wissenschaftler sind, die Themen wie Homöopathie im allgemeinen und Globuli im speziellen wissenschaftlich fundiert bejahen könnten.
Daher bitte ich um etwas Nachsicht, und um Verständnis. Wir/ ich “glauben” an die Homöopathie im allgemeinen, und Globuli im speziellen. Nicht zuletzt da wir damit u.a. bereits drei Kinder in unserer Wahrnehmung erfolgreich durch diverese Kinderkrankheiten geführt haben und immer noch führen, ohne ihnen vorher klassische Pharmazie angedeihen zu lassen.
Umso mehr ich mich aber mit den Inhalten hier bzw. auf Scienceblogs auseinandersetze, umso mehr kann ich verstehen, warum wir und andere Homöopathiefans verbale Prügel beziehen. Was aber wiederum nichts am “Glauben” ändert.
Daher werden ich/ wir versuchen all diese Argumente einzuordnen, ebenso werden wir kritischer betrachten, wem wir hier eine Bühne bieten. Nie werden wir jemandes Meinung verwehren, aber werden versuchen dem ggf. entgegenzutreten bzw. zu kommentieren, damit wir nicht als Unterstützer von nicht Unterstützungswürdigen Beiträgen dastehen. Dies erst einmal soweit an dieser Stelle. Danke. Ralf
@ Ralf:
O.K., ich hab’s kapiert. Hier geht es also nur um “Glauben”, also ist überhaupt kein Wunsch nach “Wissen” vorhanden.
Ich hoffe nur, dass die Macher dieser Seite sich des Umstandes bewusst sind, dass sie ohne Wissenschaft eine solche Seite gar nicht betreiben könnten. Weil es ohne Wissenschaft keine Computer gäber, kein Internet, keine dazugehörige Übertragungstechnik.
Wenn wir nur beim Glauben geblieben wären, wären wir vor ein paar Jahrhunderten in unserer Entwicklung stehen geblieben und würden immer noch “Hexen” auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Die Erde wäre für uns immer noch eine Scheibe und stünde im Zentrum des Universums.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen auf der einen Seite die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung wie selbstverständlich in Anspruch nehmen, aber auf der anderen Seite den Glauben über das Wissen stellen.
Sehen Sie denn da für sich überhaupt keinen Widerspruch?
Wahrscheinlich eher nicht, weshalb ich mich hiermit aus dieser Diskussion ausklinke. Über den Glauben zu diskutieren, macht nämlich keinen Sinn, da solche Diskussionen niemals logisch und stringent verlaufen können.
P.S.:
Was die Anonymität angeht: Sie selber posten auch nur als “Ralf”, also geben Sie auch nicht mehr preis, als ich (meinen Vornamen wird man wohl problemlos erraten können). Und warum ich angesichts der Anwesenheit eines Herrn Fritzsche meinen vollen Namen nicht nenne, sollte wohl aus dem von mir verlinkten Artikel eindeutig zu ersehen sein. Falls Sie diesen überhaupt gelesen haben. Ansonsten hätte Sie aber auch die dritte von Herrn Fritzsche verlinkte Seite hellhörig werden lassen können…
Hallo nochnflo.
Es ist eine unhaltbare Unterstellung, es wäre kein Wunsch nach Wissen vorhanden. Das kann ich klar verneinen, persönlich dachte ich auch, dass allein der hier betriebene Aufwand zumindest in ausreichendem Maße impliziert, dass wir u.a. durch die Diskussionen das Thema mit mehr Wissen durchdringen wollen.
Und Nein, ich sehe in Sachen Glauben und Wissen keinen Widerspruch. So weiß ich dass ich meine Frau und meine Kinder liebe, mir ist aber nicht bekannt dass das wissenschaftlich zu beweisen wäre, auch besteht keine Notwendigkeit. Warum muss ich also wissenschaftlich beweisen, dass Globuli mir helfen, wenn sie mir (für mein Dafürhalten) helfen!? Und warum muss ich es als Nichtwissenschaftler wissenschaftlich beweisen und/ oder belegen, um mich ansonsten der “Scharlatanerie” bezichtigt zu sehen?
Wenn ein Freund mich zu einer Meinung befragt, dann äußere ich Vermutungen und/ oder Empfehlungen, von denen i.d.R. keine Einzige wissenschaftlich belegt/ belegbar ist. Nichts desto trotz suchen Freunde bei mir gerne Rat, auch wiederholt, ohne dass das positive Endergebnis wissenschaftlich bewiesen wäre. Hier spielen Glaube, Erfahrung, Intuition und viele andere, teils wissenschaftlich wenig fundierte Dinge ein wesentliche Rolle.
Und warum muss es so widersprüchlich sein, dass ich Nutzniesser wissenschaftlicher Ergebnisse bin, ohne mich vor dem “Glauben” und den damit einhergend positiven Erfahrungen zu verschliessen?
Ist denn jeder Wissenschaftler gleichzeitig Atheist? Das müsste er doch, folge ich Ihrer Argumentation, zwangsläufig sein, oder nicht? Und führen Sie keinerlei Diskussionen die nicht logisch und stringent laufen? Wie machen Sie dass denn im alltäglichen Umgang? Sind Sie ein klischeehaft kauziger, graubärtiger Nickelbrillenträger wie ich ihn aus schlechten Filmen kenne, der bärbeissig jeden “Glaubenden” mit Missachtung straft, oder kann Ihre Umgebung und ihr Umfeld mit Ihnen auch nicht wissenschaftlich fundierte Dinge diskutieren? Ich gehe davon aus, sonst wäre die Diskussion hier gar nicht so weit gediehen.
Ich verstehe nur eben nicht, warum es so stringent und logisch ablaufen muss? Wenn Millionen von Menschen der Homöopathie zugewandt sind, ist es nicht ein Kampf gegen Windmühlen mit Gewalt zu versuchen die Homöopathie kaputt zu reden? Als Wissenschaftler auf der Suche nach neuen Erkenntnissen würde ich als Nichtwissenschaftler mehr Toleranz von Ihnen erwarten, ohne dass Sie das Thema gutheißen müssen.
Final muss ich jetzt natürlich annhemen, dass all diese Zeilen jetzt wieder gefundes Fressen sind, mich als “Laien” wissenschaftlich fundiert an die Wand zu nageln. Dass nehme ich auch gerne in Kauf. Nichts desto trotz glaube ich an die Wirksamkeit der Homöopathie, und werde u.a. diese fruchtbare Diskussion (noch mehr) zum Anlass nehmen, zu “erforschen”, wie man Leuten wie Ihnen auf Ihrem wissenschaftlichen Niveau begegnen kann. Und nantürlich nicht zuletzt in der Hoffnung, mehr Anhaltspunkte für eine logische Argumentation zu finden. Sollte ich nicht fundamental fündig werden, nehmen ich, und Millionen andere wahrscheinlich auch, weiterhin Globuli oder Schüssler Salze oder Bachblüten oder anderes.
@Ralf
OK, das mit dem Zitieren klappt noch nicht so ganz. Leider gibt es hier keine Vorschaufunktion. Ich hoffe, daß es mit diesem Nachtrag verständlicher wird. Meine beiden Antworten bezogen sich jeweils auf folgende Sätze von Ralf:
Warum muss ich also wissenschaftlich beweisen, dass Globuli mir helfen, wenn sie mir (für mein Dafürhalten) helfen!?
Und warum muss ich es als Nichtwissenschaftler wissenschaftlich beweisen und/ oder belegen, um mich ansonsten der “Scharlatanerie” bezichtigt zu sehen?
@Ralf
Vorab erst einmal danke für den offenen Umgang mit kritischen Kommentaren, auf nicht jeden Blog (auch nicht jeden ‘renommierten’) trifft das zu.
Zur Anonymität: Aus meiner Email-Adresse geht meine googlebare Identität hervor. Es gibt ausreichend Gründe, diese nicht als Fahne vor mir her zu tragen. Das ich sie Ihnen pers. trotzdem verrate, ist ein Vertrauensvorschuss.
Zu den Attacken: Sie haben zu einem Disput aufgerufen und damit eine Reihe von Wissenschaftlern angelockt (d.h. Leute aus dem Wissenschaftsbetrieb, Wissenschafts-orientierte und auch gestandene NW-promovierte-Wissenschaftler). Wenn Sie das, was hier abläuft, als ‘Attacken’ bezeichnen, haben Sie niemals in der Wissenschaft eine These oder eine Dissertation verteidigt; hier ist es nur ein bisschen Wattebäuschchen werfen.
Nun, möglicherweise werden Sie ein wenig von dem ‘wissenschaftlichen’ Ansturm etwas überrant, evtl. gerät Ihr Weltbild ins Wanken. Das ist etwas, was eigentlich jeder ‘echte’ Wissenschaftler sucht, nämlich eine wissenschaftliche Revolution, so etwas wie die kalte Fusion oder ein Wassergedächnis.
Zur Erinnerung: Viele große Erkenntnisse wurden bei Experimenten gewonnen, die so nicht verlaufen ‘durften’: U.a. Penicillin, Nickel-Effekt.
Gedanken-Experiment: Eine Fee erscheint den ‘Wissenschaftlern’: “Wenn Du mir beide Arme und Deine Augen opferst, gebe ich Dir den Beweis, dass Homöopathie (fast) alle Krankheiten heilen kann.” Ich behaupte einfach mal, dass gut 3/4 aller Wissenschaftler einschlagen würden.
P.S. Ein wenig mehr von dem versprochenen Disput wäre schon angebracht.
Hallo s.s.t.
Danke für das Vertrauen und Danke für die wertschätzende Interpretation des Umgangs mit der Diskussion.
Und ohne allzu anbiedernd daherzukommen, muss ich mich als Nichtwissenschaftler für die Info zu meine Wahrnehmung hinsichtlich des Disputes besonders bedanken.
Das war für mich sehr hilfreicher Input, weil ich mir in der Tat gut vorstellen kann, dass diese “Attacken” in der Fachwelt das Niveau von Wattebäuschchen nicht übersteigen. Denn ich habe in der Tat nie eine These wissenschaftlich fundiert verteitigen müssen, oder gar eine Dissertation erarbeitet und verteidigt.
Das, gepaart damit, dass wir in der Tat mit dem wissenschaftlichen Feedback, ausgelöst von unserem “Pieks” in das Wissenschaftler-Wespennest, etwas überfordert sind ist schon mal ein sehr guter Anfang. Ein Anfang dafür, das in die zukünftigen Planungen und Bestrebungen für diese Plattform einfliessen zu lassen.
Ich glaube jetzt besser verstehen zu können, warum Sie und andere wahrscheinlich erst mal heftigst die Stirn runzeln, wenn Sie auf unsere Inhalte und unsere und die Meinungen unserer Besucher stossen.
Meine Kollegin hat hier den “Kampf” aufgenommen, sie hat hier ja den “Pieks” gesetzt und versucht sich jetzt auch zu akklimatisieren. Genau so wie ich das auch tue.
Mein Weltbild gerät dabei jetzt nicht ins Wanken. Nicht weil ich mich davor bewahre, sondern weil meine Erfahrungen mit der Homöopathie mich nicht in Versuchung führen, mir das wissenschaftlich “verleiden” zu lassen. Ich sehe sehr wohl die mangelnde Fundiertheit unserer Aussagen für Sie und andere Ihres Faches bzw. Kompetenz. Aber was ist mit all den Menschen, die der Homöopathie positiv gegenüber stehen?
Was ist mit unserer Kinderärztin, welche eine klassische, medizinische Dissertation erarbeitet hat, um heute unsere Kinder i.d.R. nur homöopathisch zu behandeln? So wie ich all diese Argumente (früher Attacken ;o) ) hier verstehe, ist sie jetzt eine Trittbrettfahrerin von Unzulänglichkeiten im Gesundheitssystem, gepaart mit der Geschäftstüchtigkeit, “Glaubenden” Geld für “Nichts” abzuknöpfen? Ja, das rüttelt an meinem Weltbild. Aber warum ist es Ihnen als Wissenschaftler so wichtig, mein positives Weltbild und meine grundsätzlich glückliche und zufriedene Situation ins Wanken zu bringen, wenn Sie hier versuchen Menschen wie uns und unsere Ärztin fachlich zu demontieren?
Ich hoffe das ist jetzt alles nicht zu subjektiv, und zu weit weg vom Niveau der Diskussion wie sie in der Wissenschaft geführt wird. Aber wie ich auch bei nochnflo schon angemerkt habe, gibt es doch unzählige Dinge, die unser Leben gestalten und bestimmen, ohne dass diese wissenschaftlich fundiert sind!?
Und ja, mehr Beteiligung hinsichtlich des Disputes ist in der Tat angebracht. Es ist auch nicht so, dass ich hier nur alle par Tage “vorbeischauen” würde. Es ist aber in der Tat so, dass hier sehr viel “wirkt”, angestossen wird, auch sehr viel weiterführende Info verlinkt wird. Und sich all dem anzunehmen, und dann auch noch zeitnah zu diskutieren, fällt mir nicht zuletzt aufgrund der primären Hauptbeschäftigung ziemlich schwer.
An dieser Stelle aber noch eine Frage: Warum ist eine anonyme Plattform wie esowatch eine so unumstössliche Argumenationsquelle? Wie stimmt dass denn mit der sonstigen Argumentation der Wissenschaft überein? Können Sie und/ @nochnflo mir hier weiter helfen?
Und eine letzte Frage: In der Vergangenheit gab es Zeiten, zu denen wir uns nur und ausschliesslich der natürlichen Hilfsmittel, ohne jeden wissenschaftlichen Beweis, bedienen konnten. Nun hat die Wissenschaft ja enorm zur Verlängerung unserer Lebenszeit beigetrage. Aber war es früher nur “Zufall”, dass wir nicht alle sofort wieder gestorben sind? Natürheilkräuter und anderes waren dann alles nur Beigaben die keinen Einfluss auf unsere Gesundheit hatten, weil sie nicht wissenschaftlich fundiert waren/ sind?
Hallo Basilius.
Danke für die Erläuterungen.
Ich glaube verstanden zu haben. Aber egal was ich weiß, werde ich als Fürsprecher der Homöopathie von Menschen wie Ihnen IMMER als Unfuggetriebener Mensch dastehen? Was ist denn mit Spiritualität, Intuition und anderen Dingen? Was ist all ne nicht wissenschaftlich bewiesenen aber alltägllichen Dingen?
Ich weiß dass wir als Betreiber einer solchen Plattform uns mehr Wissen anschaffen müssen. Ich weiß auch, dass besonders die Pharmaindustrie dem immer die Wissenschaft entgegensetzen wird.
Hallo s.s.t.
Sind Sie schon aus dem Disput ausgestiegen?
Reiner Zufall war es sicherlich nicht. Das wäre zu scharf formuliert und so fatalistisch sehe ich das auch gar nicht. Was früher mit Heilkräutern und anderen Therapien schon seit der Zeit der antiken Griechen gemacht wurde, war ja im Ansatz schon der durchaus richtige Versuch Beobachtungen zu machen und die Ergebnisse der Therapien einzuschätzen und davon ausgehend Erfahrungen zu sammeln, damit in Zukunft die als erfolgreich “beobachteten” Therapien weiter eingesetzt werden. Der Unterschied zwischen dieser anfänglichen Versuch&Irrtum Medizin und der evidenzbasierten Medizin ist die Einführung der wissenschaftlichen Methode. Hier wird dem beobachteten Einzelfall seine allgemeingültige Aussagekraft abgesprochen, weil man erkannt hat, daß sich hier vielerlei Fehlschlüsse und Selbsttäuschungen ergeben können, die dazu führen können, daß ich eine eigentlich wirkungslose Therapie leider doch als wirksam einschätze. Diese soweit als irgend möglich auszuschließen ist Sinn der wissenschaftlichen Methode. Eine “geglaubt” hilfreiche Therapie wird nicht dadurch wirklich wirksam, daß die Wirksamkeit mittels der wissenschaftlichen Methode nachgewiesen ist. Das ist eigentlich völlig egal, genauso, wie es eigentlich egal ist, ob ich an die Wirksamkeit der Therapie glaube (obgleich dies möglicherweise den Placebo-Effekt verstärken kann. Allerdings gibt es inzwischen Untersuchen, welche darauf hindeuten, daß ein Placebo verblüffenderweise sogar dann wirksam sein könnte, wenn der Patient weiß, daß es sich um ein Placebo handelt. Aber das ist eine andere lange Geschichte, welche noch weiter untersucht werden sollte…).Wenn die Therapie wirkt, dann wirkt sie. Dazu brauche ich auch keinen Nachweis. Und deshalb haben auch in früheren Zeiten einige Therapien selbstverständlich schon Menschen heilen können und können es auch heute noch, solange diese Therapien wirklich wirksam sind. Der entscheidende Unterschied ist, daß ich mittels der wissenschaftlichen Methode einen recht zuverlässigen objektiven(!) Nachweis erbringen kann, welche meiner vermutet/geglaubt wirksamen Therapien dieses denn nun auch wirklich leisten können und nicht nur auf falscher Beobachtung oder einem dummen Zufall beruhen.
Mal eine interessierte Frage: wie können die Betreiber dieser Seite wirklich glauben, dass Claus Fritzsche auch nur in irgendeiner Weise eine Autorität bzw. ein Experte für irgendetwas sein sollte?
Siehe hier: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Claus_Fritzsche
Sorry, aber bei allem Wohlwollen hat sich diese Seite damit (aus meiner Sicht) als absolutes Windei erwiesen!
hier kann man diese Aussage überprüfen:
Elemente des Periodensystems (Eisen, Schwefel, Arsen, Kupfer, Quecksilber etc.),
deren Verbindungen (Kalium carbonicum, Calcium phosphoricum etc.),
aus der Retorte gewonnene Arzneimittel (Hepar sulfuris, Causticum etc.),
Pflanzen oder deren Teile (Anemone, Mandragorawurzel),
Tiere oder deren Sekrete (Biene, Darmausscheidungen des Wals etc.),
Krankheitserreger („Nosoden“) (Syphilis-,Tuberkel-,Polio-, Lepra-Nosode),
ursprünglich allopathische Arzneimittel (z .B. Penicillin,Cortison) und
Imponderabilien (z. B. Elektrizität, Magnete: §§11 und 286-288Organon)
Es sind auch Stoffe darunter, die wir (nicht potenziert) täglich zu uns nehmen wie z. B. Kochsalz, Zucker, Kaffee, Küchenkräuter oder mit ihnen sonst Umgang haben wie z. B. Holzkohle etc.
Alle diese Stoffe werden verrieben, verschüttelt und verdünnt, so dass solche, die giftig sind, ihre Giftigkeit verlieren und solche, die keinerlei Heilkraft zu besitzen schienen, gleichermaßen zu Arzneien werden.
Vakuum C200 (darauf muss man erst mal kommen))
Antimaterie C200 (das toppt sogar das Vakuum,
Excrementum canium C200 (Hundekot)
Luna C200 (Mondstrahlen, “Strahlungen des Herbstvollmondes”)
Handystrahlen C200
Wasser
MicrowellenGlobuli
Plutonium
Cocain
Kennt man die “Indikationen” für diese Mittel? Interessant ist, welche Symptome Antimaterie beim Gesunden auslösen soll (auch interessant: woher bekommt Remedia Antimaterie und Cocain ?).
Wie Potenziert man zum Beispiel britische Sonne, Vakuum, Handystrahlen, Feuer, Antimaterie?
Geht es nur mir so, oder empfinden auch andere diese Darstellung im obigen Artikel als etwas arg ungenau, um nicht zu sagen beschönigend falsch? In den allermeisten mir bekannten Homöopathischen “Medikamenten” ist die Verdünnung so weit getrieben, daß vom Wirkstoff doch gar nichts mehr enthalten ist? Wieso stellen Sie dies in Ihrem Artikel anders dar und sprechen lediglich von “Verdünnung”?
Zum Argument mit den zu kurzen, weil zu teueren Arztterminen muss ich Ihnen insofern Recht geben, als daß es wünschenswert wäre, wenn unsere Gesundheitskassen hier mehr bezahlen können würden. Aber das ist kein negatives Argument gegen die evidenzbasierte Medizin. Genauswenig, wie es in keinster Weise ein Verdienst der Homöopathie wäre. Bezahlen Sie Ihrem Hausarzt dieselbe überteuerte Rechnung, welche Sie vom Homöopathen bekommen einfach privat, dann hat der auf einmal genausoviel Zeit.
Einfach zu behaupten Homöopathie wäre generell günstiger als EBM ist erwiesenermaßen falsch.
Dass die Alternativmedizin im Allgemeinen (einschl. der Homöopathie) die Krankenkassen sogar teurer kommt, wurde ja schon in den 90ern in der “Helsana-Studie” bewiesen: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Helsana-Studie .
…und wieder die anonyme esowatch-Plattform mit einer Studie die Jahrzente alt ist!?
@Ralf
Na und? An der Korrektheit der Ergebnisse dieser Studie ändert das doch nichts. Die Plattform Eso-Watch hat diese Studie ja nicht gemacht, sie verlinkt nur auf diese. Wäre es Ihnen lieber, wenn die Verlinkung über einen anderen Informationsdienst kommen würde? Wäre dann die Studie selber auf einmal besser? Das Argument mit dem Alter ist auch ziemlich sinnfrei, solange es keine neueren und genaueren Studien gibt, welche ihre möglichen neueren Erkenntnisse auch ordentlich belegen können. Die Homöopathie ist ja auch schon über 200 Jahre alt. Und ist seitdem nicht mehr weitergekommen. Aber deswegen ist die Homöopathie weder richtiger, noch falscher. Das ist vom Alter doch völlig unabhängig.
“Die Wirkungsweise der Homöopathie konnte bis heute durch die Wissenschaft nicht eindeutig belegt werden. Wir stellen daher provokant die Frage – ist das ein eindeutiges Anzeichen für die Unwirksamkeit der Homöopathie?”
Nun ja … es verhält sich ein wenig anders als dargestellt.
Die Behauptungen, die über die Wirksamkeit der Homöopathie getätigt werden, halten einer wissenschaftlichen Analyse nicht stand. Jeder der postulierten Mechanismen der HP ist in wenigen Sekunden zu falsifizieren. Was bleibt, ist das hilflose Schulterzucken und der Stoßseufzer “aber es funktioniert doch!”
Wie kann das sein? – Hier hilft ein wenig Mustererkennung. Denn es gibt einen Mechanismus, der exakt das gleiche leistet wie die HP, sogar in Bezug auf Wirkstoffmengen: der Placebo-Effekt. Dieser ist Gegenstand intensiver Forschung und deutlich jünger als die HP. Trotzdem ist er besser erforscht als der angenommene Wirkmechanismus der HP, denn über ihn gibt es jede Menge klare nachvollziehbare Aussagen.
Also:
WENN die HP Behauptungen aufstellt, die im krassen Widerspruch zu allen physikalischen Mechanismen und Regeln stehen und sich *ausschließlich* in Wirkungen von “Medikamenten” bei einigen sehr speziellen “Beschwerden” zeigen sollen UND gleichzeitig ein *bekannter* Menchanismus existiert, der bei jenen erwähnten “Beschwerden” besonders wirkungsvoll ist, dann ist es in der Tat ein eindeutiges Anzeichen dafür, daß nicht die HP diese auf diesem Weg unmöglich auszulösenden Wirkungen hervorruft, sondern der psychologische Faktor “Placeboeffekt” hier das Zepter führt. Denn seltsamerweise versagt die HP *genau* *überall* dort, wo ein Placebo auch nicht helfen kann: bei größeren Verletzungen oder ernsthaften Krankheiten.
Es fällt noch ein weiterer Umstand auf: die Erklärungsversuche der HP verwenden immer die dem Alltagsverstand möglichst weit entfernten Grenzbereiche der Forschung. So wird zur Erklärung der HP nicht gezögert, Begriffe aus der Quantenmechanik zu verwenden. Und das, obwohl zu Hahnemanns Zeiten das Konzept des Welle-Teilchen-”Dualismus” noch in ferner Zukunft lag und gerade erst die Atom-Hypothese erdacht wurde. dies ist ein durchaus belastbarer Hinweis darauf, daß versucht wird, sich einen Wirkmechanismus zusammenzubasteln statt ihn endlich zu finden. Die Placeboforschung machts vor. Wieso ist der Rückstand der HP-”Forschung” so eklatant groß?
Hallo Frau Schaefer,
danke für Ihre Einladung zu einem Gastbeitrag, …
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=13208#comment-5397
… dem ich aus zeitlichen Gründen (im Moment) nicht nachkommen kann und will.
Mein Rat an dieser Stelle:
Wer sich eine Versachlichung der Homöopathie-Diskussion sowie etwas mehr wissenschaftliches Know-how wünscht, dem empfehle ich die regelmäßige Lektüre des Weblogs:
Informationen zur Homöopathie
http://www.informationen-zur-homoeopathie.de/
von Dr. med. Michael Teut, Dr. med. Christian Lucae, Dr. med. Matthias Wischner und Jörn Dahler.
Auch dieses Blog repräsentiert nicht die absolute Wahrheit sondern eine (allerdings fachkompetente) Perspektive.
Hier vereint sich die Erfahrung von Praktikern mit dem methodischen Wissen von Forschern. Und – dieses Blog ist im Gegensatz zur Plattform ScienceBlogs.de, zum GWUP-Blog oder zu weiteren Medien der Skeptiker-Bewegung … http://snipurl.com/24yu3y … garantiert ideologiefrei.
Beste Grüße
Claus Fritzsche
Guten Tag Herr Fritzsche,
vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihre wertvollen Hinweise!
Als Portal für Homöopathie und Globuli möchten wir gern einen Beitrag zur Aufklärung auf Basis einer sachlichen Diskussion zum Thema Homöopathie und Ihre Wirkung leisten.
Ihre wisschenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Thema ist eine wichtige Grundlage dafür, den Meinungsaustausch mit wissenschaftlich fundierten Fakten und Argumenten voranzutreiben. Daher zollen wir Ihrer Arbeit großen Respekt und möchten uns auch zukünftig mit Ihnen austauschen!
Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt gern einen Gastbeitrag auf unserem Portal veröffentlichen wollen, würden wir uns sehr freuen!
Alles Gute und viele Grüße!
globuli.de
@Claus Fritsche
1. Erinnerung
Ich möchte von erklärt bekommen – aber von ihnen mit ihren Worten und nicht mit Links – warum z. B. die Homöopathie nach Körbler wirkt oder auch nicht wirkt.
Sie sind doch ein Kämpfer für Homöopathie, sind sozusagen Experte, kennen sich aus, sind sicher sehr homöopathische belesen etc.
Stellen Sie uns doch Ihre Analyse der Homöopathie nach Körbler vor.
Mich würde sehr interessieren, was Sie zu den auf die Haut gemalten Symbolen zu sagen haben.
Sie haben doch sicher schon davon gehört – oder nicht.
„State of the Art“
Die Anforderungen an die Qualität hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten und Therapien orientieren sich am „State of the Art“. Das heißt „Stand des Wissens“ aber auch „Stand der Kunst“. Der „Stand der Kunst“ kann sicher nicht frei von Wissen sein. „State of the Art“ muß sich in erster Linie auch an einer im wissenschaftlichen Sinne nachvollziehbaren Kausalität orientieren. Selbstverständlich gibt es große Lücken im „State of the Art“ und nicht alle Mittel und Maßnahmen entsprechen einer wünschenswerten Kausalität. Diese Lücken mit Unwissen zu füllen und mit Esoterik zu erklären, ist unwissenschaftlich und nicht aufrichtig. Grundsätzlich werden aber alle Waren und Dienstleistungen als wissenschaftlich erprobt und erwiesen verkauft.
Nun ist es eine Binsenweisheit, daß sich der Wissensstand in der Medizin ungeheuerlich erweitert hat. Daher werden z. B. die Zulassungsbedingungen für registrierte Medikamente umfangreicher. Wer ein Medikament registrieren lassen will, um es auf den Markt bringen zu können, muß entsprechende Prüfungen den Gesundheitsbehörden vorlegen. Das Procedere ist nicht unveränderbar festgelegt, sondern wird laufend entsprechend neuen Erkenntnissen adaptiert. In diesem Sinne werden, wenn unvertretbare Nebenwirkungen auftreten, Zulassungen oft widerrufen. Selbstverständlich kann nicht erwartet werden, daß für einzelne Wirkstoffe negative Studienergebnisse an die große Glocke gehängt werden, sondern eher werden die positiven Studien vorgelegt. Das wissen die Gesundheitsbehörden, und ein Teil ihrer Arbeit besteht in der Überprüfung, ob die Qualität und die Glaubwürdigkeit der vorgelegten Studien gegeben sind.
Den „State of the Art“ voranzutreiben und zu sichern, ist ungeschriebene Aufgabe der Universitäten. Sie forschen. Das heißt, sie gewinnen heute neue Erkenntnisse im Sinne einer naturwissenschaftlichen Kausalität. Forschung und Lehre sind frei und dürfen etwa mit religiöser Dogmatik nicht behindert werden, wie es sich ein Galilei gefallen lassen mußte. Diese Freiheit der Wissenschaften war nicht selbstverständlich. Die Universitäten mußten sich diese erkämpfen. Die Wissenschafter müssen, so ferne sie weiterhin aufgeklärt und wissenschaftlich arbeiten und forschen wollen, dogmatische und/oder unwissenschaftliche Lehren von den Universitäten verbannen. Forschen mag jeder wie er will, aber der „State of the Art“, wie er heute verstanden wird, ist das Ergebnis von aufgeklärter Wissenschaft und nicht von Dogmatik und Voodoo.
Die Epoche der Aufklärung beendete das magische Denken in der Wissenschaft. Der Rauswurf des magischen Denkens aus den Naturwissenschaften bedeutete eine Befreiung. Die neuen Perspektiven auf die Welt und die neuen naturwissenschaftlichen Erkenntnisse waren erfolgreich. Die Welt wurde besser als bisher erklärt und verstanden – ohne Heranziehung übernatürlicher oder magischer Kräfte. Diese hatten als Erklärung ausgedient. Die damit verbundenen Umwälzungen bedeuteten Machtverlust, der als Gefahr gesehen wurde. Dieser Gefahr mußte natürlich – meist mit Verboten – begegnet werden, außer man sah sich im Vorteil.
In der Vergangenheit waren es Päpste und Potentaten, die Denkverbote erließen. Heute sehen die Denkverbote anders aus. Die Universitäten und die Wissenschaft werden vom Markt an die Leine genommen. Die Auftragsarbeiten lassen grüssen! Pragmatismus ist angesagt und mit Toleranz zu magischem Denken, lassen sich Kosten decken. In den reinen Naturwissenschaften sind die Grenzen zur Magie und Esoterik deutlich. Es gibt keinen Spielraum.
Die Erfolge moderner Medizin beruhen in erster Linie auf den Errungenschaften der Aufklärung. Das magische Denken, das uns die Existenz einer Lebenskraft nahelegt, war nicht zielführend. Der Mediziner und Chemiker Friedrich Wöhler (1800 – 1882), Pionier der organischen Chemie, widerlegte mit der Synthese von Oxalsäure (1824) und Harnstoff (1828) die Theorie des Vitalismus, wonach eine transzendente Lebenskraft, eine “vis vitalis”, zur Herstellung organischer Stoffe notwendig sei.
Trotz aller ihrer unbestreitbaren Erfolge hält die auf Wissenschaft basierte Medizin dem Druck der vermehrten Nachfrage nach Voodoomedizin und -therapien, deren Erklärungen und Konzepte mit Aufklärung und Wissenschaft nicht harmonisierbar sind, nicht stand. Die „reibungslose“ Aufnahme von alternativer, komplementärer und ganzheitlicher Voodoo-Medizin in den medizinischen Bildungskanon gelingt, weil eine Generation von Auswendiglernern keine Fragen mehr stellen kann. Ein Denkverbot muß nicht erlassen werden, um eine Auseinandersetzung zu verhindern. Was bleibt ist die Forderung nach Harmonisierung, wenn kritische Stimmen laut werden. Die Wähler und Patienten bestimmen durch Mehrheit, was Wissenschaft ist und in der Medizin, was wirksam ist. Man könnte auch sagen, sie maßen sich ein Urteil an. Die Frage ist, wer oder was steckt alles dahinter?
Wem nützt das Ende der Aufklärung in der Medizin?
Die Rückkehr der Unwissenschaft in die Medizin kommt nicht von ungefähr. Hinter dem Volkswillen nach Voodoo-Medizin stecken zweifellos die Interessen einer neuen alternativen Gesundheitsökonomie. Es ist erlaubt, Waren und Dienstleistungen anzubieten, die immer noch und schon wieder auf magischem Denken beruhen. Diesen Waren und Dienstleistungen des alternativen, komplementären und ganzheitlichen Gesundheitsmarktes wurde mit pseudoinformativer Werbung das Image echter Medikamente und Therapien mit unzweifelhafter wissenschaftlich erklärbarer und nachgewiesener Wirkung verpaßt, obwohl gerade das Gegenteil der Fall ist.
In den Medizinischen Wissenschaften und in der Pharmazie ist die auf Kommerzdruck hin per Demokratie eingeschleuste Unwissenschaft keine Randerscheinung mehr. Die Homöopathie, Flaggschiff kommerzialisierten Scheinwissens, hat mittlerweile eine Schlüsselrolle erlangt und beginnt sich über Informationskurse hinaus im Studienplan der Fakultäten fest einzurichten. Man kann also sagen, daß magisches Denken an die Universität – zumindest an die medizinische Fakultät – zurückgekehrt ist. Es zählt zum umsatzträchtigen Wissen und ist daher richtig. Und wenn damit so leicht Geld zu verdienen ist, wer wird dann als erster auf die Einnahmen durch homöopathische Zusatztherapien verzichten?
Was soll unrichtig sein an einer Lehre, die auch an Universitäten als Wissenschaft gelehrt wird? Viel mehr Rechtfertigung für die Anwendung irgendeiner umstrittenen Methode erscheint nicht möglich – und dafür kann man doch auch Geld verlangen.
Woher sollen die Patienten wissen, nach welchen Gesichtspunkten sich die Qualität der Waren und Dienstleistungen richtet. Eine objektive Auskunft darüber gibt es nicht. Die Kalauer „Wer heilt, hat recht!“ und „Hilft ’s nicht, so schad’t ’s nicht!“ reichen als Beweis und strafen jeden Patientenschutz Lügen.
Überraschungen gibt es in allen Wissenschaften, aber diese halten sich in Grenzen und sind anderer Natur. Nicht alles, was auf Universitäten gelehrt wird, ist hehre Wissenschaft. In aller Regel handelt es sich dabei um Ausnahmen oder Randerscheinungen. Überraschende Ergebnisse in der naturwissenschaftlichen Forschung sind nachvollziehbar und führen zu einem besseren Verständnis. Die neu gewonnenen Erklärungen sind mit den bisherigen kompatibel.
Warum Scheinwissen gerade in der Medizin?
Medizin, so heißt es, ist keine exakte Wissenschaft sondern auch eine Kunst. Ohne Zweifel sind Gesundheit und Krankheit sehr komplexe Angelegenheiten. Viele Faktoren und Einflüsse bestimmen Gesundheit und Krankheit. Aus der Vergangenheit – hundert Jahre zurück genügen – gesehen, sind die Leistungen von Medizin und Pharmazie geradezu phantastisch. Mehr als jemals zuvor können Krankheiten behandelt, geheilt und gelindert werden. Dies verdanken wir dem wissenschaftlichen Arbeiten. Heute stehen uns mehr als jemals zuvor gesicherte Erkenntnisse über das Leben zur Verfügung und es können bessere Diagnosen und Prognosen erstellt werden. Das Ausmaß des Unbekannten ist aber groß und ist gewissermaßen eine „Blackbox“ mit erfreulichen und unerfreulichen Überraschungen.
Darüber, was genau in dieser „Blackbox“ vorgeht, kann seriös und unseriös vermutet werden. Ihr Inneres ist von den medizinischen Wissenschaften nicht – oder nur teilweise – ausgeleuchtet. Die Freiheit der medizinischen Kunst ist, – natürlich mit gewissen Einschränkungen – sich mit Intuition dem Unmeßbaren und dem noch nicht Ergründeten anzunehmen. Mißbrauch dieser Freiheit ist, die „Vorgänge“ in diesem Raum mit magischen, unlogischen, widersprüchlichen und vor allem unbewiesenen zu Theorien zu erklären. Mit diesem Unwissen werden Scheintherapien und Pseudomedikamente quasi aus dem Hut gezaubert und als erwiesen wirksam verkauft. Die Mediziner haben aber durchaus recht, wenn sie kritisieren, daß Leben mit Zahlen allein nicht beschrieben werden kann, aber läßt sich damit alles, weil es notfalls eine Placebowirkung entfaltet, rechtfertigen? Irgendwo muß eine Grenze zwischen Schein und Wirklichkeit, zwischen magischem Denken und logisch rationell begründeten Mitteln und Therapien gezogen werden. Von sich aus, werden die Anbieter im Gesundheitswesen nicht tun.
Gibt es eine Grenze für die Anwendung?
Für überraschende Heilungserfolge gibt es meist keine schlüssigen Erklärungen – eher unumstößliche Vermutungen. Sofort wird eine unerschütterliche Monokausalität hergestellt, die so nicht gegeben sein kann. Bemerkenswert ist, daß immer nur eine einzige Ursache erwogen wird. Das ist eigentlich im Widerspruch zum Zeitgeist, der vor allem Effekte von „vernetzten“ Ursachen favorisiert. Und wenn das nicht geht, werden Gedankenkonstrukte jenseits aller realen Möglichkeiten als bewiesene wissenschaftliche Tatsachen verkauft. Einfach Nichtwissen ohne nachfolgende Spekulationen gibt es nicht. Die „Blackbox“ bietet viel Platz für erwiesenermaßen unwirksame Therapien und – überraschende Heilerfolge. Und wenn nicht – man muß doch alles versuchen, und es hat nicht geschadet. Ist es ehrlich, damit alles buchstäblich bis zum letzten zu rechtfertigen?
a) ist das nicht die Aufgabe der Wissenschaft (und bitte schön: welcher?) sondern wie üblich bei wissenschaftlichem Arbeiten die Pflicht desjenigen, der eine Hypothese aufstellt (das ist übrigens kein intolerantes Verhalten) undb) ist es bisher unterblieben, die Wirksamkeit in belastbaren und reproduzierten Studien zu belegen (nicht einmal, um auf den folgenden Abschnitt einzugehen, bei an die Homöopathie Glaubenden) – warum also sich überhaupt schon Gedanken machen um das ‘wie’?
..gibt es in der realen Welt nicht, sondern ausschließlich im homöopathischen bzw Hahnemannschen Weltbild. Was als funktional belegt ist nennt sich Medizin, ohne irgendeine adjektivische Einschränkung und wird auch (falls nichts Äquivalentes, Kostengünstigeres existiert) von den Krankenkassen übernommen
Völliger Quatsch – hier wird ein Trecker mit einem Ferrari verglichen: Wenn sowohl Arzt als auch Homöopath gleich behandelt werden, d.h. vom Kunden bar bezahlt werden, steht einem egal wie langen Gespräch überhaupt nichts im Wege. Einfach mal ausprobieren, zum Hausarzt gehen und eine intensive Beratung unter der Voraussetzung ‘Selbstbezahler’ nachfragen.
Unter anderem deswegen, weil ihnen von anderer Seite vorgegaukelt wird, es gäbe einen Königsweg zu einem sorgenfreien Leben.
Erstens wird nur das Risiko in Kauf genommen und das zweitens auch ausschließlich dann, wenn das Risiko der Nicht- bzw Andersbehandlung größer ist als das der Behandlung. Aber das wurde hier bestimmt nur aus Versehen nicht erwähnt, oder?
Und ich dachte, dies wäre eine fachlich orientierte site… Schauen wir doch mal bei Remedia.de: Mondstrahlen, Vacuum… Doch nicht ganz dasselbe?